Südwest Presse (Ulm)

Klatsche, Kralle, Klaue

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Was haben Fliegenkla­tschen und Saugnäpfe gemeinsam? Auf den ersten Blick handelt es sich bei beiden um langweilig­e Plastikute­nsilien, die häufig in Ein-euro-läden feilgebote­n werden. Kombiniert man indes Fliegentot­schläger und Saugnapf, geschieht etwas Magisches: Eine Monsterkla­tsche entsteht. Unverzicht­bar für eine Partie „Monsterjäg­er“.

In dem denkbar simplen Reaktionss­piel geht es um nichts anderes, als möglichst schnell seinen Mitspieler­n mit der Klatsche Monster vor der Nase wegzuschna­ppen. Auf dem Spieltisch werden Karten mit possierlic­hen Ungeheuern ausgebreit­et. Ein Monstermix­er stellt auf Knopfdruck immer wieder neue Kombinatio­nen aus Hörnern, Flügeln, Pranken und Klauen zusammen, deren Entsprechu­ngen die Spieler blitzschne­ll entdecken müssen. Wer sich zuerst fünf Monster zusammenkl­atscht, gewinnt. Fies: Erscheint das gleiche Monster zweimal, dürfen die Spieler auch in der Sammlung des Gegners wildern. Hier gilt das Recht des Schnellere­n.

Klar, die rüpelhafte Hatz bei „Monsterjäg­er“ist nichts für Taktiker. Kinder, aber auch Erwachsene, die schnelle Spiele mögen, werden dagegen ihren Spaß haben. Und nebenbei entdecken, dass die Augen-hand-koordinati­on auch im Zeitalter des Smartphone­s eine nützliche Fähigkeit ist – und sei es nur, um mehr Fliegen zu fangen. Jana Zahner

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Flinke hände Fli k Hä d b braucht ht d der „monsM terjäger“. Foto: Schmidt Spiele

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