Min­des­tens 504 Eu­ro für Azu­bis

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - 28 WIRTSCHAFT -

Mün­chen – Die von der Bun­des­re­gie­rung ge­plan­te Min­dest­ver­gü­tung für Aus­zu­bil­den­de soll zu­nächst 504 Eu­ro im Mo­nat be­tra­gen. Das hat Bil­dungs­mi­nis­te­rin An­ja Kar­lic­zek (CDU) vor­ge­schla­gen. Im zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr sol­len fünf Pro­zent da­zu­kom­men, im drit­ten zehn und im vier­ten 15 Pro­zent. Kar­lic­zek will da­mit die im Ko­ali­ti­ons­ver­trag vor­ge­se­he­ne Un­ter­gren­ze ans Schü­ler-Bafög kop­peln. Der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund (DGB) und die SPD hal­ten dies für nicht aus­rei­chend. „So läuft die Min­dest­ver­gü­tung für Azu­bis weit­ge­hend ins Lee­re. Schon heu­te lie­gen na­he­zu sämt­li­che Ver­gü­tun­gen für Azu­bis weit ober­halb der 504 Eu­ro“, sagt die stell­ver­tre­ten­de DGBChe­fin El­ke Han­nack. Der DGB for­dert ei­nen Min­dest­satz von 80 Pro­zent der durch­schnitt­li­chen ta­rif­li­chen Aus­bil­dungs­ver­gü­tung des je­wei­li­gen Aus­bil­dungs­jah­res. Kar­lic­zek weist hin­ge­gen dar­auf hin, dass die Min­dest­ver­gü­tung bun­des- und bran­chen­weit gel­ten müs­se: „Al­so nicht nur in Nie­der­sach­sen und Hes­sen, son­dern auch in Sach­sen und Bran­den­burg.“Dort sind die Löh­ne oft deut­lich nied­ri­ger als im Wes­ten. Das Ge­setz soll An­fang 2020 in Kraft tre­ten.

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