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Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - FORUM & LESERBRIEFE VORAUSGEEILT BELASTUNG -

Ge­hör­schutz und Dis­zi­plin

„Ge­fah­ren­ge­neig­te Tä­tig­keit“vom 9. April: Nach 45 Jah­ren Rock­mu­sik ken­ne ich das Pro­blem der zu ho­hen Laut­stär­ke und der da­bei mög­li­chen Ge­hör­schä­den zur Ge­nü­ge. Des­halb ist Ihr Ar­ti­kel sehr wich­tig, in ei­nem Punkt je­doch er­gän­zungs­be­dürf­tig: Sie schrei­ben, dass Mu­si­ker ih­re In­stru­men­te ver­zerrt hö­ren, wenn ein Ge­hör­schutz be­nutzt wird. Das trifft nach mei­ner Er­fah­rung nur bei bil­li­gen Oh­ren­st­op­fen zu. Ein gu­ter Ge­hör­schutz vom Hör­ge­rä­teakus­ti­ker dämpft na­he­zu al­le Fre­quen­zen gleich­mä­ßig; das nor­ma­le Hö­ren wird nicht be­ein­träch­tigt. Al­ler­dings funk­tio­niert das nur bis zu be­stimm­ten Laut­stär­ken. Die neu­es­te Ent­wick­lung ist ein ak­ti­ver, elek­tro­nisch ge­re­gel­ter Ge­hör­schutz, der ab Über­schrei­tung ei­ner be­stimm­ten Laut­stär­ke den Pe­gel oh­ne Klang­ver­lust her­un­ter­re­gelt.

Ei­gent­lich könn­ten auch Orches­ter­mu­si­ker In-Ear-Mo­ni­to­re be­nut­zen und da­mit ih­ren ma­xi­ma­len Pe­gel selbst ein­stel­len.

Die „rich­ti­ge“Laut­stär­ke ist dar­über hin­aus ein span­nen­des Phä­no­men: Mit­te letz­ter Wo­che ha­be ich in ei­ner klei­nen Kn­ei­pe elek­trisch ver­stärkt mit akus­ti­scher Gi­tar­re ge­spielt (das ist dort lei­der so üb­lich). Das Pu­bli­kum hat sich da­bei un­ter­hal­ten. Als der Wirt selbst et­was zum bes­ten

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