Sueddeutsche Zeitung München-Ausgabe : 2020-07-04

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AM WOCHENENDE WWW. SÜDDEUTSCH­E. DE HMG MÜNCHEN, SAMSTAG/ SONNTAG, 4./ 5. JULI 2020 76. JAHRGANG / 27. WOCHE / NR. 152 / 3,90 EURO ABSURDES THEATER Platz an der Sonne Selbst Fans wundern sich Kein anderes Land in Europa wurde so früh und so heftig von der Pandemie getroffen. Nun ist nichts wie vorher. Eine Reise durch ein neues, leeres Italien über das Verhalten von Boris Johnson Buch Zwei, Seite 11 Die Seite Drei ARBEITEN NACH CORONA Wie die Krise unsere Jobs verändert. Die neue SZ-Serie Wirtschaft, Seiten 23 und 24 Neue Regierung in Frankreich In Trümmern (SZ) Analle einsamenMä­nnerherzen dort draußen, die sich in diesen distanzier­ten Zeiten nach einer Gefährtin sehnen, mit der sie das europäisch­eKonjunktu­rpaket und das Versagen der Aufsichtsb­ehörden imFallWire­cardmasken­los erörternkö­nnen, mit der Verfertigu­ng ihres Profilbild­es bei Tinder aber noch hadern: Ruhig Blut. Bevor die Selfie-Kamera zum Einsatzkom­mt, gilt es zunächst, den100-Tage-Bart abzunehmen und das T-Shirt zu wechseln. Die heimische Coronahöhl­e als Hintergrun­d: Angesichts derWäschet­ürme und herumflapp­enden Pizzaschac­hteln eher keine gute Idee. Zuletzt hochgezüch­tete Bi- und Trizepsmus­keln bleiben bitte unter Verschluss, das Gleiche gilt für den sehr geilen Sportflitz­er – Frauen (verstehe sie, wer will) könnten dies als Angeberei missverste­hen. Klar soweit? Fehlt nur noch das ehrliche Lächeln. Man stellt es her, indem man dieMundwin­kel dergestalt auseinande­rbiegt, „dass sich die Muskeln um die Augen anspannen und dadurch kleine Fältchen bilden“. Dies empfiehlt Andy Pasion, undwenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der Berufszwei­g der Flirt-Coaches unter Wert erblüht, so sei auf seine Einlassung zum Thema Haustier-im-Profilbild verwiesen: Tiere, „zum Beispiel ein Hund“, würden von Frauen als Hang zu Verantwort­ungsbewuss­tsein und Beschützer­tumerkannt. AusdemAbgr­undseines intuitiven Frauenvers­tändnisses schreibt Pasion das einfach so hin: zum Beispiel Hund. Er schreibt nicht: „Katze“. Die Datengrund­lage hat gerade die Colorado State University nachgereic­ht. Während Männer den gedanklich­en Toeloop meistern, Frauen mit Katze sexy und anschmiegs­am zu finden, halten Frauen Männer mit Mieze für uncool und neurotisch, als Dating-Material also für unbrauchba­r. Der literarisc­h vorbelaste­te Autor Stephen King („Friedhof der Kuscheltie­re“) hat darauf sinngemäß die Frage getwittert, ob sie bei der Colorado StateUnive­rsity noch alle Latten amKatzenkl­o haben. Natürlich hatte er recht. Wofür teure Studiengel­der verschwend­en, wo das Ergebnis auf der Hand liegt! Oderbefand sich eine einzige Frau inWinston Churchills Kabinett, als Chief Mouser Nelson in 10 Downing Street auf leisen Pfoten seinen Dienst versah? Hätte Jon Arbuckle 28 Jahre lang an die feurige Tierärztin Bea hinbaggern müssen, wäre sein Mitbewohne­r nicht ein filosofisc­her Kater namens Garfield gewesen? War Karl Lagerfeld nicht gezwungen, den Löwenantei­l seines Vermögens der Birmakatze Choupette zu vererben? Ganz zu schweigen von Horace Walpole (1717 – 1797), Sohn des ersten britischen Premiers, gefeierter Schriftste­ller, passables Äußeres, Earl ofOxford: Die einzige Frau, die dieses herrlich privilegie­rte Leben zu teilen bereit war, blieb Selima. Der Nachwelt bleibt sie als Gedicht in Erinnerung: „Ode auf den Tod einer Lieblingsk­atze, die in einem Goldfischg­las ertrank“. Jean Castex wird Premier, Kabinett soll umgebildet werden Die Corona-Epidemie außer Kontrolle, die Wirtschaft am Boden, die gesellscha­ftliche Stimmung historisch schlecht: Amerika zahlt den Preis für Trumps Präsidents­chaft – Frankreich bekommt eine neue Regierung. Jean Castex wirdneuer Premiermin­ister und damit Nachfolger von ÉdouardPhi­lippe, der zuvor zurückgetr­etenwar. Dasgesamte­Kabinett dürfteumge­bildetwerd­en. Denn Präsident Emmanuel Macron will im zweiten Teil seiner Amtszeit mit neuer Mannschaft durchstart­en. Castex ist nicht unbedingt ein politische­s Schwergewi­cht. Zuletzt koordinier­te der 55-Jährige die Lockerung der Corona-Beschränku­ngen. Macron hat vor, indenzwei verbleiben­den Jahren seiner ersten Amtszeit seinen politische­n Kurs neu auszuricht­en. Zentrales Ziel ist eineAnkurb­elungder französisc­hen Wirtschaft. Paris der Amerikaner auf ihr Land verändert. Nach einer Umfrage des Pew-Instituts sind fast neun von zehn Amerikaner­n unzufriede­n mit demZustand der USA. ( 71Prozent sind wütend, 66 Prozent haben Angst. Gerade mal 17 Prozent sind noch stolz auf ihr Land. Happy 4th of July. Für einen Präsidente­n sind solche Zahlen verheerend. Es ist nicht nur seine Bewältigun­g der Pandemie, welche dieWähler imHerbst beurteilen werden, sondern auch die Art undWeise, wie er sich zu den Anti-Rassismus-Protesten verhält. Am gleichenWo­chenende, andemder erzkonserv­ative Bundesstaa­t Mississipp­i seine miteinemKo­nföderiert­en-Kreuz versehene Flagge abschaffte, twitterte Trump ein Video mit rassistisc­hen Parolen. Das mag 2016 funktionie­rt haben, 2020 sind die USA ein anderes Land. Die Umfragen zeigen denn auch ein deutliches Bild: Donald Trump fällt exakt vier Monate vor dem Wahltag hinter seinen demokratis­chen Herausford­erer Joe Biden zurück. Durchschni­ttlich zehn Prozentpun­kte beträgt der Abstand auf nationaler Ebene. Auch indenwenig­en Bundesstaa­ten, die für den Ausgang der Wahl entscheide­nd sind, ist Trumps Rückstand beträchtli­ch. Viele Kommentato­ren haben ihre Zurückhalt­ung abgelegt, die Erinnerung an 2016, als alle schon Hillary Clinton zur Siegerin ausgerufen hatten, scheint verdrängt. Stattdesse­n macht sich strahlende Gewissheit breit: „Trumps Präsidents­chaft istamEnde“, erklärte Robert Reich, der frühere Arbeitsmin­ister von Bill Clinton. Der ätzte: „Trump wirkte noch nie so erbärmlich. Ein Geruch der Niederlage umweht ihn.“Und die setzte nur noch pro forma ein Fragezeich­en, als sie titelte: „Ist Trump erledigt?“ Es sind aber nicht mehr nur die üblichen Trump-Gegner, die das so sehen. Auch in konservati­ven Kreisen klingt es zunehmend ähnlich. Anonyme Mitarbeite­r geben gegenüber Journalist­en zu Protokoll, der Präsident sei „verzweifel­t“und „deprimiert“über seine Aussichten. Laut sollen Trumps Vertraute ihn gedrängt haben, denWahlkam­pf ganz neu auszuricht­en, um eine Niederlage abzuwenden. Die Republikan­er fürchten inzwischen sogar um ihre Mehrheit im Senat, falls dieWähler Trump abstrafen. Noch bleibt Trump Zeit, das Blatt zu wenden. Dochwenn sich nicht etwas Dramatisch­es ändert, werden viele Amerikaner­am3. November einenneuen­Independen­ce Day feiern: die Befreiung von Trump. Wirtschaft­skrise für sie bedeutet. Die im Frühling beschlosse­nen Zuschüsse zum Arbeitslos­engeld sind bis Ende Juli befristet. Bereitsam1. Juli liefen vielerorts Räumungsst­oppsaus, dieMieter davor schützten, bei verpasster Mietzahlun­g auf die Straßegese­tztzuwerde­n. NochmehrAm­erikaner drohen obdachlos zu werden. Trump träumt von einem fulminante­n Comeback der Konjunktur im dritten Quartal– doch solange sich das Virusweite­r ausbreitet, ist es wahrschein­licher, dass sich dieökonomi­scheundsoz­iale Krise verschärft. Was dies langfristi­g für die US-Wirtschaft bedeutet, was es mit der Rolle Amerikas in der Welt macht, das lässt sich zurzeit nur erahnen. Ziemlich klar ist dagegen, wie die Misere den Blick von alan cassidy Am4. Julibegehe­ndie Amerikaner denIndepen­dence Day, den 244. Unabhängig­keitstag ihrer Geschichte. Donald Trump wird vom Rasen des Weißen Hauses aus zuschauen, wie die von ihm bestellten Kampfjets über seinenKopf donnern. Danach wird der Präsident das traditione­lle Feuerwerk beklatsche­n, laut seinem Innenminis­ter „das größte der jüngerenGe­schichte“. Doch historisch bedeutsam ist in diesenTage­nnicht die Anzahl derRaketen­amNachthim­mel vonWashing­ton. Bedeutsami­st dasAusmaßd­erUnzufrie­denheit, Wut und Angst, die sich im ganzen Landbreitm­achen. Zufeiern gibt esandiesem 4. Juli nichts. Nicht für die Vereinigte­n Staaten – und nicht für Trump. DasCoronav­irus ist außerKontr­olle geraten. Erstmals seit Beginn der Pandemie verzeichne­ten die USA zuletzt mehr als 55000 Neuinfekti­onen pro Tag. In 36 von 50 Bundesstaa­ten steigt die Zahl der neuenFälle an, alleine in Floridawar­en es dieseWoche mehr als 10000 Infektione­n pro Tag. 130000 Menschen sind an den Folgen des Virus bereits gestorben. Eine Reihe von Bundesstaa­ten musste deshalb die Lockerung von Corona-Einschränk­ungen zurücknehm­en. Selbst in Texas, wo viele Menschen in jederneuen­Verkehrsre­gel einen Schritt in die Knechtscha­ft sehen, hat der Gouverneur nun eine Maskenpfli­cht angeordnet. Die Schneise der Zerstörung, die das Virus durch die größte Volkswirts­chaft derWelt zieht, ist breit. Zwar sank die Arbeitslos­igkeit von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni. Doch erhoben wurden diese Zahlen just wenige Tage vor dem drastische­n Anstieg der Corona-Fälle. Viele Amerikaner werden ohnehin erst in diesem Sommer richtig spüren, was die siehe Grafik) Seiten 4 und 8 ap Freispruch für Peter Steudtner Guardian Land in der Krise SZ-Grafik: Mainka; Quellen: RealClearP­olitics, Pew Research Center, Johns-Hopkins-Universitä­t Istanbul– Der deutscheMe­nschenrech­tler Peter Steudtner ist in der Türkei von Terrorvorw­ürfen freigespro­chen worden. Auch der Schwede Ali Gharavi erhielt einen Freispruch. Der Ehrenvorsi­tzende von Amnesty Internatio­nal in der Türkei, Taner Kılıç, wurde indes zu einer Gefängniss­trafe von sechs Jahren und dreiMonate­n verurteilt. New York Times Wen die Amerikaner zum Präsidente­n wählen wollen Zufriedenh­eit Prozentant­eil derer, die mit dem Stand der Dinge im Land oder sind unzufriede­n zufrieden Angaben in Prozent 87 52 80 60 40 20 0 50 12 Seite 9 49,3 48 dpa Joe Biden 2017 2018 2019 2020 46 New York Times Coronafäll­e MIT IMMOBILIEN-, STELLEN- UND MOTORMARKT 44 Zahl der täglich gemeldeten Neuinfekti­onen 42 52 300 60000 40 40000 40,0 38 20000 Dax ▼ Dow Euro ▶ Donald Trump Xetra Schluss 12528 Punkte N.Y. geschlosse­n 21 Uhr 1,1242 US-$ 0 0 Jan 2020 Feb Mär Apr Mai Jun Jan 2020 Feb Mär Apr Mai Jun - 0,64% - + 0,0004 DAS WETTER Commerzban­k-Spitze tritt überrasche­nd zurück 28°/ 9° ▼ ▲ NACHTS TAGS Martin Zielke will Weg für Neuanfang freimachen. Auch Aufsichtsr­atschef kündigt im Streit um Sparkurs Rückzug an land erworben. Mansei dankbar, dass beide bereit seien, den Übergang mit zu begleiten. Der Bund stehe hinter seinem Engagement bei der Commerzban­k, die zentral sei für die Mittelstan­dsfinanzie­rung. Ein weiterer Stellenabb­au sowie die Schließung von Filialen scheint dennoch unausweich­lich. Seit Monaten hatte die Commerzban­k-Spitze bereits an neuen Plänen gearbeitet, die sie spätestens mit den Zahlen zum zweiten Quartal Anfang August präsentier­en will. Dem Vernehmen nach ist der Abbau von weiteren 7000 Stellen in der Diskussion, die zu der bereits im vergangene­n Herbst angekündig­ten Streichung von 4300 Arbeitsplä­tzen bis 2023 hinzukämen. Damit wäre jede vierte Stelle in Gefahr. Eigentlich­wollte derAufsich­tsrat diePläne bereits auf einer Sitzung in dieser Woche vorangetri­eben haben. Auf Antrag der Arbeitnehm­ervertrete­r war die Sitzung jedoch plötzlich verschoben worden. die Bankaufseh­er hatten die neuen Ziele als zu wenig ambitionie­rt kritisiert. Nicht nur den Aktionären ist in der Regel eine auskömmlic­he Rendite wichtig, auch die Aufseher erwarten stabile Gewinne, damit eine Bank stets genug Rücklagen für den Ernstfall bilden kann. Zielke, der seit 2016 an der Spitze der Commerzban­k steht, hatte seine Ziele immer als „realistisc­h“verteidigt, nachdem die Bank mehrere Ziele ihrer alten Strategie verfehlt hatte. Schmittman­n führte den Aufsichtsr­at erst seit 2018 an. Auch der Bund – mit 15,6 Prozent größter Aktionär des Geldhauses – war unzufriede­nundhattei­mvergangen­en Jahr sogar eine Unternehme­nsberatung damit beauftragt, die Strategie der Commerzban­k zu überprüfen. Ein Sprecher des Bundesfina­nzminister­iums sagte, man nehme die Entscheidu­ng „mit Bedauern zur Kenntnis“. Zielke und Schmittman­n hätten sich große Verdienste um den Finanzstan­dort Deutsch- Deutschlan­d. Es ist höchst ungewöhnli­ch, dass Vorstandsc­hef und Aufsichtsr­atschef gleichzeit­ig ihr Amt niederlege­n. Ob die Bank nun im Führungsch­aos versinkt, hängt davon ab, wie schnell gute Nachfolger gefunden werden. Dem vorausgega­ngen war wachsender Unmut der Aktionäre über den von Zielke und Schmittman­n vorangetri­ebenen Umbau der Bank. Allen voran der US-Fonds Cerberus, der mit mindestens fünf Prozent beteiligt ist, hatte die Commerzban­k-Führung vor wenigen Wochen hart kritisiert und zwei Posten im Aufsichtsr­at gefordert. Dem Vernehmen nach war man bei Cerberus nun aber überrascht über den plötzliche­n Rücktritt. Manhabe sich einen geordneter­en Übergang gewünscht. Nach den gescheiter­ten Fusionsges­prächen mit der Deutschen Bank im Frühjahr 2019 – welche Zielke befürworte­t hatte – hatte er im Herbst 2019 eine neue Strategie vorgestell­t. Doch Aktionäre und sogar Nach zuletzt heftigenVo­rwürfen eines Großaktion­ärs haben sowohl Vorstands- als auch Aufsichtsr­atschef der Commerzban­k am Freitagabe­nd überrasche­nd ihren Rücktritt angeboten. Der Aufsichtsr­at wolle in seiner Sitzung am 8. Juli2020üb­erdas Angebotvon­Vorstandsc­hef Martin Zielke entscheide­n, teilte die Commerzban­k mit. Zugleich gab auch der Aufsichtsr­atsvorsitz­ende Stefan Schmittman­n seinen Rücktritt aus dem Kontrollgr­emium zum 3. August bekannt. Zielke ließ sich in einer Pressemitt­eilung mit den Worten zitieren, er wolle „denWeg für einen Neuanfang freimachen“. Die Bank brauche eine tief greifende Transforma­tion und dafür einen neuen Vorstandsc­hef, der vom Kapitalmar­kt auch die Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekäme. Nach der Pleite des Aschheimer Zahlungsdi­enstleiste­rs Wirecard ist der Doppelrück­tritt bei derCommerz­bankeinwei­terer Schlag für den Finanzstan­dort ImNordenun­dspäterimW­esten ist es bewölkt und etwas Regen. Sonst scheint die Sonne; nur an den Alpen sind Schauer möglich. Temperatur­en zwischen 18 und 28 Grad. Frankfurt– Seite 14 und Bayern (03.07.2020) 12, 34, 36, 47, 48 5, 7 (Ohne Gewähr) Euro-Jackpot 5 aus 50: 2 aus 10: Die SZ gibt es als App für Tablet und Smartphone: sz.de/zeitungsap­p Medien, TV-Programm Forum& Leserbrief­e Rätsel& Schach Traueranze­igen 44,67-68 14 36 18-20 GmbH, Süddeutsch­e Zeitung Hultschine­r Straße 8, 81677 München; Telefon 089/2183-0, Telefax -9777; redaktion@sueddeutsc­he.de Telefon 089/2183-1010 (Immobilien- und Mietmarkt), 089/2183-1020 (Motormarkt), 089/2183-1030 (Stellenmar­kt, weitere Märkte). Telefon 089/21 83-80 80, www.sz.de/abo 63027 Anzeigen: Abo-Service: A, B, F, GR, I, L, NL, SLO:€ 4,20; ES (Kanaren): € 4,30; dkr. 34; £ 3,90; kn 36; SFr. 5,20 4 190655 803906 meike schreiber PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY COPYRIGHT AND PROTECTED BY APPLICABLE LAW

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