Ver­di legt Flug­hä­fen lahm

Ge­werk­schaft ruft zu Warn­streiks an die­sem Di­ens­tag auf

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - VORDERSEITE -

Mün­chen – In Deutsch­land wer­den an die­sem Di­ens­tag sehr vie­le Flü­ge aus­fal­len. Die Ge­werk­schaft Ver­di hat das Si­cher­heits­per­so­nal an acht Flug­hä­fen zu Streiks auf­ge­ru­fen: Bre­men, Dres­den, Er­furt, Frank­furt am Main, Ham­burg, Han­no­ver, Leip­zig/Hal­le und Mün­chen. In Frank­furt hat zu­sätz­lich auch der Be­am­ten­bund zum Streik auf­ge­ru­fen. Die­ser soll in der Nacht zum Di­ens­tag be­gin­nen und fast über­all den gan­zen Tag dau­ern. Die 23 000 Si­cher­heits­leu­te, die an den Flug­hä­fen Pas­sa­gie­re, Per­so­nal, Fracht und Wa­ren kon­trol­lie­ren, wer­den je nach Bun­des­land un­ter­schied­lich be­zahlt. Sie er­hal­ten zwi­schen 14,70 und 17,16 Eu­ro. Ver­di will, dass al­le künf­tig 20 Eu­ro pro St­un­de er­hal­ten. Der Bun­des­ver­band der Luft­si­cher­heits­un­ter­neh­men (BDLS) bie­tet, je nach Bun­des­land, 38 bis 80 Cent mehr. Die Ge­werk­schaft warf den Ar­beit­ge­bern vor, auf die Streiks in der ver­gan­ge­nen Wo­che nicht re­agiert zu ha­ben. Da­her sei „ei­ne Aus­deh­nung der Warn­streiks not­wen­dig ge­wor­den“, sag­te Ver­di-Vor­stands­mit­glied Ute Kit­tel. Die Ar­beit­ge­ber hiel­ten der Ge­werk­schaft „stu­res Ver­har­ren auf uto­pi­schen Wunsch­for­de­run­gen“vor, wie ihr Ver­hand­lungs­füh­rer Rai­ner Frie­berts­häu­ser sag­te. Mit „Ta­rif­ver­hand­lun­gen zwi­schen So­zi­al­part­nern“ha­be das nichts mehr zu tun. Die nächs­ten Ge­sprä­che soll es erst am 23. Ja­nu­ar ge­ben.

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