Fran­zo­sen set­zen Rya­nair-Flie­ger fest

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - 28 WIRTSCHAFT - Dpa

Bor­deaux – Frank­reich hat ein Flug­zeug des Bil­lig­flie­gers Rya­nair am Flug­ha­fen Bor­deaux be­schlag­nahmt. Die iri­sche Air­line sol­le so da­zu ge­bracht wer­den, öf­fent­li­che Mit­tel zu­rück­zu­zah­len, teil­te die Luft­fahrt­be­hör­de mit. Das mit 149 Pas­sa­gie­ren be­setz­te Flug­zeug war am Don­ners­tag­abend auf dem Weg nach Lon­don, als es si­cher­ge­stellt wur­de. Nach An­ga­ben des Flug­ha­fens wa­ren die Flug­gäs­te be­reits an Bord des Flie­gers und muss­ten ihn schließ­lich wie­der ver­las­sen. Sie konn­ten den An­ga­ben zu­fol­ge aber mit fünf­stün­di­ger Ver­spä­tung noch am Abend mit ei­nem an­de­ren Flie­ger wei­ter­rei­sen. Von Rya­nair gab es zu­nächst kei­ne Re­ak­ti­on zu dem Vor­fall.

Hin­ter­grund ist ei­ne Ent­schei­dung der EU-Kom­mis­si­on von 2014. Rya­nair wur­de da­mals auf­ge­for­dert, staat­li­che Bei­hil­fen zu­rück­zu­zah­len. Der Flug­ge­sell­schaft sei­en am Lo­kal­flug­ha­fen An­gou­lê­me in den Jah­ren 2008 und 2009 Kon­di­tio­nen ein­ge­räumt wor­den, die den Wett­be­werb ver­fälsch­ten, hieß es da­mals. Es sei be­dau­er­lich, dass der Staat nun zu die­ser Maß­nah­me grei­fen muss­te, hieß es von der Luft­fahrt­be­hör­de.

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