Kar­tell­ver­dacht lässt Stahl­ak­ti­en sin­ken

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - 28 WIRTSCHAFT - Reu­ters/sz

Düs­sel­dorf – Die Bör­sen­wer­te deut­scher Stahl­kon­zer­ne sind am Frei­tag we­gen Kar­tel­ler­mitt­lun­gen ein­ge­bro­chen. Die Ak­tie von Thys­sen­krupp ver­lor zeit­wei­se gut zehn Pro­zent an Wert. Deutsch­lands größ­ter Stahl­her­stel­ler hat­te am Don­ners­tag nach Bör­sen­schluss mit­ge­teilt, dass Er­mitt­lun­gen we­gen mut­maß­li­cher Preis­ab­spra­chen bei Grob­blech und Flach­stahl vor­an­ge­schrit­ten sei­en. Da­her ha­be Thys­sen­krupp ei­ne Rück­stel­lung ge­bil­det und sein Ge­winn­ziel für das ab­ge­lau­fe­ne Ge­schäfts­jahr ver­fehlt. Auch die Salz­git­ter-Ak­tie brach am Frei­tag zeit­wei­se um mehr als vier Pro­zent ein. Der zweit­größ­te deut­sche Stahl­kon­zern hat nach ei­ge­nen An­ga­ben aber kei­ne neu­en Er­kennt­nis­se über Kar­tell­ver­fah­ren in der Bran­che. Des­halb ha­be Salz­git­ter auch kei­ne Rück­stel­lun­gen ge­bil­det. Das Bun­des­kar­tell­amt geht den mut­maß­li­chen Preis­ab­spra­chen be­reits seit ei­ni­gen Jah­ren nach. Das Ver­fah­ren lau­fe noch, heißt es bei der Be­hör­de. Thys­sen­krupp und Salz­git­ter sind bei­de Ge­gen­stand der Er­mitt­lun­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.