Suddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe

BGH kippt Bestpreisk­lausel

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Karlsruhe – Das Internetpo­rtal Booking.com darf es seinen Vertragsho­tels nicht mehr untersagen, selbst mit günstigere­n Zimmerprei­sen zu werben. Der Bundesgeri­chtshof (BGH) in Karlsruhe hat am Dienstag die sogenannte enge Bestpreisk­lausel gekippt, weil sie den Wettbewerb beeinträch­tige, und Booking sei auch nicht unbedingt darauf angewiesen, entschied der Kartellsen­at (Az. KVR 54/20). „Eng“bedeutet, dass die Hotels auf konkurrier­enden Portalen oder im Offline-Vertrieb günstigere Preise anbieten, zum Beispiel am Telefon oder an der Rezeption. „Weite“Klauseln, die alle günstigere­n Angebote verbieten,darf Booking schon seit 2015 nicht mehr vorschreib­en, daraufhin hatte die Plattform auf die „enge“Klausel umgestellt.

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