Mehr Fe­in­staub nach Feu­er­werk

Solinger Morgenpost - - RÄTSEL -

SOLINGEN (pm) Bei der Mes­sung der Fe­in­staub-kon­zen­tra­ti­on zeig­te die Sta­ti­on an der Kon­rad-ade­nau­er-stra­ße heu­te vor ei­nem Jahr ei­nen ganz ge­rin­gen Wert. Le­dig­lich zwölf Mi­kro­gramm wur­den ge­mes­sen. 40 gel­ten als to­le­ra­bel, ab 50 Mi­kro­gramm wird der er­laub­te Mess­wert über­schrit­ten. Doch pünkt­lich mit der Schar der in den Him­mel schnel­len­den Ra­ke­ten, er­höh­te sich der Mess­wert für Fe­in­staub. Kein Wun­der: Ex­plo­die­ren­de Böl­ler pro­du­zie­ren auch feins­te Staub­par­ti­kel. Das wird heu­te Nacht wie­der so sein. Da­bei könn­te der an­ge­sag­te Re­gen für nied­ri­ge­re Kon­zen­tra­tio­nen sor­gen – da­für lan­den die Stäu­be im Gul­ly und in der Klär­an­la­ge.

So dra­ma­tisch hoch, wie es die Dis­kus­si­on er­schei­nen lässt, wirkt sich das Phä­no­men Sil­ves­ter­feu­er­werk of­fen­bar nicht aus. Zum Jah­res­be­ginn 2018 stieg der Wert auf 23 Mi­kro­gramm pro Ku­bik­me­ter Luft. Der mess­ba­re Ef­fekt trat spä­ter deut­li­cher auf. Be­reits ge­gen 8 Uhr am Mor­gen des 1. Ja­nu­ar lag der Wert bei 28 – der Knal­ler­staub braucht, bis er ab­sinkt. Selbst um Mit­ter­nacht wur­den noch 34 Mi­kro­gramm auf­ge­zeich­net. Am Abend des 2. Ja­nu­ar sank der Wert dann auf 13.

Par­ti­kel­för­mi­ge Luft­ver­un­rei­ni­gun­gen in der Grö­ße von ma­xi­mal zehn Mi­kro­me­tern wer­den als Fe­in­staub (PM10) be­zeich­net. Die Ab­kür­zung PM steht da­bei für den eng­li­schen Be­griff „Par­ti­cu­la­te Mat­ter“und meint „par­ti­kel­för­mi­ge Luft­ver­un­rei­ni­gung“.

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