DE­BAT­TE@SZ

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - FORUM & LESERBRIEFE VORAUSGEEILT BELASTUNG -

„Hilft das Psy­chisch-Kran­kenHil­fe-Ge­setz wirk­lich?“Das frag­te die SZ die Nut­zer ih­rer In­ter­net-Fo­ren. Hier Ant­wor­ten in Aus­zü­gen:

„Ei­ne kran­ke Person zu be­han­deln wie ei­nen Straf­tä­ter, ist schon sehr per­fi­de. Vie­le Leu­te, die von sol­chen Krank­hei­ten be­trof­fen sind, wer­den sich zwei­mal über­le­gen, ob sie sich noch in Be­hand­lung be­ge­ben.“(Grac­co auf SZ.de)

„Das ist ei­ne Ka­ta­stro­phe. Vie­le Men­schen ha­ben ei­ne Zeit lang in ih­rem Le­ben ei­ne De­pres­si­on. Die kann zu­meist be­han­delt wer­den. Die­ses Ge­setz ist un­trag­bar für un­se­re Ge­sell­schaft. Es muss ver­hin­dert wer­den.“(Sylvia Kuz­nia auf SZ.de)

„Bay­ern hat ein ge­stör­tes Ver­hält­nis zu Er­kran­kun­gen. Das hat die CSU schon bei HIV deut­lich ge­zeigt. Ein Re­gis­ter über Er­kran­kun­gen für Be­hör­den ein­seh­bar? Wie geht das mit der Schwei­ge­pflicht zu­sam­men?“(fm­raaynk auf SZ.de)

„Bei zur Ge­walt nei­gen­den Men­schen hilft das. Aber ge­ne­rell für al­le, die de­pres­siv sind, ist solch ein Ge­setz ein un­zu­läs­si­ger Ein­griff. Denn die Ärz­te stel­len fest, ob von je­man­dem, der psy­chisch krank ist, Ge­fahr für an­de­re aus­geht. Ei­ne ins­ge­samt bes­se­re Be­treu­ung in so­zia­ler Hin­sicht und mehr Er­ho­lungs- und Hei­lungs­mög­lich­kei­ten für Er­krank­te wä­ren na­tür­lich zu be­grü­ßen.“(Tat­sa­chen­se­her auf SZ.de)

„Nach­dem sich die psy­chi­schen Stö­run­gen end­lich lang­sam von ih­rer Stig­ma­ti­sie­rung lö­sen, wür­de dies ei­nen un­glaub­li­chen Rück­schritt für ein Ge­biet be­deu­ten, das je­den be­tref­fen kann. Ei­ne Schan­de für Bay­ern und auch ein Grund zu hin­ter­fra­gen, was die Re­gie­rung sich bei sol­chen Schrit­ten denkt.“(Ma­xi­mi­li­an Ge­org auf SZ.de)

„Es braucht nicht wahn­sin­nig viel Fan­ta­sie, um die­se An­sät­ze zu ex­tre­men Aus­wüch­sen wei­ter­zu­den­ken. Staat­li­che Re­gis­ter von An­ders­ar­tig­keit, egal ob po­li­tisch, ge­sund­heit­lich, welt­an­schau­lich oder eth­nisch, sind mit ei­nem frei­heit­li­chen De­mo­kra­tie­ver­ständ­nis nicht zu ver­ein­ba­ren.“(Ja­kob.Hu­es­ken auf SZ.de)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.