Er­be ver­prasst – kein Hartz IV

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - POLITIK -

Cel­le – Wer ein Er­be von 200 000 Eu­ro bin­nen zwei Jah­ren in der Kn­ei­pe ver­prasst, hat nach ei­nem Ur­teil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Nie­der­sach­sen-Bre­men da­nach kei­nen An­spruch auf So­zi­al­leis­tun­gen. Ein sol­ches Aus­ga­be­ver­hal­ten sei grob fahr­läs­sig und in ho­hem Ma­ße zu miss­bil­li­gen, be­fand das Ge­richt in Cel­le in ei­nem am Mon­tag ver­öf­fent­lich­ten Ur­teil. Da der Klä­ger, ein 51-jäh­ri­ger Hartz-IV-Emp­fän­ger aus Em­den, ei­ne Er­werbs­tä­tig­keit nicht be­ab­sich­tig­te, hät­te ihm klar sein müs­sen, dass er mit sei­nem so­zi­al­wid­ri­gen Ver­hal­ten in kur­zer Zeit wie­der auf staat­li­che Leis­tun­gen an­ge­wie­sen sein wür­de.

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