Ein Kon­zert-muss für See You und de­ren Fans

Solinger Morgenpost - - MORGENPOST -

OH­LIGS (jsl) Mit „Don’t stop me now“von Queen sprang Micha­el („Mi­ckes“) Schnä­be­lin mit Stim­me und Bei­nen in den Abend. Der Front­sän­ger der Co­ver­band See You, die in Solingen längst Kult­sta­tus er­reicht hat, leg­te mit dem mit­rei­ßen­den Part von Fred­die Mer­cu­ry die Stim­mungs­ba­sis für al­le Be­geis­te­rung, die da­nach kam. Gleich zu Be­ginn tauch­te er mit Hil­fe ei­nes Po­des­tes als Büh­nen­ver­län­ge­rung in der Oh­ligser Fest­hal­le „mit­ten rein“in die schnell sie­den­de Fei­er-lau­ne. „Habt ihr Bock auf Rock’n Roll ?“hall­te die ob­li­ga­to­ri­sche Par­ty­fra­ge von der Büh­nen­ram­pe auf die Köp­fe der dicht ste­hen­den Fan-ge­mein­de her­un­ter. Ge­nau­so ob­li­ga­to­risch brüll­te das Pu­bli­kum ein lau­tes und ful­mi­nan­tes „Jaaa“zu­rück.

Seit Jah­ren ist das Ab­schluss­kon­zert der Co­ver­band ein „Muss“für die sechs Prot­ago­nis­ten und ih­re gro­ße An­hän­ger-schar. Seit Wo­chen wa­ren die Kar­ten in den so­zia­len Me­di­en ein be­gehr­tes Gut: Of­fi­zi­ell war der Abend schon lan­ge aus­ver­kauft ge­we­sen.

Wie­der wa­ren die Mu­si­ker mit per­fek­tem Tech­nik-equip­ment an­ge­rückt. Vi­deo­clips im Hin­ter­grund zeig­ten mal ver­grö­ßer­te Live-bil­der der Show, mal gra­fi­sche Ele­men­te oder ge­film­te Na­tur­stim­mun­gen. Drei gro­ße Steue­rungs­pul­te im­po­nier­ten mit Mo­ni­to­ren und re­gel­ten zu­dem ei­ne per­fek­te Licht- und Spe­zi­al­ef­fek­te-steue­rung. Mal ver­wan­del­te sich die De­cke der Fest­hal­le in ei­nen kla­ren Nacht­him­mel mit un­zäh­li­gen Ster­nen, mal zisch­ten Ne­bel­fon­tä­nen auf der Büh­ne und lie­ßen die Prot­ago­nis­ten kurz­fris­tig zu Sil­hou­et­ten im Dunst wer­den.

Das Pu­bli­kum be­grüß­te grö­lend, klat­schend und joh­lend na­he­zu je­den neu an­ge­stimm­ten Song. Auch für „Stay­ing ali­ve“von den Bee Gees, bei dem Gi­tar­rist Pe­ter Fas­ten­rath mit ho­hem Gibb-sound be­geis­ter­te, gab es die­se Vor­schuss-lor­bee­ren und da­nach don­nern­den Ap­plaus. An­er­ken­nen­de Pfif­fe misch­ten sich in die Fei­er-at­mo­sphä­re.

Naht­los ging es mit Marc Blü­mels tie­fer Stim­me wei­ter: „This is the end . . .“Wie­der pras­sel­te krei­schen­der Bei­fall, gin­gen Ar­me und Hän­de in die Hö­he, wur­de im Takt mit­ge­wippt. Ein Teil der Be­geis­te­rung, ins­be­son­de­re bei den weib­li­chen Fans, galt si­cher auch der rot­gol­de­nen, zwei­ten Haut, die der Sän­ger statt ei­ner Ho­se an­ge­legt hat­te. Auch Mi­ckes‘ schwar­ze, är­mel­lo­se Wes­te mit Reiß­ver­schluss, die reich­lich Blick auf Brust und Ober­arm­mus­keln er­laub­te, war zwei­fel­los ein mehr­fa­cher Hin­gu­cker.

Den vier an­de­ren schien die­ser Hy­pe nichts aus­zu­ma­chen. Hin­ge­bungs­voll und mit viel Spaß am Tun hau­te Da­ni­el Schnä­be­lin in die Tas­ten sei­nes Key­boards, drumm­te Jo Stüpp am Schlag­zeug und lie­ßen Ro­man Zöls und Pe­ter Fas­ten­rath die Sai­ten von Bass und Gi­tar­re vi­brie­ren. „Ein me­ga-coo­ler Abend mal wie­der“, zog Bär­bel Schnei­der aus Ha­an ei­ne frü­he Zwi­schen­bi­lanz. „Ich bin mit mei­ner Cli­que seit min­des­tens fünf Jah­ren oh­ne Pau­se da­bei.“

FO­TO: PREUSS

See You lie­ßen die Stim­mung in der Fest­hal­le bro­deln.

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