Feu­er frei um Mit­ter­nacht

Chris­ti­na Schwarz hat erst­mals ein Feu­er­werk fürs Thea­ter und Kon­zert­haus or­ga­ni­siert.

Solinger Morgenpost - - MORGENPOST - VON KRIS­TIN KAMPMANN

MIT­TE Das neue Jahr steht kurz vor der Tür – so auch im Thea­ter und Kon­zert­haus, das die­ses Jahr zum vier­ten Mal zur gro­ßen Sil­ves­ter­par­ty ein­lädt. Ganz neu ist es hin­ge­gen für Chris­ti­na Schwarz, die in die­sem Jahr zum ers­ten Mal in Ei­gen­re­gie das Feu­er­werk or­ga­ni­siert hat. Be­reits vor zehn Jah­ren ab­sol­vier­te sie am Thea­ter ih­re Aus­bil­dung zur Ver­an­stal­tungs­tech­ni­ke­rin. Nun hat sie die schö­ne Auf­ga­be, die Gäs­te der Sil­ves­ter­par­ty mit ei­nem spek­ta­ku­lä­ren Feu­er­werk ins neue Jahr zu be­glei­ten.

Schon Wo­chen vor dem Auf­bau be­such­te Schwarz ei­nen ein­wö­chi­gen Py­ro­tech­nik-lehr­gang, in dem sie die wich­tigs­ten Grund­la­gen so­wie die nö­ti­gen Vor­schrif­ten er­lern­te. „Die Si­cher­heit der Be­su­cher steht da­bei na­tür­lich an ers­ter Stel­le“, er­klärt sie. Bei der Pla­nung des Sil­ves­ter­abends hat sie ei­ne Aus­wahl an un­ter­schied­li­chen Feu­er­werks­bat­te­ri­en zwi­schen 30 und 40 Me­tern Hö­he und al­le da­für wich­ti­gen Hilfs­ma­te­ria­li­en wie Ka­bel und An­schlüs­se zu­sam­men­ge­stellt.

Zu­sam­men mit der Thea­ter­crew be­gann sie ges­tern Mit­tag, das Sys­tem auf ei­nem vier Me­ter lan­gen Wa­gen im In­nen­raum des Thea­ters auf­zu­bau­en. Die An­ord­nung und Zün­dungs­ab­fol­ge der Bat­te­ri­en so­wie die Län­ge des Feu­er­werks von 14 Mi­nu­ten hat die Py­ro­tech­ni­ke­rin eben­falls im Vor­aus ge­plant: „Letzt­end­lich soll die In­stal­la­ti­on dann im Vor­der­grund des Thea­ters ne­ben der Kas­sen­hal­le star­ten. So ha­ben die Zu­schau­er die Mög­lich­keit, so­wohl von un­ten als auch vom obe­ren Foy­er al­les zu se­hen.“Aus Si­cher­heits­grün­den wer­de der vor­be­rei­te­te Wa­gen aber erst kurz vor Mit­ter­nacht nach drau­ßen ge­scho­ben, fügt Micha­el Reitz hin­zu, tech­ni­scher Ver­ant­wort­li­cher im Thea­ter und Kon­zert­haus.

Doch be­vor das Feu­er­werk ge­zün­det wer­den kön­ne, ste­he noch viel auf dem Pro­gramm: Die Ber­gi­schen Sym­pho­ni­ker ge­ben un­ter dem Mot­to „Vi­ve la Fran­ce“so­wohl nach­mit­tags als auch am Abend ein Kon­zert, und auch das Lan­des­thea­ter Det­mold steht mit der Ko­mö­die „Der Par­ty­lö­we“auf der Büh­ne. Zu­dem war­ten ein Sekt­emp­fang, ein Buf­fet, stil­vol­le Pia­no­mu­sik und das Live-quar­tett „Pa­pa’s Fi­nest Boo­gie-band“, zu des­sen Mu­sik bis in die Mor­gen­stun­den ge­tanzt wer­den kann, auf die Gäs­te.

„Für die Sil­ves­ter­kon­zer­te ha­ben wir in die­sem Jahr im gro­ßen Kon­zert­saal ein Po­dest für die Zu­schau­er ge­baut“, er­zählt Micha­el Reitz. So wur­de be­reits vor Weih­nach­ten da­mit be­gon­nen, auf­stei­gen­de Saal­rei­hen zu bau­en, um den Be­su­chern ei­ne noch bes­se­re Sicht auf die Sym­pho­ni­ker zu bie­ten. Eben­falls neu sei in die­sem Jahr die ex­tra für Sil­ves­ter in­stal­lier­te Fas­sa­den­be­leuch­tung. Zu­dem sei ein Tech­nik­team da­für zu­stän­dig, das ge­sam­te obe­re und un­te­re Foy­er bei al­len Ver­an­stal­tun­gen pas­send aus­zu­leuch­ten.

„Da­mit al­les rei­bungs­los ab­läuft, sind vie­le un­se­rer tech­ni­schen Mit­ar­bei­ter am Sil­ves­ter­abend vor Ort“, sagt Chris­ti­na Schwarz. Be­son­ders sie selbst ha­be am Abend ei­ne der wich­tigs­ten Auf­ga­ben: „Ich drü­cke um Mit­ter­nacht den Knopf, der das Feu­er­werk aus­löst“, freut sie sich auf den gro­ßen Mo­ment.

„Um si­cher zu sein, wer­den wir nach Ab­schluss des Auf­baus noch Tests durch­füh­ren“, er­klärt Schwarz. Da­bei kön­ne dann, oh­ne das Feu­er­werk tat­säch­lich schon zu star­ten, über­prüft wer­den, ob al­le An­schlüs­se und Lei­tun­gen rich­tig ver­legt wur­den und das Sys­tem für die ech­te Zün­dung be­reit sei.

FO­TO: ULI PREUSS

Ges­tern be­gann Ver­an­stal­tungs­tech­ni­ke­rin Chris­ti­na Schwarz mit ih­ren Kol­le­gen, Ka­bel und An­schlüs­se für das Feu­er­werk zu ver­le­gen.

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