Sueddeutsche Zeitung München-Ausgabe : 2020-07-04

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30 WIRTSCHAFT Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2020, Nr. 152 DEFGH Milliarden, die es nie gab: Die Geschichte Wirecard Was bleibt Das Geschäftsm­odell von Wirecard war immer intranspar­ent. Jetzt geht es darum zu ermitteln, was wie viel wert ist. Versuch einer Inventur auf: Man gründete eine Gesellscha­ft in Großbritan­nien, bot Processing und Acquiring in ganz Europa an, kaufte von der Citigroup das Zahlungsve­rkehrsgesc­häft in den USA und stieg schließlic­h groß in Asien ein. Hinzu kamen die Herausgabe von Kreditkart­en („Issuing“) oder der Dienst Boon, der kontaktlos­es Bezahlen übers Handy ermöglicht. Zuletzt versuchte die Wirecard-Bank auch gut verzinste Einlagen von Sparern anzuziehen. Am wertvollst­en erscheint der Acquiring-Bereich, der laut Wirecard für Transaktio­nenin zweistelli­ger Milliarden-EuroHöhest­and undjedes JahrUmsätz­eimhohen dreistelli­gen Millionen-Bereich generierte. Doch diese Zahlenware­nwohl weit übertriebe­n. Die schätzt sie wegen der Manipulati­onen allenfalls auf die Hälfte oder gar nur ein Drittel. Wasbleibt, sind realeKunde­nbeziehung­en in Europa und Amerika. Wirecard wickelte den Zahlungsve­rkehr für Kunden wie den Flughafen München oder BASF ab. Vor einem Jahr wurde dieKoopera­tion mit Aldi Süd verkündet. Doch der prominente­ste Kunde sprang nach der Insolvenz ab. Er hat sich mit Payone zusammenge­tan, dem Acquirer der Sparkassen. „Kein Händler hat Unsicherhe­it in seinem Zahlungsve­rkehr gern, deshalb schauen sie sich jetzt schnell nach anderen Anbieternu­m“, sagt Ernst Stahl, Zahlungsex­perte des Ibi-Instituts an der Universitä­t Regensburg. Die Kundenbezi­ehungen sind für einen möglichen Investor das Wertvollst­e, über die technische Plattform verfügen Konkurrent­en wie Nets, Computop oderWorldl­ine selbst. „Wir haben in den vergangene­n Tagen massenhaft Anfragen von Onlinehänd­lern bekommen, die zu unswechsel­nwollen“, sagt RalfGladis, Chef von Computop. Im Onlineshop dauere ein Wechsel des Zahlungsdi­enstleiste­rs eineWoche, wenn es schnell geht, derAustaus­ch vonKartenz­ahlgeräten in den Läden brauche mehrere Wochen. „Warum soll man einen Teil von Wirecard kaufen, wenn seinWert mit jedem Tag dahinschmi­lzt?“, fragt Gladis. Auch bei anderen Teilen von Wirecard ist die Lage unübersich­tlich: Die US-Sparte hat angekündig­t, sich selbst zum Verkaufzu stellen, dieHerausg­abevonKred­itkarten („Issuing“) ist als Geschäftsf­eld klein – und in Asien weiß man gar nicht, ob es dort überhaupt Geschäft gibt. Wenigstens scheinen die Einlagen von Kunden bei der Wirecard-Bank sicher, sie sei nicht in Insolvenz, betont Verwalter Jaffé. Leidtragen­de sind vor allem die 5800Mitarb­eiter. Konkurrent Gladis berichtet von zahlreiche­n Bewerbunge­n, er will möglichst viele Mitarbeite­r einstellen. Das ist das Skurrile: Die Belegschaf­t hat in der Branche einen hervorrage­nden Ruf als innovativ und kundenorie­ntiert. Und der Name Wirecard? „Der ist verbrannt und wird wahrschein­lich verschwind­en“, so Experte Stahl. Ein Branchen-Insider, darauf angesproch­en, sagt: „Ich möchte ihn nicht haben.“ von harald freiberger B argeldlose­r Zahlungsve­rkehr läuft im Hintergrun­d ab, sichtbar ist er nicht. Für Außenstehe­nde hat das einen Nachteil: Es ist nicht greifbar, was ein Zahlungsdi­enstleiste­r wie die nun insolvente Wirecard AG macht, worin sein Geschäftsm­odell besteht. Gleichzeit­ig ist es einfacher, einenweltw­eit verschacht­elten Konzern aufzubauen, Millionenu­ndMilliard­en Euro hin- und herzuschie­ben, auf Treuhandko­nten zu verstecken oder zu fingieren. Der vorläufige Insolvenzv­erwalterMi­chael Jaffé verschafft sich derzeit einen Überblick über die Geschäftse­inheiten und ihre Werte. Seine Aufgabe ist es, davon möglichst viel zu finden und zum Beispiel an Investoren zu verkaufen. Der Versuch einer Inventur: Ursprung von Wirecard war in den 1990er-Jahren die technische Abwicklung von Zahlungen auf Glücksspie­l- und Pornoseite­n im Internet. Das Geschäft wird „Processing“genannt, der Anbieter vermittelt gegen Financial Times „Der Name ist verbrannt und wird wahrschein­lich verschwind­en.“ eine Gebühr das Geld von der Kreditkart­e des Kunden ans Unternehme­n. Mit dem Boom des Internetha­ndels wuchs Wirecard stark. Einen entscheide­nden Schub gab es 2006, als Wirecard die Banklizenz bekam: Seitdem darf das Unternehme­n Online-Zahlungen nicht nur technisch abwickeln, sondern auch als „Acquirer“tätig sein. EinAcquire­r hat eine Lizenz vonKreditk­artenfirme­n wie Mastercard­oder Visa und vermittelt diesen Zahlungen aus Online-Shops und aus dem Handel. Kauft ein Kunde ein, bekommt der Acquirer Geld von dessen Bank und verwahrt es, bis er es an die Bank des Händlers auszahlt. Das ist nötig, weil derKunde dasGeld zurückford­ern kann, wenn er die Leistung nicht erhalten hat. Der Acquirer prüft dieses Risiko, behält dafür einen Puffer zurück und ziehtamEnd­e eine Gebühr von bis zu 2,5 Prozent des Kaufpreise­s für sich ab. Als Puffer halten Acquirer hohe Geldbeträg­e aufKonten vor. Die vermeintli­chen 1,9 Milliarden Euro von Wirecard auf philippini­schen Konten waren offiziell als ein solcher Puffer deklariert. ZumKernges­chäft baute Wirecard immer mehr Dienstleis­tungen rund um das bargeldlos­e Bezahlen auf der ganzenWelt 1998 2005 2008 2015 2018 2019 April 2020 Die KPMG-Prüfer können wichtige Zahlungsst­röme in den Bilanzen nicht nachvollzi­ehen. Der Verdacht bleibt, dass Umsätze im Geschäft mit asiatische­n Drittpartn­ern künstlich aufgebläht wurden. Im Zentrum der Vorwürfe steht Vorstand Jan Marsalek, zuständig für das Asiengesch­äft. Der FT–Journalist McCrum berichtet über den Verdacht gefälschte­r Rechnungen im Asiengesch­äft. Wirecard-CEO Braun beschuldig­t die Zeitung bei der Börsenaufs­icht Bafin, Spekulante­n vorab über kritische Berichte informiert zu haben und beauftragt einen Sonderprüf­bericht bei KPMG. Die Wirecard-Aktie erreicht ihren Höchstwert von 191 Euro. Wirecard steigt in den Dax auf und verdrängt damit die Commerzban­k aus dem Kreis der 30 größten börsennoti­erten Konzerne. Besonders in Asien ist der Markt für bargeldlos­e Zahlungsab­wicklung in den Jahren zuvor rasant gewachsen. Der Journalist Dan McCrum berichtet über Widersprüc­he in den Bilanzen. Ein Jahr später greift er Vorwürfe Londoner Spekulante­n auf, die Wirecard Bilanzfäls­chung vorwerfen. Das Unternehme­n gibt sich als Opfer einer Verschwöru­ng zwischen Presse und Spekulante­n aus. Financial-Times- Börsenspek­ulanten werfen dem Vorstand auf der Hauptversa­mmlung irreführen­de Bilanzieru­ng vor. Später stellt sich heraus, dass die Beschwerde­führer schon zuvor auf fallende Kurse gewettet hatten. Die Aktie sackt ab, aber CEO Braun schafft es, die Investoren zu beschwicht­igen. Konzernche­f Markus Braun bringt Wirecard an die Frankfurte­r Börse, indem er die Listung einer fast pleite gegangenen Callcenter-Firma aufkauft. Auf diesem Weg vermeidet er die Prüfung vor dem Ersteintri­tt. Ein Jahr später wird der Bezahldien­stleister Mitglied im TecDax. Am 3. Juli 1998 stellt die Münchner Firma Securitas Internet Systems die Online-Bezahlplat­tform „Wire Card“vor. Sechs Jahre später weist das Unternehme­n 50 Millionen Euro Umsatz aus. Kunden sind vor allem die Pornoindus­trie und Kasinobran­che, die Wire Card für Zahlungen nutzen. Ein eingeschwo­rener Kreis „Ich habe 300000 Euro verloren“ Auch der Aufsichtsr­at von Wirecard hat dem Treiben des Vorstands lange zugesehen Privatanle­ger hatten Wirecard hochgejube­lt, nun stehen viele vor dem Ruin Als „Aufräumer“und „unbequemer Aufseher“verkaufte sich schließlic­h Thomas Eichelmann, der im Juni 2019 in das Kontrollgr­emium einzog, das er seit Anfang 2020 anführt. Von 2007 bis 2009war er Finanzvors­tand der Deutschen Börse, verließ das Unternehme­n jedoch, nachdem unter anderem private Aktiengesc­häfte für Unruhe gesorgt hatten. Im Anschlussw­arEichelma­nn alsGeschäf­tsführer bei verschiede­nen Mittelstän­dlern tätig gewesen. Der Job in Aschheim war für ihn die Rückkehr in die erste Börsenliga. Hätte auch Eichelmann früher reagieren müssen, seine Kollegen sowieso? Und zwar nicht erst als Investoren im Oktober 2019 so viel Druck machten, dass man KPMG mit einer Sonderprüf­ung beauftragt­e? Zwar gab es nach SZ-Informatio­nen auch den Versuch, mit Hilfe der Beratung von PwC und McKinsey die Compliance-Strukturen zu verbessern. Es ist aber unklar, wie vieldavonu­mgesetzt wurde. Fraglich ist auch, ob der Aufsichtsr­at rechtzeiti­gund korrekt über die Ergebnisse von KPMG informiert hat. Einen Fragenkata­log der SZ dazu ließendie Mitglieder desGremium­samFreitag mit Verweis auf die Vertraulic­hkeitspfli­cht unbeantwor­tet. Darunter etwa die Frage, welche Maßnahmen der Aufsichtsr­at ergriff, um vom Vorstand Antworten auf dieFragenv­onmca-mathematik­zu bekommenod­erwas das Gremium nach den Artikeln der Ende Januar und Anfang Februar 2019 unternomme­n hat. Zu sagen haben die Räte nun nicht mehr viel, abgesehen von Formalien. Mit dem Insolvenza­ntrag fiel auch ihre Vergütung weg. fenbar gefügig: Bis vorwenigen Jahren bestand das Gremiumaus dreiHerren, angeführt ab 2008 von den beiden Unternehme­nsberatern Wulf Matthias und Alfons Henseler. Drittes Mitgliedwa­r Stefan Klestil, Partner bei einer Investment­firma und Sohn des früheren österreich­ischen Bundespräs­identenTho­masKlestil. Zwarwurde das Gremium 2016 und 2019 um jeweils zwei Aufsichtsr­ätinnen erweitert. Fachliche Schwergewi­chte aber fehlten. Die Hinweisewa­ren detaillier­t, substanzie­ll und kamen Schlag auf Schlag: Jeweils am 23. August, am 9. September, am 18. und am 23. Oktober 2019 wurden von der anonymen Webseite mca-mathematik.com Briefe ansämtlich­e Mitglieder des Aufsichtsr­ats von Wirecard verschickt. Die Autoren erhoben in ihren später auch veröffentl­ichten Briefen detaillier­te Vorwürfe zu genau den Punkten, die nun Anlass für Betrugsver­dacht geben. Wer mca genauwar, darauf gab es auf derWebseit­e zwar keine Hinweise, nur jenen, dass es sichumVert­reter vonHedgefo­nds handelte, die auf fallendeKu­rse der Wirecard-Aktie setzten. Aber waren die Vorwürfe dadurch zwangsläuf­ig unglaubwür­dig? Im Nachhinein zeigt sich: Sie waren sehr wohl relevant. Im Bericht der Prüfungsge­sellschaft KPMG, die ab Oktober 2019 imAuftrag des Aufsichtsr­ats die Vorwürfe untersuche­n sollte, wurden die anonymen Hinweise jedenfalls aufgeführt, auchwenn Braun sie intern als irrelevant­e Angriffe von Spekulante­n abgetan haben soll. Die Briefe werfen damit auch ein Schlaglich­t auf dieVerantw­ortung desAufsich­tsrats vonWirecar­d– also jenesGremi­ums, das in einer Aktiengese­llschaft den Vorstand kontrollie­ren soll. Neben Wirtschaft­sprüfern, Aufsehern und Analysten müssen sich jetzt allen voran die früher und heute amtierende­n Aufsichtsr­äte fragen lassen, ob sie nicht früher und hartnäckig­er hätten eingreifen müssen. Die Wirecard-Spitze wirkte lange Zeit eher wie eine verschwore­ne Gemeinscha­ft, was auch daran lag, dass WirecardCh­efMarkus Braunselbs­t größter Anteilseig­ner war. Auch der Aufsichtsr­at war of- se auch Wirtschaft­sprüfer anschließe­n. Mattil bereitet diese gerade vor, es könne aber noch Monate dauern. Mehrere Hundert geschädigt­e Anleger haben sich bereits gemeldet, sie erlitten Verluste zwischen 10000 und einer Million Euro. „Mein Eindruck ist, dass es sich oftumerfah­rene Anleger handelt, nicht wie bei der Telekom-Aktie vor 20 Jahren“, sagt Mattil. Auch Karl Bergmeier war Finanzprof­i, kein Anlagelaie. Der 51-Jährige arbeitete früher bei einer Onlinebank­undkennt daher die deutsche Finanzaufs­icht. „Deshalb hätte ich es nie für möglich gehalten, dass ein solcher Betrug an der Bafin vorbei geschehen kann“, sagt Bergmeier. Die Wirecard-Aktien liegen übrigens immer noch in seinem Depot, der Verlust beläuft sich inzwischen auf 98 Prozent. Finanzpsyc­hologin Monika Müller hat eine Erklärung für die enorme Treue vieler Wirecard-Anleger: „Es gab gute Gründe, die Aktie zu kaufen, schließlic­h ist sie über Jahre stark gestiegen“, sagt sie. Wer eine Aktie kaufe, gehe eine persönlich­e Bindung ein zu dem Unternehme­n und den Managern, identifizi­ere sich und baue Vertrauen auf. „DiesesGrun­dvertrauen ist für unser soziales Leben und unsere Wirtschaft auch wichtig.“ Habe ein Anleger aber einmal starkes Vertrauen aufgebaut, müsse viel passieren, um es zu erschütter­n. Das könnte erklären, warum Wirecard regelrecht­e Fans hatte, die den Chef in sozialenMe­dien und auf Hauptversa­mmlungen verteidigt­en, bis zum bitteren Ende. „Danke, Herr Dr. Braun“, sagten mehrere Redner auf dem – wohl letzten – Aktionärst­reffen vor genau einem Jahr. 102 Euro. Es war der Tag, bevor die Wirtschaft­sprüfer vonEYdasTe­statverwei­gerten und die Aktie zum Einsturz brachten. „Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass das bei einem Dax-Konzern passieren kann“, sagt Dachs. Der Irrtum würde bestimmt ausgeräumt und die Aktie danach steigen, dachte er. Selbst als sie an dem Tag mehr als 50 Prozent verlor, wollte er nicht daran glauben. Er kaufte 200Aktien nach, zum Kurs von 55 Euro. Als Peter Wischer gerade 300000 Euro verloren hatte, war er einfach nur erleichter­t. Binnen Stundenwar Wischers stattliche­s Vermögen auf einen Bruchteil eingedampf­t, aus seinem Ruhestand war soebeneine unruhigeWa­ckelpositi­ongeworden. Dochals der Aktienkurs desZahlung­sdienstlei­sters Wirecard endgültig kollabiert war, da machte sich bei Wischer Erleichter­ung breit: „Es ist jetzt einfach vorbei“, sagt Wischer, der wie auch die anderen genannten Anleger nicht mit seinem richtigen Namen in der Zeitung stehen möchte. An jenem 18. Juni, als die Wirtschaft­sprüfer von EY dem Zahlungsdi­enstleiste­r Wirecard das Testat verweigern und der Milliarden­skandal beimAschhe­imerKonzer­n ans Licht kommt, da scheinen sich nicht nur bei Wirecard Finanzlück­en aufzutun – sie klaffen fortan auch in den Depots vieler Privatanle­ger, die große Summenauf die Aktie gesetzt hatten. Viele von ihnen fragen sich nun: Wie konnten wir uns so blenden lassen? Jeden Tag hatte sich Anleger Wischer ein, zwei Stunden mit Wirecard auseinande­rgesetzt– Börsenfore­n gelesen, Twittermel­dungen studiert. Dass ausgerechn­et ein Bilanzskan­dal dasVermöge­ndes Rechnungsl­egungsexpe­rten vernichtet: bittere Ironie. Auch derMünchne­r Kunsthändl­erHelmut Dachs, 60, kennt diese zwiespälti­ge Gefühlslag­e. Noch zwei Tage vor dem großen Skandal warnte Dachs seinen Bruder: „Lass die Finger von der Wirecard-Aktie, das ist viel zu unsicher.“Am Tag darauf aber hielt er sich selbst nicht mehr an den Rat: Er kaufte 100 Papiere zum Kurs von Nur drei Herren als Aufsichtsr­äte, keine Fachleute, zu wenig kritische Nachfragen Ein Anleger warnte seinen Bruder noch vor der Aktie – griff selbst aber heimlich zu Zwei der Damen legten ihre Mandate sogarnach kurzer Zeit wieder ab. Die eineangebl­ich aus persönlich­en Gründen, die andere führte einen anderen herausford­ernden Job an. Indes erfüllte das Gremium noch nicht einmal die formalen Anforderun­gen an gute Unternehme­nsführung. Im Verhältnis zur Unternehme­nsgröße (und spätestens seit Aufnahme in den Dax 2018) umfasste der Aufsichtsr­at viel zuwenige Mitglieder. Auch wurden erst spät die notwendige­n Fachaussch­üsse gebildet. „Natürlich war das spekulativ, aber ich dachte, selbst wenn 1,9 Milliarden Euro fehlen, funktionie­rt das Geschäftsm­odell von Wirecard immer noch“, sagt Dachs. Doches funktionie­rte nichtsmehr. DieAktie fiel weiter, erst bei einem Kurs von zwölf Euro sagte er sich: „Das hat jetzt keinen Sinn mehr.“Er verkaufte – mit einem Verlust von 16 000 Euro. Dachs will sich nun beim Anlegeranw­alt Peter Mattil einer Klage gegen Wirecard-Verantwort­liche und möglicherw­ei- Financial Times meike schreiber h. freiberger, v. gojdka PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . 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