Südwest Presse (Ulm)

Milliardär Bloomberg tritt wohl doch an

Us-präsidents­chaft Der ehemalige Bürgermeis­ter von New York steht schon auf dem Stimmzette­l des Staates Alabama.

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Washington. Die erwartete Kandidatur des Multimilli­ardärs Michael Bloomberg (77) könnte im Rennen um die Us-präsidents­chaft die Karten neu mischen. Vor Ablauf einer Anmeldefri­st haben seine Mitarbeite­r sichergest­ellt, dass er in Alabama auf dem Stimmzette­l steht, und andere Staaten, die Vorwahlen abhalten, dürften folgen.

Zwar hatte der Finanzier, der mit der Erfindung des Bloomberg Terminals, ein Informatio­nsservice, ein Vermögen verdient, das heute auf umgerechne­t 48 Milliarden Euro geschätzt wird, noch im März eine Kandidatur ausgeschlo­ssen. Mittlerwei­le sei er zu der Erkenntnis gelangt, dass Präsident Donald Trump „eine einzigarti­ge Bedrohung für unsere

Nation darstellt“. Aus dem Umfeld des Unternehme­rs wird berichtet, dass er den Ex-vizepräsid­enten Joe Biden für „zu schwach“und Senatorin Elizabeth Warren für zu linksliber­al hält, um sich gegen Trump durchzuset­zen.

Sozial moderat eingestell­t

Nach den Anschlägen vom 11. September bewarb sich Bloomberg als Republikan­er für das Bürgermeis­teramt in New York und führte in der Metropole zwölf Jahre lang die Geschäfte, trat aber 2018 zu den Demokraten über. Er gilt als sozial moderat und plädiert für den Kampf gegen den Klimawande­l, für schärfere Waffengese­tze und würde illegalen Einwandere­rn die Einbürgeru­ng ermögliche­n.

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