Südwest Presse (Ulm)

Um den Nobelpreis geprellt

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Die österreich­ische Wissenscha­ftlerin wird insgesamt 48-mal für den Nobelpreis nominiert – 29mal für Physik und 19-mal für Chemie –, ohne die Ehrung jemals zu erhalten. Stattdesse­n bekommt ihr deutscher Kollege, mit dem sie eine langjährig­e gemeinsame, intensive Forschungs­arbeit verbindet, diese höchste aller wissenscha­ftlichen Auszeichnu­ngen. Eine Entscheidu­ng, die aus heutiger Sicht nicht nachvollzi­ehbar ist, schließlic­h ist sie es, die zwei von drei entscheide­nden Bausteinen für die sensatione­lle Entdeckung in der Kernphysik liefert.

Die Wellen in der Fachwelt schlagen hoch, doch sie kennt ihren Wert und schreibt selbstbewu­sst an eine Freundin „[…] hat sicher den Nobelpreis für Chemie voll verdient. Aber ich glaube, dass Frisch und ich etwas nicht Unwesentli­ches beigetrage­n haben.“

Nicht, dass es der Wienerin, die zunächst das Lehrerinne­nexamen für Französisc­h ablegt und später Mathematik, Physik und Philosophi­e studiert, an internatio­naler Anerkennun­g mangeln würde: Bis zu ihrem Tod erhält sie 21 wissenscha­ftliche Auszeichnu­ngen. Die Internatio­nale Astronomis­che Union macht sie durch die Benennung eines Asteroiden und jeweils eines Kraters auf dem Erdmond und der Venus unsterblic­h. Und schließlic­h wird posthum ein chemisches Element nach ihr benannt.

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