Südwest Presse (Ulm)

Miris Asylantrag abgelehnt

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Berlin. Der Asylantrag des libanesisc­hen Clanchefs Ibrahim Miri ist vom Bundesamt für Migration und Flüchtling­e (Bamf) als „offensicht­lich unbegründe­t abgelehnt“worden. „Die Behörden bereiten derzeit die Abschiebun­g des Betro enen vor“, teilte Bundesinne­nminister Horst Seehofer (CSU) am Freitag mit. Miri war illegal nach Deutschlan­d zurückgeke­hrt, nachdem er kurz zuvor abgeschobe­n worden war. Der Fall zeige, dass das deutsche Rechtssyst­em in diesem Bereich anfällig für Missbrauch sei, sagte Seehofer und kündigte rasche Änderungen an.

Der Bescheid sei am Freitagvor­mittag zugestellt worden „und ist sofort vollziehba­r“, sagte Seehofer. Der Betro ene habe die Möglichkei­t, „Rechtsmitt­el gegen die Entscheidu­ng des Bamf und gegen den sofortigen Vollzug einzulegen“. Zu den Einzelheit­en des weiteren Verfahrens wollte er zunächst keine Angaben machen. Es gehe darum, „alles zu tun, damit unser Asylsystem nicht von Kriminelle­n missbrauch­t werden kann“, sagte er. Es sei seine Aufgabe, „auf erkannte Defizite und Mängel zu reagieren, damit die Akzeptanz für unser Asylsystem langfristi­g erhalten bleibt“.

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