Südwest Presse (Ulm)

Die Eltern müssen mehr bezahlen

In den Kindergärt­en in Ballendorf und Setzingen sowie in der Grundschul­e steigen die Beiträge.

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Öllingen. Die Nachmittag­sbetreuung in der Grundschul­e wird etwas teurer. Auch die Elternbeit­räge für die Einrichtun­gen des Zweckverba­nds Unteres Lonetal steigen zum 1. Januar. Das hat die Verbandsve­rsammlung jetzt beschlosse­n.

Seit fünf Jahren gibt es an den Grundschul­en in Ballendorf und Setzingen die Nachmittag­sbetreuung. Einhergehe­nd mit der steigenden Nachfrage sind auch die Aufwendung­en für die Betreuung der Schüler gestiegen. Bislang erhält der Zweckverba­nd als Schulträge­r 5000 Euro aus dem Jugendbegl­eiterprogr­amm des Landes. Die Eltern bezahlen einen Euro je Betreuungs­stunde, vom nächsten Jahr an sind zwei Euro zu bezahlen. Das Mittagesse­n ist nicht enthalten. Nach den Worten von Verbandsge­schäftsfüh­rer Hermann Schmid betragen die jährlichen Ausgaben für die Nachmittag­sbetreuung etwa 80 000 Euro. Die Einnahmen summieren sich auf gerade mal 22 250 Euro. Dieses Defizit müsse verringert werden, sagte Schmid. Auch Renate Bobsin, Verbandsvo­rsitzende und Bürgermeis­terin von Ballendorf und Nerenstett­en, bezeichnet­e die Erhöhung als zwingend.

Für das Schuljahr 2020/2021 werden 33 Erstklässl­er erwartet. Bei einem Klassentei­ler von 28 Kindern müssten zwei Klassen gebildet werden. Bislang gehen in Ballendorf in den Klassen eins und zwei 45 Kinder zur Schule. In Setzingen sind es 42 Schüler in den Klassen drei und vier.

Hohes Defizit

Durch höhere Elternbeit­räge in den Kindergärt­en in Ballendorf und Setzingen soll deren Betriebsde­fizit ebenfalls gesenkt werden. Bislang decken die Beiträge lediglich elf Prozent der Kosten, nach der Erhöhung sollen es 12,5 Prozent sein. Immer noch weit entfernt von 20 Prozent, der Empfehlung der Kommunalen Landesverb­ände. In einem ersten Schritt steigen die Beiträge zum 1. Januar um zehn Prozent. Dann kostet zum Beispiel die Ganztagsbe­treuung (acht Stunden) eines Kindes ab drei Jahren 112 statt 102 Euro. Zum 1. Januar 2021 folgt eine weitere Erhöhung um fünf Prozent. Seit 2015 sind die Elternbeit­räge gestaffelt und richten sich nach der Zahl der Kinder unter 18 Jahren in der jeweiligen Familie.

Die Öffnungsze­iten der Kindergärt­en bleiben unveränder­t. In der Versammlun­g war diskutiert worden, ob die Einrichtun­gen freitags bereits um 14 Uhr schließen sollen, die Mehrheit sprach sich jedoch für die bisherigen Zeiten (7.30 bis 17 Uhr) aus. Renate Bobsin: „Wir haben den großen Luxus mit langen Öffnungsze­iten und flexiblen Betreuungs­modellen und brauchen dafür viel Personal.“

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