Sueddeutsche Zeitung München-Ausgabe : 2020-07-04

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23 Nr. 152, Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2020 DEFGH HF3 WIRTSCHAFT Wirecard I Ein unglaublic­her Skandal – und immer neue Enthüllung­en. Großer SZ-Überblick Seiten 30/31 WIRECARD Wie konnte das passieren? fürdenwird­es oft finanziell knapp. 40Prozent sagen, sie kämen mit Kurzarbeit­ergeld maximal drei Monate über die Runden. „Die Schwächste­n sind von der Krise amstärkste­n betroffen“, beobachtet Bettina Kohlrausch, Direktorin des gewerkscha­ftsnahen WSI-Instituts. Das größte Jobrisiko haben Bürger ohne Ausbildung. Ihre Arbeitslos­enquote stieg um ein Drittel auf dramatisch­e 22 Prozent. Ein Grund dafür ist, dass wegen Corona Arbeitsmar­ktprogramm­e dicht waren. Während 2008 vorwiegend eine Krise männlicher Industriea­rbeiter war, erwischt es nun viele Frauen. In der Finanzkris­ewar ihre Arbeitslos­enquote sogar gesunken. Jetzt macht sich bemerkbar, dass überdurchs­chnittlich viele von ihnen in Branchen wie Kultur, Erholung und Gastronomi­e tätig sind. Unter Kurzarbeit leidet stärker, wer weniger verdient. Und weibliche Vollzeitkr­äfte verdienen unabhängig von der Branche mit 3000 Euro brutto imMonat im Mittel 500 Eurowenige­r als Männer. Dazu kommt, dass Frauen offenbar einen größeren Teil der ausgefalle­nen Kinderbetr­euung übernehmen. Der große Sturz von marc beise von alexander hagelüken A E s ist ja nicht so, dass eskeine Anzeichen gab. Über die Firma Wirecard ist viel geredet worden, seit Jahren schon. Über ihre Anfänge imSchmudde­lmilieu. Über den schwer zu durchschau­enden Milliarden­konzern. Über mögliche Unregelmäß­igkeiten. „Die haben Dreck amStecken“, sagten die einen, und andere: „Die sind zuschnellg­ewachsen, dieblicken selbst nicht mehr durch.“Dennoch: Einen derart gigantisch­en Betrug, wie er sich jetzt abzeichnet, hätte in Deutschlan­d kaum jemand für möglich gehalten. Nicht die Wirtschaft­sprüfer und Aufseher, nicht die Politiker, sicher nicht dieanständ­igen Mitarbeite­r, und auch nicht die Journalist­en, obwohl einige Wirecard seitMonate­n hart auf der Spur waren. Hättet Ihr mal besser hingeguckt, hört man jetzt, und: Wie konnte das passieren? Wer ganz groß einsteigen will, stellt die Systemfrag­e, die nach der Herrschaft des Geldes im Kapitalism­us oder gar die nach der Funktionsf­ähigkeit der Marktwirts­chaft, in der jeder seinen Vorteil suchen soll, was am Ende dem großen Ganzen dient. Wenn das aber immer wieder einige gewissenlo­s ausreizen können – ist dann nicht das System diskrediti­ert, 90 Jahre nach der härtesten aller rhetorisch­en, der Brecht’schen Frage: Was ist ein Einbruchin eineBankge­gen die Gründung einer Bank? (Wirecard ist, wie passend, unter anderem auch eine Bank.) Sind alle – Politik, Behörden, Medien – willfährig­e Gefangene des Systems? Nein, die schlüssige­ren Argumente haben immer noch diejenigen, die kein besseres Prinzip sehen als das der Marktwirts­chaft, samt Kapital und Börse. Dieses System hat die Welt über die Jahrzehnte besser gemacht, es hat technische­n Fortschrit­t ermöglicht, Hunger gelindert und soziale Errungensc­haften finanziert, und besonders gut hat es dort funktionie­rt, wo die Wirtschaft­sordnung einen maßvollen gesetzlich­en Rahmen bekommen hat und einen sozialen Auftrag: in Deutschlan­d. Diese Marktwirts­chaft ist, bei allen Fehlern, der kongeniale Begleiter der politische­n Freiheit. Der Gegenentwu­rf einer staatlich gesteuerte­n Wirtschaft hat nie funktionie­rt, und ob die Volksrepub­lik China im 21. Jahrhunder­t das Gegenteil lehrt, ist sehr die Frage. lsDeutschl­and zuletzt vier Millionen Arbeitslos­e beklagen musste, hieß der US-Präsident noch GeorgeW. Bush. Die Fußball-Bundesliga gewann damals 2007 der VfB Stuttgart, seither öfter in der zweiten Liga. So weit also liegt die Arbeitslos­enzahl zurück, die nach dendüstere­n Szenarien dieses Jahr wieder droht. 600000Arbe­itslose hat dieCorona-Pandemie bereits verursacht. Sie wirbelt das Berufslebe­n vieler Deutscher durcheinan­der, die sich ansichere Jobsundreg­elmäßige Lohnzuwäch­se gewöhnt hatten. Wie sehr Coronadas Berufslebe­n verändert, lässt sich erst erahnen, aber es zeichnet sich manches ab. So stempelt die Krise diesmal andere Gruppen zu Verlierern als der Einbruch nachdemFin­anzcrash 2008: Die Corona-Pandemie kostet Hunderttau­sende Jobs, lässt Löhne stagnieren und trifft insbesonde­re Frauen und junge Menschen. Doch es gibt Hoffnung, dass es am Arbeitsmar­kt spätestens nächstes Jahr wieder viel besser laufen könnte ARBEITEN NACH CORONA – WIE DIE KRISE UNSEREN JOB VERÄNDERT Der Corona-Schock Millionen Arbeitslos­e im Jahresdurc­hschnitt viele Frauen etwa. 2008 war anders, weil die Firmen aus einem Boom kamen. Diesmaldag­egen schwächelt­e die Industrie bereits, bevor Corona ihre Exporte pulverisie­rte. Die Autoherste­ller produziert­en schon2019 sowenig wie zuletzt vor20Jahre­n. Die Vorzeigebr­anche steckt in einem Wandel weg vom Verbrennun­gsmotor, bei dem die neuen Jobs womöglich nicht in Deutschlan­d entstehen. Undfalls dieMensche­n nach Corona dauerhaft mehr online kaufen und weniger reisen, fallen Stellen für immer weg. 5 4 3,5* 3 2,8* 2 Wie schlimm es wird * Szenarien für 2020 SZ- Grafik; Quelle: Bundesagen­tur für Arbeit, IAB, ifo. Wer seinen Optimismus erhalten will, ruft bei Enzo Weber an, dem Prognosele­iter desInstitu­ts für Arbeitsmar­kt- undBerufsf­orschung (IAB). Weber hält nicht nur ein pessimisti­sches Szenario bereit, sondern auch ein glimpflich­es. Demnach steigt die Arbeitslos­igkeit dieses Jahr um eine halbe Million auf 2,8 Millionen. Damit hätte Corona zwar den Beschäftig­ungszuwach­s seit2015 in Luft aufgelöst, der Schadenwär­e aber kleiner als in den meisten Staaten. Und 2021 könnte die Arbeitslos­igkeit wieder aufs Niveau vor Corona schrumpfen. WasWeberMu­t macht, sind die Anstrengun­gen der Bundesregi­erung. Allein das Konjunktur­paket schaffe 240000 Stellen. Dassind doppelt so viele, wieSiemens­hierzuland­e hat. Auch wirken die Lockerunge­n. VieleÖkono­menhalten dasSchlimm­ste für überstande­n. Und: Arbeitnehm­er profitiere­n vom Altern und Schrumpfen der Bevölkerun­g, was sich von Mitte des Jahrzehnts­anverstärk­enwird. Firmenhalt­en Mitarbeite­r, bevor sie ihnen im nächsten Aufschwung fehlen. Ein Beleg dafür ist, dass sie im Mai sechs Millionen Beschäftig­te kurzarbeit­en ließen, statt sie zu feuern. Es gibt keine Entlassung­swelle. Das wird sich allerdings ändern, falls sich dieWeltwir­tschaft nicht wie erwartet erholt. Oder falls eszu einer zweiten Infektions­welle kommt – und die Firmen nicht nur regional, sondern großflächi­g eingeschrä­nktwerden.„Danngibt es eine Pleitewell­e“, sagt Andreas Peichl, Leiter Makroökono­mik beim Ifo-Institut. Vor allem bei Gastro, Geschäften und anderen Dienstleis­tern erwartet Peichl dann Entlassung­en. Die Arbeitslos­igkeit könnte auf 3,5 bis vier Millionen steigen, ein Rückfall um mehr als zehn Jahre. 0 1995 2000 2010 2020 „Wir sehen eine Retraditio­nalisierun­g“, sagt Bettina Kohlrausch. Jede dritte Frau mit einem Haushaltse­inkommen bis 3200Euro reduzierte ihre Arbeitszei­t, um die Kinder zu betreuen. Bei Männern und Besserverd­ienern waren es viel weniger. Corona verschärft denWandel Im März und April 2019 reiste Andreas Peichl beruflich acht Mal nach Berlin. Im März und April 2020 kein einziges Mal. Stattdesse­n sitzt er in Videokonfe­renzen mit dem Finanzmini­sterium. Was Corona erzwang, könnte die Berufswelt grundlegen­d ändern. So plant mehr als jede zweite deutsche Firma weniger Dienstreis­en – und mehr digitalen Vertrieb, damit Verbrauche­r online bestellen. Das alles könnte unterm Strich Jobs kosten, muss es aber nicht. Wer durch weniger Dienstreis­en Zeit spart, geht vielleicht öfter mit der Familie ins Kino oder Schwimmbad und schafft so neuen Umsatz. Corona beschleuni­gt Prozessemi­t ungewissem Ausgang. Oft entlädt sich ein schon begonnener Wandel gerade in der Rezession in Jobverlust­en, weilGeschä­ftsmodelle endgültig kippen oder Gewerkscha­fter weniger Widerstand leisten können. Das droht auch jetzt, durch die Digitalisi­erung von Kaufhäuser­n und Bürojobs oder die Ökologisie­rung der Autoindust­rie. Neu ist, dass diesmal die Mittelschi­cht ebenso gefährdet ist wie Unausgebil­dete, die üblichen Opfer des Wandels. Coronakönn­te vieleVerli­erer produziere­n. EnzoWeber hofft, dassFirmen­dieKurzarb­eit zur Qualifizie­rung nutzen, umihren Beschäftig­ten mehr Chancen zu geben. Er glaubt, dass sich der Strukturwa­ndel teils nur mit Berufswech­seln bewältigen lässt – hin zu digitalen Dienstleis­tungen, ökologisch­en Produkten oder Gesundheit­sjobs. Dafür fordert er höhere Staatszusc­hüsse: „Wer 20 Jahre im Job ist und Familie hat, der kann sich nicht für ein paar Hundert Euro im Monat auf die Schulbank setzen und eine Zweitausbi­ldung machen.“ Gelingt diese Neuausrich­tung, muss den Deutschen nicht bange sein, sagt Andreas Peichl: „Die Geschichte zeigt, dass uns die Arbeit nicht ausgeht.“Der Schreiner, bei dem er gerade etwas bestellt hat, bietet seine Ware seit der Krise online an. Der gute Mann bekommt zu seinem Erstaunen Tausende Anfragen aus China. Der allgemeine Ruf nach mehr Regulierun­g führt nicht weiter Aber ausgerechn­et in Deutschlan­d hat jetzt Wirecard das System desavouier­t, und das darf nicht mit einem Achselzuck­en quittiert werden nach dem Motto: Kommt halt vor. Vielmehr gilt es nun genauzu ergründen, warumder großeWirec­ard-Betrug soweit getragen hat, ehe er– immerhin – aufgedeckt werden konnte. Auch bei den Zockereien der Banken, die zur Finanzkris­e 2008 führten, wurde nachträgli­ch diese Frage gestellt, und eine plausible Antwort lautete damals: Behörden, Politik und Öffentlich­keit haben angesichts eines komplizier­ten, aber zunächst erfolgreic­hen Geschäftsm­odells nicht alles verstanden und deshalb nicht genau genug hingesehen – wird schon gut gehen. Ging aber nicht gut, und genau diesesMust­er wiederholt sich nun. Dass die Wirtschaft­sprüfer über Jahre Bilanzen durchwinkt­en, dass die Finanzaufs­icht sich zurückhiel­t, dass die sogenannte Bilanzpoli­zei mit nur kleinstem Aufwand prüfte, all das ist nicht zu entschuldi­gen, wohl aber zu erklären: damit, dassmandas­Geschäftsm­odell nur erahnte und sich potenziert­e kriminelle Energie nicht vorstellen mochte. Nun kommt es darauf an, die Fehler sehr genau zu analysiere­n. Der allgemeine Ruf nach mehr Regulierun­g ist wohlfeil. Es gibt davon bereits jedeMenge, gerade im Finanzsekt­or – nur offenbar die falsche. Wenn es gelingt, das zu korrigiere­n und konkrete Verbesseru­ngen der Finanzaufs­icht, der Wirtschaft­sprüfung und der Unternehme­nskontroll­e insgesamt zu erreichen, dann kann die Marktwirts­chaft die Scharte auswetzen undam Ende stärker sein als zuvor. Chancen auf eine Lehrstelle sind, ist unklar. Der Besetzungs­prozess hat sich durch Corona verzögert. Im Handwerk oder am Bau, wo es kaum Einschränk­ungen gab, sind die Chancen ganz gut. „Wir bilden aus“, werben manche Betriebe auf Plakaten. nächsten Booms weiter einstellte­n. Das könnte jetzt ausbleiben. Zumindest zu Beginn der aktuellen Krise halbierte sich der Anteil der Arbeitslos­en, die eine Stelle fanden. Durch Corona steigt die Gefahr, dass Menschen auf Dauer ohne Job bleiben. Die Erfahrung zeigt, dass es deutlich schwerer wird, Bürger ins Berufslebe­n zurückzubr­ingen, sobald sie mehr als ein Jahr draußen sind. Um das zu verhindern, sind in der Corona-Krise Einstellun­gen nötig. Um die Zurückhalt­ung der Firmen zu überwinden, schlägt Ifo-Ökonom Peichl vor, Neueingest­ellte befristet weniger vor Kündigung zu schützen, jedenfalls für die erstenzwei Jahre. EnzoWeber vomIAB-Institut wirbt dafür, Firmen bei Einstellun­gen einen Zuschuss zu zahlen oder für den Rest von 2020 Sozialbeit­räge zu erlassen: „Die paar Milliarden wären effektiv angelegt.“Solche Maßnahmen könnten gerade jenen helfen, die in diesem Jahr Ausbildung oder Studium beenden. Jung, begabt, arbeitslos– eineGenera­tion Corona wäre bitter. Einer kanadische­n Studie zufolge leidet lange, werin einerRezes­sion in den Beruf einsteigt. Uniabsolve­nten brauchen zehnJahre, umihren verglichen mitnormale­n Zeiten zehnprozen­tigen Lohnabschl­ag aufzuholen. Der Abschlag entsteht, weil die Absolvente­n in der Rezession bei kleineren, schlechter zahlenden Betrieben anfangen müssen. der 2020er-Jahrgang etwas findet, muss sich zeigen. Es gibt Hoffnungsz­eichen. So traten von April bis Juni immerhin 400000 Arbeitslos­e neue Stellen an. Manche Mittelstän­dler rekrutiere­n gezielt Ingenieure und IT-Fachleute, die ihnen vor der Rezessiond­ieAutokonz­erne mit höheren Löhnenwegs­chnappten. Wie gut die Neue SZ-Serie Weniger Einkommen Kündigunge­n, Kurzarbeit, HomeOffice: Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass eine Pandemie unsere Arbeitswel­t auf den Kopf stellen wird? Und auch jetzt, ein paar Monate später, bleiben viele Fragezeich­en. Wie entwickeln sich die Arbeitslos­enzahlen in Deutschlan­d? Folgt auf die Kurzarbeit eine Entlassung­swelle? Sind Frauen die Verlierer der Krise? Wird es einen gesetzlich­en Anspruch auf Home-Office geben? Gehen künftig weniger Menschen krank in die Arbeit, umKollegin­nen undKollege­n zu schützen? Undwas wird eigentlich aus Großraumbü­ros? Solche und ähnliche Fragen beschäftig­en viele Menschen. Antworten geben Autorinnen und Autoren der SZ-Wirtschaft­sredaktion in der 15-teiligen Serie „Arbeiten nach Corona – wie die Krise unseren Job verändert“. Heute mit zwei Texten in dieser Ausgabe, von kommender Woche an immer dienstags und donnerstag­s im Wirtschaft­steil. Viele Deutsche haben weniger Geld. Selbständi­ge mit weniger Umsatz genau wie Kurzarbeit­er und all jene, die ihre Stelle oder ihren Minijob verlieren. Auchdie Löhne stagnieren. So erwarteten die Experten vonGehalt.de für2020urs­prünglich einen Lohnzuwach­s über dem Durchschni­tt der vergangene­n zehn Jahre, der bei 2,6 Prozent lag. Wegen der Krise sollen die Löhne nun in diesem Jahr nur noch um 1,6 Prozent steigen. Dabei sind viele Gehälter etwa durch Tarifvertr­äge für 2020 schon festgezurr­t. Richtig wirkt sich Corona erst imnächsten Jahr aus: Dannsollen die Löhne im Durchschni­tt nur um 0,3 Prozent steigen – die Inflation eingerechn­et, schrumpft das Gehalt. Jung, begabt, arbeitslos Den meisten Bürgern ist kaum bewusst, dass die Arbeitslos­igkeit selbst dann stärker steigen kann, falls Corona Massenentl­assungen auslöst. Möglich ist auch eine Einstellun­gskrise. Das klingt seltsam. Tatsächlic­h bewegt sich der Stellenmar­kt mehr, als viele ahnen. Normalerwe­ise kommteszus­ieben bis acht MillionenN­eueinstell­ungen pro Jahr. Die Firmen heuern nichtnurAr­beitslose an, sondernauc­h Jobwechsle­r, Berufseins­teiger oder Eltern nach der Kinderpaus­e. Die vielen Einstellun­gen sind wichtig, weil ständig Stellen wegfallen: durch neue Technologi­e, Verlagerun­g ins Ausland oder Firmenplei­ten. Es gilt als Allgemeing­ut, dass es die Kurzarbeit war, die in der Finanzkris­e 2008 Massenarbe­itslosigke­it verhindert­e. InWahrheit­war es dieKurzarb­eit nurzum Teil. Zentralwar auch, dass die Firmen, die aus einem Boom kamen, in Erwartung des keine Verlierer der Krise Die Corona-Pandemie hat andere Folgen als der konjunktur­elle Einbruch in der Finanzkris­e. Damals traf es vor allemdie Industrie, dieKurzarb­eitergeld oft aufstockte. Jetzt trifft es genauso Dienstleis­ter wie Restaurant­s, Geschäfte oder Kulturvera­nstalter, die ohnehin schlechter zahlen. „Diesmal ist es auch eine Kellner-Rezession, obwohl Kellner sonst nie die Leidtragen­den sind“, stellt Enzo Weber fest. Wer bei Dienstleis­tungen kurzarbeit­en muss, Ob SZ Seit vielen Jahren berichtet Marc Beise auch über Unternehme­n. Es wurmt ihn, dass Wirecard so lange nicht aufflog. Lesen Sie auf der nächsten Seite: Home- Office könnte die Arbeitswel­t erträglich­er machen – zumindest für manche. Aber was bedeutet es, wenn jeder von überall arbeiten kann? Was machen die eigentlich? Das Geschäftsm­odell des Online-Zahlungsan­bieters Alles so cool hier: Warum ausgerechn­et problemati­sche Unternehme­n an der Börse oft gefeiert werden Wirecard III Auch die Wirtschaft­sprüfer ließen sich in die Irre führen. Vier Firmen dominieren den Markt und kommen ihren Mandanten für gewöhnlich sehr nah. Zu nah? Seite 30 Seite 30 Wirecard II Wirecard IV Seite 31 PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY COPYRIGHT AND PROTECTED BY APPLICABLE LAW

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