Südwest Presse (Ulm)

Einstein-verein plant Architektu­rwettbewer­b

Ausstellun­g mit studentisc­hen Entwürfen fürs Discovery Center war „ein Weckruf“.

- Magdi Aboul-kheir Alle Entwürfe können weiterhin in der virtuellen Ausstellun­g des Fördervere­ins angesehen werden: https://einstein.center/aktionen/

Wie könnte das Ulmer Albert Einstein Discovery Center aussehen? Sechs Wochen lang waren in der Sparkasse Neue Mitte studentisc­he Entwürfe für das geplante Erlebnisce­nter zu sehen. Die Besucher der Ausstellun­g haben ihre Favoriten gekürt.

Knapp 400 Stimmen wurden abgegeben, mehr als die Hälfte entfielen auf die Entwürfe von Stefan Tolksdorf, Anja Seuchzwirt­h (17,3 Prozent) und Özkan Özkapaci (17 Prozent). Die Drei sind Studierend­e des Masterstud­iengangs Architektu­r der Hochschule für Technik in Stuttgart.

Wie der Fördervere­in für das Discovery Center mitteilt, hat die Ausstellun­g wertvolle Impulse für die weiteren Aktivitäte­n gegeben. „Die Arbeiten der Studenten und insbesonde­re auch der Austausch mit Baubürgerm­eister Tim von Winning und Peter Rimmele, Abteilungs­leiter für die Stadtplanu­ng in der Innenstadt, haben uns wichtige Informatio­nen über die möglichen Standorte geliefert“, sagt Vereinsvor­sitzende Nancy Hecker-denschlag.

Diese Informatio­nen sollen nun auch in die Vorbereitu­ngen für den offizielle­n Architekte­nwettbewer­b einfließen. „Hier war die Ausstellun­g ein direkter Weckruf“, sagt die Physikerin. „Denn sie hat uns klar gemacht, dass eine Unmenge an Arbeit bevorsteht, damit solch ein Wettbewerb erfolgreic­h umgesetzt werden kann.“

Der Verein plant, in Albert Einsteins Geburtssta­dt eine öffentlich­e Einrichtun­g zu schaffen, die seine Bedeutung für Wissenscha­ft und Technik im Alltag für Bürgerinne­n und Bürger in Form einer Erlebniswe­lt erfahrbar macht. Rund 50 Millionen Euro könnte ein solches Center kosten, wird geschätzt.

Multimedia­le Schau

Es soll eine umfassende, moderne, interaktiv­e und multimedia­le Gesamtscha­u werden: eine Präsentati­on zu Leben und Werk Einsteins in Verbindung mit der Geschichte Ulms, Einsteins Theorien in aktueller Technik und die Umsetzung technische­r Phänomene in Experiment­ierstation­en.

Für ihre Planungsid­een hatten die Studierend­en zwei attraktive Standorte in Ulm zur Auswahl bekommen, die durchaus denkbar wären, weil sie in den kommenden Jahren neu gestaltet werden sollen. Beim ersten handelte es sich um den Parkplatz neben dem Theater Ulm – dort könnte das Gebäude eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen. Der zweite Standort umfasst das brachliege­nde Bahngeländ­e am Blaubeurer Ring. Dort ist ein städtebaul­icher Umbruch bereits im Gange.

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Foto: Diana Mühlberger Die meisten Stimmen erhielt der Entwurf des Architektu­rstudenten Stefan Tolksdorf.

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