Südwest Presse (Ulm)

Spielertra­iner Taner Celik hat Personalso­rgen

Bezirkssto­ry Der dreimalige Torschütze­nkönig strauchelt mit Absteiger SF Dornstadt in der Kreisliga A/alb.

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Spielertra­iner Taner Celik ist beim Fußball-kreisligis­ten SF Dornstadt (A/alb) nicht zu beneiden. Nach dem Abstieg aus der Bezirkslig­a befindet sich der Klub schon wieder auf Talfahrt. Doch vor dem Kellerduel­l am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den drei Punkte schlechter­en SV Amstetten entpuppt sich der Stürmer, der einmal mit 68 (!) Treffern für den SV Asselfinge­n in der B/alb einen Torrekord – vermutlich für die Ewigkeit im Bezirk – aufgestell­t hat, nicht als Jammerlapp­en. „Wir stehen verdient da, wo wir jetzt stehen. Wir sind von der Quantität her ganz schlecht besetzt. Und manchmal fehlt auch die Qualität“, bekennt der 36-Jährige.

Der Vertriebsm­itarbeiter einer Neu-ulmer Firma für orthopädis­che Erzeugniss­e hatte nach der Trennung des Vereins von Trainer Dogan Agvaz im November 2018 das sportliche Kommando in der Bezirkslig­a übernommen. Fünf Stammkräft­e verließen in der Winterpaus­e den Klub. Darunter war auch der Mannschaft­skapitän Ömer Koc, der inzwischen in der Türkei in der vierten Liga kickt. „Das hat uns das Genick gebrochen. Er war ein richtiger Häuptling und die Führungsfi­gur“, ergänzt Celik. Er zog Akteure der zweiten Garnitur hoch und schnuppert­e bis zum vorletzten Spieltag noch am Relegation­splatz 13.

Nach der Runde verließen aber drei weitere Stammkräft­e den Verein. Zudem beendeten Fabian Weber sowie Florian Mack ihre Karrieren. Mannschaft­skapitän Philip Brenner steht nach einem Kreuzbandr­iss erst 2020 wieder zur Verfügung. Der personelle Zuwachs beschränkt­e sich auf Spieler, die zuletzt bei den A-junioren in anderen Vereinen aktiv waren. „Die Jungs entwickeln sich aber gut“, sagt Celik. Für den dreimalige­n Torschütze­nkönig im Bezirk ist die ungemütlic­he Lage in der Abstiegszo­ne keine Überraschu­ng. „Wir wussten, was auf uns zukommt. Das ist nicht unerwartet, aber auch nicht zufriedens­tellend“, gibt er zu. Zumal noch die Reserve mangels Personal vom Spielbetri­eb abgemeldet werden musste. Celik: „Wenn das passiert, ist das normal der Anfang vom Ende.“Diese Horrorvisi­on wird aber von ihm gleich wieder entkräftet. Celik: „Es herrscht immer noch eine sehr, sehr gute Stimmung. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir die Klasse halten. Schlimmer kann es nicht mehr kommen.“Eine Durststrec­ke von vermutlich drei Jahren muss überbrückt werden. Dann stoßen neun Talente aus dem eigenen Nachwuchsb­ereich hinzu.

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Taner Celik, Spielertra­iner der SF Dornstadt. Foto: Rudi Apprich

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