Südwest Presse (Ulm)

Rückkehr des Wunderkind­es

Tischtenni­s Der TTC Neu-ulm erwartet am Sonntag den TTC Jülich mit Dennis Klein, der einst als Elfjährige­r bei den Herren des SSV Ulm 1846 spielte. Von Gerold Knehr

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Beim neu gegründete­n Tischtenni­s-bundesligi­sten TTC Neu-ulm dauerte es bis zum vierten Spieltag, ehe er den ersten Sieg seiner Vereinsges­chichte feiern durfte. Das 3:2 gegen den 1. FC Saarbrücke­n kam einem Befreiungs­schlag gleich. Die folgenden drei Heimspiele gewann das Team um die Stars An Jaehyun und Tiago Apolonia ebenfalls.

Der TTC Jülich, der am Sonntag (15 Uhr, Edwin-scharff-haus) Gast der Neu-ulmer ist, hat eine sehr viel längere Durststrec­ke hinter sich. Seit dem Wiederaufs­tieg in der Bundesliga vor eineinhalb Jahren hatte der Tischtenni­s-traditions­verein 28 Niederlage­n in Folge kassiert. Am vergangene­n Sonntag wurde diese Negativser­ie mit dem 3:0 gegen den ebenfalls noch punktlosen TTC Grenzau beendet.

„Man trainiert Woche für Woche hart. Wenn du dann stets verlierst, ist es schon nervig. Aber so ist halt der Sport“, sagt Dennis Klein. Der 22-Jährige ist in der Region bestens bekannt. Er begann mit neun Jahren beim SC Unterweile­r mit dem Tischtenni­s, spielte bereits als Elfjährige­r gemeinsam mit seinem Vater Markus in der Herrenmann­schaft des SSV Ulm 1846, ehe er über die Stationen TTC Bietigheim, TTC Weinheim und 1. FC Saarbrücke­n in beim TTC Jülich landete.

Ziel Nationalsp­ieler

„Ich freue mich auf mein ‚Heimspiel’ in Neu-ulm. Meine Familie, Freunde, alte Teamkolleg­en werden am Sonntag zum Spiel kommen“, sagt Klein. Er könne sich durchaus vorstellen, eines Tages für den TTC Neu-ulm zu spielen. „Aber erst muss ich mich in der Bundesliga verbessern. Mein Ziel ist es, einer der besten Spieler in dieser Liga zu werden, mich in der Weltrangli­ste zu verbessern und Nationalsp­ieler zu werden“, sagt das einstige Wunderkind, dessen aktive Karriere noch nicht volle Fahrt aufgenomme­n hat. Derzeit belegt Klein Weltrangli­sten-platz 251.

„Als wir unser Team zusammenge­stellt haben, haben wir auch an Dennis Klein gedacht. Aber er stand bei Jülich unter

Vertrag“, sagt Neu-ulms Managerin Nadine Berti. Sie fände es schön, eines Tages einen echten Lokalmatad­oren in den eigenen

Reihen zu haben. „Ich würde nicht Nein sagen“, gesteht Klein, der am Sonntag schon mal seine sportliche Visitenkar­te beim TTC Neu-ulm abgeben kann.

Mannschaft unveränder­t

Neu-ulms Trainer Chen Zhibin wird voraussich­tlich das Erfolgstea­m der letzten Spiele, An Jaehyung, Tiago Apolonia und Viktor Brodd, aufbieten. „Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Begegnung und sollten sie auch gewinnen“, sagt Berti. Tickets für die Begegnung gibt es bei der SÜDWEST PRESSE und am Sonntag ab 14 Uhr an der Tageskasse im Edwin-scharff-haus.

 ??  ?? Ein Neu-ulmer im Dress des TTC Jülich. Am Sonntag kehrt Dennis Klein in seine Heimat zurück und freut sich auf ein Wiedersehe­n mit vielen Freunden. Foto: Imago Images/revierfoto
Ein Neu-ulmer im Dress des TTC Jülich. Am Sonntag kehrt Dennis Klein in seine Heimat zurück und freut sich auf ein Wiedersehe­n mit vielen Freunden. Foto: Imago Images/revierfoto

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