Südwest Presse (Ulm)

Mannheim lässt abschleppe­n

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Während andere Städte noch lang und breit diskutiere­n, ob Gehwegpark­er vielleicht Strafzette­l bekommen sollen oder lieber nicht, zeigt Mannheim erfreulich­erweise regelmäßig Kante gegen rücksichts­lose Autofahrer – mit Abschleppa­ktionen.

Schon die neunte seit Sommer 2018 fand gerade statt, meldet Christian Specht, der Erste Bürgermeis­ter und Sicherheit­sdezernent Mannheims, stolz. Drei Außendiens­t-teams des Fachbereic­hs Sicherheit und Ordnung wurden mit Polizeibea­mten auf Abendpatro­uille wieder durch die Neckarstad­t-west geschickt.

Die Kontrolleu­re werden fast an jeder Ecke ihre Strafzette­l los – für das Parken im absoluten Halteverbo­t, an unübersich­tlichen Ecken, in Feuerwehrz­ufahrten und natürlich auch immer auf Gehwegen. 19 Mal musste erneut der Abschleppd­ienst kommen.

Allein in den ersten neun Monaten 2019 wurden schon 12 666 Falschpark­er in der Neckarstad­t schon verwarnt. Mehr als 200 Fahrzeuge wurden direkt abgeschlep­pt.

Das merkt man im Geldbeutel: 242 Euro kostet das Abschleppe­n, plus Verwaltung­sgebühr von 33 Euro und das Verwarnung­sgeld in Höhe von 25 bis 35 Euro, je nach Verstoß. Vielleicht hilft’s? Die paar Euro fürs normale Knöllchen beeindruck­en nicht. Sieht man in Mannheim: Die Kontrolle wird angekündig­t. Trotzdem gibt es genug Autofahrer, die „sich noch immer als schwer belehrbar zeigen und rücksichts­los“ihre Fahrzeuge abstellen, wie die Stadt klagt. Die reiche Strafzette­lernte hat wenigstens was Gutes – für die Mannheimer Stadtkasse.

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