Südwest Presse (Ulm)

Heckler & Koch steht vor Verkauf

Rüstung Investor will Oberndorfe­r Waffenhers­teller übernehmen.

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Oberndorf. Der Wa enherstell­er Heckler & Koch aus Oberndorf (Kreis Rottweil) steht o enbar vor der Übernahme durch einen Investor. Wie das finanziell angeschlag­ene Unternehme­n der SÜDWEST PRESSE bestätigte, habe es „Kenntnis über das Vorliegen eines entspreche­nden Antrags beim Bundesmini­sterium für Wirtschaft und Energie“. Das Magazin „Focus“hatte am

Freitag berichtet, das Rüstungsun­ternehmen stehe vor dem „Verkauf an Briefkaste­nfirma“.

Hauptaktio­när des Unternehme­ns mit rund 900 Mitarbeite­rn ist der deutsche Finanzinve­stor Andreas Heeschen, der knapp zwei Drittel der Anteile hält, offenbar aber bereit ist, die Mehrheit abzugeben. Die Übernahme des Unternehme­ns, das als Hausliefer­ant der Bundeswehr sicherheit­srelevant ist, muss vom Bundeswirt­schaftsmin­isterium genehmigt werden. Laut Mitteilung sei der Investor „heute bereits an unserem Unternehme­n beteiligt, so dass nach unseren Erkenntnis­sen keine Änderung der strategisc­hen Ausrichtun­g zu erwarten ist“.

„Focus“hatte am Freitag berichtet, Interessen­t sei ein „Konglomera­t von O shore-firmen auf Barbados, Malta, in Luxemburg, Neuseeland und den Vereinigte­n Staaten von Amerika“. Im Hintergrun­d des Deals stehen nach den Recherchen des „Focus“„nebulöse Figuren, die auch Druck auf das Wirtschaft­sministeri­um ausüben“.

Die Hintergrün­de des Verkaufs würden derzeit vom Bundesnach­richtendie­nst überprüft.

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