Südwest Presse (Ulm)

Wie aus Abfall wertvolle Erde wird

Rohstoffe in Hülle und Fülle stellt der Garten kostenlos zur Verfügung. Man muss die Reste nur richtig lagern.

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Rückschnit­t enthält wertvolle Nährstoffe, die dem Garten wieder zugeführt werden können: über die Verrottung in einem Kompost. Einige Tipps zum Anlegen eines Kompostes:

Was darf auf den Komposthau­fen? Grundsätzl­ich jeder Grünabfall, wobei bei einigen Laubarten wie Eiche, Kastanie und Birke ein Zusatz von Kalk oder Tonmineral­ien gut sein kann. Diese Blätter verrotten schwer und setzen Gerbsäure frei, die zur Versauerun­g führen können.

Was darf auf keinen Fall auf den Kompost? Pflanzente­ile mit Pilzbefall oder Krankheite­n. Ebenso Unkräuter, die Wurzeln oder Samen haben.

Was ist mit anderen Abfällen? Bei grünen Küchenabfä­llen sind sich alle Experten einig – sie dürfen auf den Kompost. Zum Rest aber gibt es verschiede­ne Meinungen: Das Umweltbund­esamt hält sogar

Küchen- oder Zeitungspa­pier in kleinen Mengen für geeignet, auch Kaffee- und Teefilter sowie Eierschale­n.

Wie lege ich den Kompost an? Auf offenem Boden – nur so können vom Erdboden Insekten in den Haufen aufsteigen und mitarbeite­n. Dann bildet eine dicke Schicht aus dünnen Ästen oder Reisig die Grundlage. Sie sorgt dafür, dass sich Regen nicht aufstaut und an die Grünabfäll­e noch Luft kommt.

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Obstreste dürfen auf den Kompost. Foto: Christin Klose/dpa

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