Der Pen­ny-samm­ler

Südwest Presse (Ulm) - - Erste Seite -

Ei­ne Py­ra­mi­de zu bau­en, ist meist kein Zu­cker­schle­cken. Die al­ten Ägyp­ter lie­ßen da­für einst Tau­sen­de Skla­ven schuf­ten, in sen­gen­der Hit­ze, an­ge­trie­ben nicht sel­ten mit Peit­schen­hie­ben. Die Ar­beit muss­te ja vor­an­kom­men! Aber auch auf dem ame­ri­ka­ni­schen Kon­ti­nent ste­hen Py­ra­mi­den, in Chi­na, und, ja, auch in Cott­bus oder Karls­ru­he: dort et­was klei­ner, aber auch dem To­ten­kult ge­wid­met als Be­gräb­nis­stät­te für den Fürs­ten von Pück­ler-mus­kau be­zie­hungs­wei­se Karl-wil­helm von Ba­den-dur­lach.

Als Py­ra­mi­den-er­bau­er ganz an­de­rer Art er­wies sich ein ge­wis­ser Co­ry Niel­sen aus West Val­ley im Us-bun­des­staat Utah. Er sam­mel­te Pen­nies, die er auf qua­dra­ti­scher Gr­und­flä­che Schicht auf Schicht nach oben ver­jün­gend auf­ein­an­der­sta­pel­te. Bis das et­wa manns­ho­he Ge­bil­de fer­tig war, ver­gin­gen cir­ca drei Jah­re. Niel­sen muss ein be­son­de­rer Cha­rak­ter sein. Die Ar­beit, die un­ge­heu­re Ge­duld und Ak­ku­ra­tes­se ver­lang­te, ha­be ihn ent­spannt er­klär­te er. Er schaff­te es oh­ne Kleb­stoff oder Schwei­ßen – um dann, als er fer­tig war, sein Werk wie­der um­zu­sto­ßen. „Kei­ne gro­ße Sa­che“, wink­te Niel­sen ab. Ins Guin­ness Buch der Welt­re­kor­de hat er es al­ler­dings ge­schafft. Und dürf­te nun der ein­zi­ge Py­ra­mi­den-er­bau­er sein, der hin­ter­her mehr Geld hat­te als vor­her. Die mehr als ei­ne Mil­li­on Py­ra­mi­den-pen­nies, die er sä­cke­wei­se zur Bank brach­te, er­ga­ben sat­te 10 000 Dol­lar.

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