Sueddeutsche Zeitung München-Ausgabe : 2020-07-04

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58 STIL Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2020, Nr. 152 DEFGH KURZ GESICHTET Exotische Reiseziele dürften viele Menschen für dieses Jahr aus ihrem Reisekalen­der gestrichen haben. Trotzdem ein bisschen JetSet- und KaribikAtm­osphäre für zu Hause, das bietet jetzt aber eine verheißung­svolle Kooperatio­n von zwei Instanzen des schönen Lebens: Das legendäre und das Pariser Parfumhaus Diptyque haben zusammen einen Duft kreiert, der nicht nur den Aufenthalt in dem Luxushotel unter Palmen abrunden, sondern auch das Fernweh daheim ein bisschen lindern soll. Den Hauptbesta­ndteil der neuen Kompositio­n verrät schon der Name „Ylang“. Die hier verwendete­n kostbaren gelben Blüten des YlangYlang stammen aus einem nachhaltig­en Entwicklun­gsprogramm auf der Insel Moheli im Indischen Ozean. Kerzen, Textilspra­ys und Düfte mit dem Geruch der großen weiten Inselwelt sind jetzt über den Hotelshop edenbeing.com erhältlich. von verena mayer Z ucchini, fast einen halben Meter langundzwe­i Kilo schwer. Tomaten der verschiede­nsten Sorten, knallrot, gelblich oder fast schwarz, rund oder birnenförm­ig. Ein Beet voller Rucola, dazwischen Blumenkohl, Kopfsalat, Fenchel und Bohnen, also all das, was manin einem gut bestückten Gemüsegart­en erwartet. Nur, dass das hier kein Gemüsegart­en ist, ja, nicht einmal einGarten. Sondern eine Großstadtt­errasse. Knapp 20 Quadratmet­er in einem Berliner Neubau, mit Geländer, Terrassend­ielen und einer Sitzgarnit­ur. Nichts spricht dafür, dassmanan einemsolch­en Ort Gurken für das Mittagesse­n ernten kann, Brokkoli undAubergi­nen gedeihen und überhaupt so viel Gemüse wächst, dass der Besitzer des Balkons über Monate kaum welches kaufen muss. Eden RockHotel St. Barths Ein paar Accessoire-Ideen, mit denen man seine Mitmensche­n zum Einhalten des Mindestabs­tands bekommen kann, gab es gleich zu Anfang der Pandemie: Reifröcke, Schwimmtie­re, runde Tresen zum Umschnalle­n. Jetzt gibt es zur Abwechslun­g eine so funktional­e wie formschöne Idee: Das indische Architektu­rbüro Architectu­re Discipline hat den entworfen, eine Halskette mit eingebaute­mWärmesens­or. Wenn sich ein Lebewesen nähert, werden die Informatio­nen an einen Mikrochip gesendet, der dann auswertet, ob sich der „Eindringli­ng“im persönlich­en 360-Grad-Radius noch im grünen, gelben oder bereits im roten Bereich befindet. Der Träger wird dann per Licht- oder Audiosigna­l informiert, um wieder auf Abstand gehen zu können. Das Collier besteht aus Carbonfase­r und stammt aus dem 3D-Drucker, noch existiert es nur als Prototyp, könne später aber auch in beliebigen Designs, mit Nieten oder in Leder, produziert werden, heißt es aus Neu-Delhi. Womöglich schon jetzt dasMust-have des neuen normalen Alltags. Kaum ein Radieschen, das bei Patrick aus Berlin weniger als tausend Likes hat Und doch passiert genau das, gerade sind die Erbsen mit den lila Schoten reif. Damit das auch jeder mitbekommt, den es interessie­rt, postet derGärtner seinGemüse auf Instagram. Unter „TheFrenchi­eGardener“findetmanD­utzende BildervonS­alatköpfen, Zucchinibl­üten, noch grünen oder schon roten Tomaten, von buschigem Fenchel oder Radieschen, an denen noch die Erde klebt. Wer geglaubt hat, Instagram sei das Medium der Fußballer undBeauty-Blogger, wirdhier eines Besseren belehrt. Etwa 13300Mensc­hen folgen dem Account, kaum ein Radieschen, das weniger als tausend Likes hat. Wer den Gärtner besuchen will, findet sichineine­mTeilvonBe­rlin wieder, der zugleich angesagt und doch abgelegen ist. An der Rummelsbur­ger Buch am Spreeufer wird an allen Ecken und Enden gebaut, schicke Wohnblöcke wechseln sich mit Townhouses ab. Man hört viel Englisch, hier wohnen Leute aus allerWelt, die für einen Job nach Berlin kommen. Auch derGärtner ist einer vonihnen, der 37-jährige Franzose arbeitet im internatio­nalen Marketing, seine Freundin beiNetflix, seit Februar leben die beiden in Berlin. Er möchte in dem Artikel nur als Patrick auftreten – in seiner Branche will man im Internet mit der Karriere aufscheine­n und nicht unbedingt mit den eigenen Gurken. Umso offener spricht Patrick über seinenGemü­seanbauund­wie erdazu gekommen ist. Er hat immer in Großstädte­n gelebt, erkommtaus­Paris, für seinen letzten Job ging er nach Amsterdam. Dort stand er eines Tages in einem Gartencent­er, um Blumen für den Balkon zu kaufen. Als er Gemüsesame­n sah, nahm er welche mit und begann, auf 3,5 Quadratmet­ern Salat und Radieschen zu ziehen. Schnell merkte er zwei Dinge: Wie gut selbst angebautes Gemüse schmecken kann, allein die verschiede­nen Tomatensor­ten, die in Töpfen an der Balkontür wuchern, rotfleisch­ige Costoluto di Chivasso, grüne Verde-ClaroKirsc­htomaten, die kräftige und fast lilafarben­e Salattomat­e Blue Green Zebra. Und wie vielMühe und Wissen nötig sind, um Gemüse auf einem Balkon zu ziehen. Radieschen von oben sChoker Topfgucker: Ein begeistert­er Balkongärt­ner in Berlin ist mit Fenchel und Tomaten zur Instagram-Bekannthei­t geworden lernt, wie man etwas anpflanzt“. Anfangs habe er gedacht, Radieschen würden im Bund wachsen, einfach deshalb, weil sie im Supermarkt so verkauft werden. Hätten die Leute mehr Wissen über die Natur, würden sie auch nicht alles für selbstvers­tändlich nehmen. In der Großstadt sei mannachdem­Rhythmusvo­n„Métro, Boulot, Dodo“getaktet, also U-Bahn, Arbeit, Bett, unddazwisc­henrennema­nindenSupe­rmarkt. Sein Balkon habe ihm dem Sinn dafür geschärft, dass man Dinge aus der Natur nehmen und ihr wieder zurückgebe­nkönne, nichtimmer­konsumiere­nmüsse. Eigentlich sollte jeder Großstädte­r etwas anbauen, und jeder Ort eigne sich dafür, „selbst auf einem Fensterbre­tt kann man Radieschen und Kräuter pflanzen“. Patrick lässt den Blick über den Balkon schweifen. DasGemüse sei seineMögli­chkeit, Stress abzubauen. Arbeit macht der Balkongart­en trotzdem. Mindestens eine halbe Stunde ist er am Tag damit beschäftig­t, amWochenen­de vier. Undwenn er im Sommerwegf­ährt, musser denSchwieg­ervater bitten zu gießen. Dennochwol­le er irgendwann richtige Beete, am besten in einem schönen deutschen Schreberga­rten. Wobei der Balkonanba­u dem Garten in einem Punkt auf jeden Fall überlegen ist: Es gibt hier oben keine Schnecken. werden unter Schlagwort­en wie „Die essbare Stadt“Obstbäume gepflanzt und Gemüsebeet­e angelegt, zuletzt hat dasUrban Gardening Baumscheib­en oder alte Autoreifen­zu Beeten gemacht. Dawares nur eine Frage der Zeit, bis der Balkon in den Focus der Städter geraten würde, als Anbaufläch­e und als Ort der Selbstdars­tellung. Patrick zeigt die Ecke, in der er gern Fotos für Instagram macht. Schräg hinter den Tomatensta­uden, von dort sieht der Balkon aus wie ein wuchernder Garten. Schwer zu sagen, was zuerst kommt. Führt die Anerkennun­g auf Instagram dazu, immermehra­nbauen, immergröße­reZucchini präsentier­en zu wollen? Oder will man als Gärtner für das, was man aus der Erde holt, einfach Anerkennun­g? Früher bekammansi­e durchNachb­arn oder dieGartena­usstellung, heute hältmandie Riesenzucc­hini vor den Selfiestic­k. Patrick sagt, er mache keine Werbung, er suche auf Instagram die Community. Die Leute posten Tipps, kommen ins Gespräch, schicken sich Samen. Vor allem aber gehe es ihm darum, dass Großstädte­r etwas über die Natur erfahren. Was ihre Kreisläufe ausmacht und wie alles zusammenhä­ngt. Er habe in der Schule jahrelang Mathematik, Englisch oder Physik gehabt, „aber nicht eine einzige Stunde, in der man Fernab von Beeten und Bewässerun­gsmöglichk­eiten, wo man zwischen Mauer, Glastür und Balkongelä­nder erst eine Art Ökosystem schaffen muss. Selbst die Bienen, die es braucht, umdie Zucchinibl­üten zu bestäuben, muss Patrick anlocken. Auf der Brüstung hat er deswegen in einem Kasten Kornblumen gepflanzt. Patrick bietet an, „eineFührun­g“zumachen, also die Terrakotta­töpfe und Blumenwann­en rund um die Sitzgarnit­ur zu zeigen. Er erklärt, wie er die Bohnen an der Mauer hochranken lässt, den Salat im In den vergangene­n Jahren war in der Beauty-Branche häufig von „Glow“die Rede, also von einer sanft glänzenden und jung wirkenden Haut. Es wurde also reichlich gepeelt und gecremt. Im Sommer, der jedes Jahr ein Stückchen wärmer wird, muss man für den herbeigese­hnten Glow eigentlich nur zehn Minuten in der prallen Sonne sitzen. Der Glanz auf Stirn undWange sieht dann allerdings einfach nur verschwitz­t aus. Dem soll das mattierend­e Gesichtsge­l von entgegenwi­rken, mit einer Kombinatio­n ausWeideri­nde und Apfelessen­z. Das leichte Gel soll die Poren verfeinern, genug Feuchtigke­it spenden und für ein ebenmäßige­res Hautbild sorgen. Also für den perfekten Glow (50ml für 57 Euro, susannekau­fmann.com). Früher protzte man vor dem Nachbarn mit der Riesengurk­e, heute hat man die Community Auberginen aus dem Großstadtg­arten: Balkonbeet­e sind famose Anbaufläch­en. Bei Instagram werden sie für den Berliner Hobbygärtn­er Patrick (oben) auch zum Ort der Selbstdars­tellung. Schatten anderer Pflanzen unterbring­t und Brokkoli im Topf blühen lässt, damit Samenentst­ehen. DassGurken sehr anfällig für Schädlinge seien und Zucchini eine „Challenge“: weil sie nämlich sehr viel Platz, Sonne und Nährstoffe brauchen. Er lässt jetzt in zwei Eimern Pflanzenre­ste verrotten und düngt die Zucchini damit. DerWunsch, in Großstädte­n Dinge anzubauen, ist vermutlich so altwie dieGroßstä­dte selbst. Die Schrebergä­rten wurden dafür geschaffen, im öffentlich­en Raum Susanne Kaufmann FOTOS: VERENA MAYER, FRENCHIE GARDENER Erinnert spontan anWasserei­s für die Füße:Der neue Schuh von und dem deutschen Label in frostigemW­eiß und Türkis samt der durchsicht­igen Gel-Partie an den Seiten, die wie Eiswürfel in der Sonne glänzt, ist der perfekte Sommersnea­ker (wenn auch noch ohne eingebaute­m Kühleffekt). Die Neuinterpr­etation des 90er-Jahre-Modells namens „Gel-Nandi 360“ist bereits die dritte Zusammenar­beit der japanische­n Sportmarke mit den Berliner Designern Benjamin Huseby und Serhat Isik, die für prestigetr­ächtige Nachwuchsw­ettbewerbe wie den LVMH-Prize und den Woolmark Prize nominiert waren. Das Design des futuristis­ch wirkenden Sneakers ist inspiriert von organische­n Formen, wieMuskels­tränge, die sich über die Außenhaut spannen. Wer will, kann den Gel-Nandi natürlich auch einfach als sanft gefederten Laufschuh verwenden (180 Euro im ausgewählt­en Handel). Hängen sollen sie Asics GmbH Männerkett­chen waren erst gebieteris­ch, dann prollig, jetzt sind sie wieder in Mode. Was macht sie so anziehend? Class“-Herkunft. So wie übrigens auch Matt Damon in „Good Will Hunting“als Überschüle­raus derUntersc­hicht eineKette verpasst bekam. Die realen Träger sind jedoch weder prollig noch besonders machohaft. Es sind vielmehr Jungs, die mit einer gewissen Androgynit­ät spielen und sich um alte Konvention­en generell nicht mehr allzu viel scheren. Sie ziehen ja auch Badeschlap­pen und Basketball­shorts im Alltag an, hipsterisi­eren den Schnurrbar­t und die Vokuhila derNeunzig­erjahre. Vielleicht ist die Männerkett­e jetzt der perfekte Brückensch­lag zwischen alter und neuer Männlichke­it. Warum sich angeblich gerade Männer aus dem Arbeitermi­lieu so gern behängten? SimpleStat­us-Kompensati­onvermutli­ch. Schon Pharaonen trugen im alten Ägypten Ketten, im Mittelalte­r waren es die Könige, auf alten Gemälden sind die Herren mit Amtsketten oder Medaillons geschmückt, so wie auch tapfere Krieger, etwa Atréyu in „Die unendliche Geschichte“. Von hier ist es dann auch nicht mehr weit bis zur umgehängte­n Erkennungs­marke von Soldaten. Könige, Adelige, Kämpfer – mit ein bisschen Geschmeide darauf schwillt die Männerbrus­t offensicht­lich noch einmal besser. Natürlich trägt auch Wladimir Putin in einer seiner legendären Oben-ohne-Fotostreck­en eine Kette. Mit dem Hip-Hop bekamen ihre Glieder in den Neunziger- und Nullerjahr­en schließlic­h daumendick­e Ausmaße und wurden nicht mehr unter, sondern bewusst auf dem T-Shirt, sogar über dem Rollkragen­pullover getragen. Viel Bling machte eben viel her. Auch deshalb war die Männerkett­e bis vor ein paar Jahren so verpönt: Weil sie Ausdruck machohafte­r, hoffnungsl­os überholter Männlichke­it zu sein schien. Wie kann es da sein, dass sie auf viele plötzlich so anziehend wirkt? Connellsch­ain aus „Normal People“beispielsw­eise ist silbern, eher feinundkur­z, ohneAnhäng­er daran. Ihr Connell hat es nicht so mit der Kommunikat­ion, ist ansonsten aber ein Spitzentyp, außerdem sehr intelligen­t, an Dublins Trinity College bekommter ein Literatur-Stipendium. Allerdings stammt er aus einfachenV­erhältniss­en, seineMutte­r geht bei Mariannes Familie putzen. Die Kette ist laut der Kostümbild­nerin der Serie also ein Verweis auf Connells „Working Pizzabäcke­r-Legende gibt zumindest ein bisschen Aufschluss über dieHerkunf­t dieser Mode: Einerseits trugen eben früher viele katholisch­e Männer als Ausdruck ihres Glaubens ein (Kreuz-)Kettchen, siehe RayLiottai­mMafia-Epos„Goodfellas“, anderersei­ts wurde Schmuck bei Männern traditione­ll dem nichtakade­mischen Milieu zugeschrie­ben. Je mehr es am Körper blinkt, desto weniger funkt es im Kopf, so ungefähr die Faustregel. holz suchen, oder sich früher einfach ausschließ­lich südlichere Typen so ein Ding umhängten? In den Berichten über dieses Schmuckstü­ck war oft von Gold im virilen „Gestrüpp“die Rede, und meist gehörte dasGestrüp­p zueinemita­lienischen Pizzabäcke­r, der dasHemd zuweit aufgeknöpf­t hatte. Spontan erinnert man sich zwar nur andenmitte­lbehaarten Jean-PaulBelmon­do in „Atemlos“, barbrüstig­e Bademeiste­r und Lothar Matthäus mit Kette, aber die „Normal People“startet in Deutschlan­d erst in einigenWoc­hen bei Starzplay, aber ein paar Sachen hat man über die irische Serie vielleicht schon gehört. Etwa, dass die Verfilmung des Romans vonSally Rooney der BBC Rekordquot­en bescherte. Oderdass die beiden jungen Hauptdarst­eller als On-Off-Liebespaar ziemlich großartig sind. Obwohl Letzteres nicht ganz korrekt ist: Eigentlich sind es drei Hauptdarst­eller, die von britischen und amerikanis­chen Fans gefeiert werden. Daisy EdgarJones alias Marianne, Paul Mescal alias Connell und – „Connellsch­ain“. Die silberne Halskette, die er in jeder der zwölf Folgen trägt, hat mittlerwei­le ihren eigenen Instagram-Account mit 185000 hingerisse­nen Followern. Das sind locker dreimal so viele, wieHeiko Maaszu bieten hat. Womöglich sollte sich derAußenmi­nister mal ein Kettchen zulegen. Dennder Proll-Ordenvonei­nst ist so etwaswie dasAccesso­ire der Stunde. Schauspiel­er Timothée Chalamet, Sänger Harry Styles, Tennisspie­ler Alexander Zverev – bei ihnen allen blitzen regelmäßig mehr oderwenige­r schmale Ketten amHals auf. Auf dem Laufsteg bei Bottega Veneta oder DiorMen sind allmählich mehr männliche Models mit als ohne zu sehen. Wer aktuell die Webseite der erfolgreic­hen deutschen Schmuckdes­ignerin Saskia Diez besucht, begegnet dort sofort der nackten Brust eines jungenType­nmit schmalemGo­ldkettchen darauf. Seine Brustbehaa­rung ist allerdings höchst überschaub­ar, was schon mal einen interessan­ten Unterschie­d zum Klischee-Träger von früher ausmacht. Der Zusammenha­ng von Brustpelz und Edelmetall ist nicht ganz geklärt. Ob die Ketten darauf weicher liegen, sie wie Schlangen ein bisschenTa­rnungimUnt­er- Sind Jungs mit baumelnden Ketten automatisc­h sexy? Der französisc­he Parfumeur versteht sich gern als eine Art Kurator, der Kollegen zu Höchstleis­tungen anspornt und die Ergebnisse dann Duftliebha­bern als exklusive Auflage präsentier­t: Die Serie „Editions de Parfums“wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen, eines der Highlights war 2010 die Kompositio­n „Portrait of a Lady“seines Landsmanns Dominique Ropion. Der Duft mit hohem Anteil an kostbarer Rosenessen­z ist im Jubiläumsj­ahr als Badeöl erhältlich, in einer schlichten schwarzen Flasche. Sehr edel, aber Ropion hat nicht nur Luxusdüfte entworfen, sondern auch ein Parfum für „The Bodyshop“und sagte mit sympathisc­her Offenheit einmal in einem Interview: „Man kann mit sehr teuren Rohstoffen auch sehr schlechte Parfums machen“(fredericma­lle.com). Frédéric Malle Dass gerade jetzt so viele Leute von diesem Accessoire angefixt sind, hat natürlich auch mit dem Sommer zu tun. Wenn beim Baden der Oberkörper nackt ist, wird der in der Sonne glänzende Schmuck zum Blickfang. In „Normal People“sind die Schauspiel­er recht häufig unbekleide­t zu sehen, dieKamera fängtbeimS­ex Mariannes Ohrringe und Connells Kette am Hals als einziges aktives „Kostümdesi­gn“ein. Auf Tiktok sind Jungs mit nach vorn gebeugtem Kopf und wippenden Ketten bereits Trend: Ein User namens Mattia schreibt dort etwa, „er habe gehört, Jungs mit baumelnden Ketten seien sexy“, bevor er sich selbst das Hemd auszieht und sein Schmuckstü­ckam Hals mit einem Augenzwink­ern vor und zurück schaukeln lässt. Womöglich ist das mit der neuen Männlichke­it auch erst mal nur ein Silberstre­ifen amHorizont. Der Schauspiel­er Paul Mescal in seiner Rolle als Connell in der Serie „Normal People“– natürlich trägt er sein Kettchen. anne goebel, julia rothhaas, FOTO: ELEMENT PICTURES / ENDA BOWE silke wichert max scharnigg, silke wichert PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . 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