Paint it Black

Of­fen­bar hat Teu­fel der Ul­ti­ma 40 ewi­ge Ju­gend zu­ge­sagt. Jetzt brin­gen die Ber­li­ner die Mk3- Ver­si­on des Dau­er­bren­ners. Dank der sehr gu­ten Ba­sis konn­ten die Ent­wick­ler da­bei sehr be­hut­sam vor­ge­hen.

Stereoplay - - Spezial -

Ei­nen Him­mel dürf­te es bei Laut­spre­cher Teu­fel kaum ge­ben. Aber ei­nen in die Jah­re ge­kom­me­nen Best­sel­ler kann man auch schlecht in die Höl­le ver­ban­nen. Folg­lich ver­hel­fen die Ber­li­ner der ver­dien­ten Ul­ti­ma 40 zu neu­er Ju­gend und schi­cken sie in der Mk3- Ver­si­on recht­zei­tig zu Weih­nach­ten zu­rück in den Markt.

Gro­ßer Hand­lungs­be­darf be­stand dank der bes­tens be­währ­ten Ba­sis der Drei- We­ge- Stand­box nicht. Des­halb folg­te die Ul­ti­ma 40 dem Trend der Be­au­ty- und Au­to- Bran­che: Sie be­kam in ers­ter Li­nie ein Face­lif­ting. Und auch das el re­la­tiv mil­de aus, denn die wohl­pro­por­tio­nier­te Form mit den ge­run­de­ten Ecken wirkt über­aus zeit­los. Den­noch fand man im ar­men, aber coo­len Berlin We­ge, die für ih­ren mo­de­ra­ten Preis or­dent­lich ge­bau­te Stand­säu­le noch ei­nen Tick wer­ti­ger, vor al­lem aber fri­scher wir­ken zu las­sen. So set­zen die De­si­gner auf hoch­wer­ti­ge­re Ober ächen. Da­zu tausch­ten sie das glän­zen­de um­lau­fen­de Fo­li­en­fur­nier ge­gen ei­nen sei­den­mat­ten Look, der auf der Schall­wand von de­zen­ten „ Ral­lye- Strei­fen“ab­ge­run­det wird. Gleich­zei­tig wur­de der So­ckel der Stand­box ge­fäl­li­ger ge­formt.

Gut zum neu­en Out t passt die tief­schwarz glän­zen­de Mon­ta­ge­plat­te des über­ar­bei­te­ten Hoch­tö­ners. Die 2,5cm- Sei­den­ka­lo­t­te be­kam ei­nen ring­för­mi­gen Vor­satz zur Op­ti­mie­rung des Pha­sen­gangs für ei­nen gleich­mä­ßi­ge­ren Fre­quenz­gang auf und au­ßer­halb

der Ach­se. Auf der Rück­sei­te un­ter­stüt­zen zwei gro­ße Bass­re ex­roh­re mit Trom­pe­ten­rohr­an­satz zur Mi­ni­mie­rung et­wai­ger Strö­mungs­ge­räu­sche die bei­den 16,5- cm- Glas­fa­ser- Tief­tö­ner, die mit schwarz­glän­zen­den Kör­ben in die Front ein­ge­las­sen sind. Dar­über sitzt ein 16,5- cm- Kev­lar- Mit­tel­tö­ner mit Pha­senp ock, der wie al­les an die­ser, im Zu­ge der Frisch­zel­len­kur neu ab­ge­stimm­ten 54- Li­ter- Box mit Klip­pelSoft­ware am Rech­ner op­ti­miert wur­de.

Wie er­war­tet, elen die klang­li­chen Än­de­run­gen eher sub­til aus, was nicht zu­letzt dar­an lag, dass der Ber­li­ner Di­rekt­ver­trieb die Mög­lich­kei­ten der 500- Eu­ro- Klas­se schon zu­vor weit­ge­hend aus­ge­reizt hat­te. Die her­aus­ra­gen­de Tu­gend der Ul­ti­ma 40 Mk3 war ih­re Rä­um­lich­keit. Die Stand­box er­zeug­te ei­ne brei­te, recht ho­he Büh­ne und glänz­te durch ei­nen schar­fen Fo­kus. Eben­falls über­zeu­gend war die Im­puls­wie­der ga­be im Mit­tel- Hoch­ton­be­reich.

Im Bass gab sich die Ul­ti­ma zwar recht üp­pig, aber nicht über­mä­ßig prä­zi­se. Hier soll of­fen­bar in­ner­halb ge­wis­ser Gren­zen ei­nem jun­gen Mu­sik­ge­schmack mit Fai­b­le für sat­te Beats Rech­nung ge­tra­gen wer­den. Die leich­te Bril­lanz­be­to­nung un­ter­streicht ei­ne ge­wis­se Fo­kus­sie­rung auf be­sag­te Ziel­grup­pe. Bei die­sem für Ein­stei­ger er­schwing­li­chen Preis ver­ständ­lich, zu­mal die All­ge­mein­ver­träg­lich­keit der Ab­stim­mung da­für nicht gänz­lich ge­op­fert wur­de. Stefan Schi­cke­danz

Be­son­ders de­zent sieht die Ul­ti­ma 40 Mk3 in Sa­tin­weiß aus.

Mit Kev­lar- Mem­bran und Pha­sen­pf­lock macht der 16,5- cm- Mit­tel­tö­ner akus­tisch wie op­tisch was her.

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