PER­SO­NA­LI­EN

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - 24 WIRTSCHAFT - Hm

et­wa das Br­ex­it-Vo­tums der Bri­ten, trei­be ihn mehr um als man­che Un­ter­neh­mens­ent­schei­dung und Bran­chen­dis­kus­si­on. Die Ma­na­ger der Un­ter­neh­men müss­ten er­ken­nen, „dass wir in Sum­me nicht gut ge­nug die Vor­zü­ge er­klärt ha­ben“, sag­te Sp­ohr. Das wie­der­um ha­be es Geg­nern von Eu­ro­pa bis­lang zu leicht ge­macht, die Ein­heit in­fra­ge zu stel­len. Er selbst ha­be Eu­ro­pa als Ju­gend­li­cher im Wort­sin­ne er­fah­ren, sag­te der Flug­ka­pi­tän mit Wirt­schafts­di­plom: Per In­ter­rail sei er durch die Ge­gend ge­fah­ren und ha­be an­de­re Kul­tu­ren ken­nen- und schät­zen­ge­lernt. Und ge­ra­de die Eu­ro­päi­schen Uni­on mit all ih­ren Pro­ze­du­ren hal­te er da­bei für wich­tig und un­ter­stüt­ze et­wa auch den Struk­tur­aus­gleich: Die Luft­han­sa ver­die­ne ihr Geld auch mit Des­ti­na­tio­nen in der­zeit noch wirt­schafts­schwä­che­ren Län­dern, et­wa in Ost­eu­ro­pa. Wenn nun ein Teil die­ser Wert­schöp­fung über Steu­ern und EU-För­der­töp­fe dort­hin zu­rück­flie­ße, dann sei das durch­aus „nicht des Teu­fels“, sag­te Sp­ohr. Schließ­lich ge­he es nicht nur dar­um, al­ler­lei Städ­te an­zu­flie­gen, son­dern auch – im Rah­men des mög­li­chen – nach­zu­den­ken, ob man vor Ort et­was zu ei­nem bes­se­ren Le­ben bei­tra­gen kön­ne. So ver­fah­re die Luft­han­sa et­wa auch in Kap­stadt, wo man Schul­pro­jek­te un­ter­stüt­ze.

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