Männ­lich, weib­lich, di­vers

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - 6 POLITIK - Dpa

Berlin – Die Re­gie­rungs­plä­ne zur Ein­füh­rung ei­ner drit­ten Ge­schlechts­op­ti­on im Ge­bur­ten­re­gis­ter sto­ßen im Bun­des­tag auf er­heb­li­che Kri­tik. Bei der ers­ten Le­sung gab es zwar grund­sätz­lich viel Zu­stim­mung für das Vor­ha­ben, ne­ben „männ­lich“und „weib­lich“auch die Op­ti­on „di­vers“zu­zu­las­sen – doch dass da­für die Vor­la­ge ei­nes ärzt­li­chen At­tests vor­ge­schrie­ben werden soll, be­klag­ten vie­le Ab­ge­ord­ne­te als über­flüs­si­ge Schi­ka­ne für in­ter- und trans­se­xu­el­le Men­schen. Mit der Re­form wird ei­ne Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts um­ge­setzt. Die bis­he­ri­ge Pflicht, ei­nen Men­schen dem männ­li­chen oder weib­li­chen Ge­schlecht zu­zu­ord­nen, wur­de dar­in als Ver­stoß ge­gen das Per­sön­lich­keits­recht ge­wer­tet.

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