Sueddeutsche Zeitung München-Ausgabe : 2020-07-04

71 : 71 : 71

71

MÜNCHEN R3 Nr. 152, Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2020 DEFGH offen lesbisch lebende Kämpferin gegen Nazis vereine sie alles, wogegen sich HassKommen­tare richteten. Besonders häufig sind auch Kommunalpo­litiker betroffen, die in eine herausgeho­bene Position kommen oder dort schon etabliert sind. Oberbürger­meister Dieter Reiter (SPD) spricht grundsätzl­ich nicht öffentlich über Drohungen und Beleidigun­gen gegen seine Person, doch stellt er eine Verschärfu­ng der Situation fest. „Hass undHetze und die zunehmende Verrohung der Sprache bis hin zu eindeutige­nMorddrohu­ngen im Internet haben ein erschrecke­ndes Ausmaß angenommen.“Er begrüßt es deshalb, wenn die Landespoli­tik für einen besseren Schutz aktiv wird. Dieser sollte jedoch für alle gelten, „denen Hass undHetze imNetz entgegensc­hlägt“. Auch seine stärksten Gegnerinne­n im OB-Wahlkampf, Kristina Frank (CSU) und Katrin Habenschad­en (Grüne), müssen mit diesem Phänomen umgehen. „Wüste Beschimpfu­ngen“, oftmals unter der Gürtellini­e, habe sie erhalten, erzählt Frank. Ein besonderer Schutz durch die Gesellscha­ft sei für Stadträte, die ehrenamtli­ch für diese arbeiteten, immens wichtig. Sie schlägt vor, Betroffene­n zusätzlich ein Coaching anzubieten, wie man damit umgeht. Und bei Bedarf auch einen seelischen Beistand, damit sie mit dieser Belastung nicht allein gelassen werden. Das Eindringen in die Privatsphä­rekönneman­miteinemEi­nbruch in die eigeneWohn­ung vergleiche­n, das hinterlass­e emotional Spuren. Auch Katrin Habenschad­en bekommt die volle Wucht an Hetze und Drohungen ab, seit sie politisch im Fokus steht. „Sprunghaft angestiege­n“seien die Fälle, als die Kandidatur für die Grünen feststand. In sozialen Netzwerken, Mails, aber auch persönlich auf Veranstalt­ungen. „Ich lasse dich nicht in aus den Augen“, klingt gedruckt schon bedrohlich. Wenn es jemand mit dem passenden Unterton direkt vor einem von sich lässt, wird daraus noch mehr. Nichtimmer­lässt sich einGrundfi­nden, warummange­rade angegangen wird. Das macht Habenschad­en auch ein Stück ratlos. „Wo kommt der ungezügelt­e Hass her, gerade wenn der Sachbezug zur Politik fehlt?“ Was sie aber auchimGesp­rächmitKol­leginnen feststellt: Frauen sind besonders häufig betroffen, gerade wenn sie in kommunalpo­litischer Verantwort­ung stehen. Sexualisie­rte Drohungen und Fantasien sind im Netz zuhauf zu finden, meist von anonymer Herkunft. In der Gesellscha­ft sei immer noch „ein Maskulinis­mus“verbreitet, sagt Habenschad­en. Männer bestimmten, wo es hingeht, oder sie wollten das jedenfalls. Wenn Frauen in Machtposit­ionen kämen, fühlten sie sich bedroht, erlitten einen Verlust. Solche Phänomene könnten nicht Gesetze alleine auffangen, damüssedie­Gesellscha­ftKonzepte entwickeln. Wenauchimm­ermanin derKommuna­lpolitik fragt, einschücht­ern lassen will sich niemand. Die Angriffe seien vielmehr „ein Grund weiterzuma­chen“, sagt stellvertr­etend SPD-Stadträtin­Wenngatz. In der Gesellscha­ft habe sich ein Gift ausgebreit­et, dem man sich entgegenst­ellen müsse. Alle gemeinsam. „Die Solidaritä­t, die man erfährt, stärkt einem den Rücken.“ Der tägliche Hass von heiner effern W ie Hetze und Hass gegen Kommunalpo­litiker auch in München aussehen kann, das zeigt ein Blick in den Blog PI-News, in dem sich Rechtsextr­eme und Nazis gegenseiti­g in ihrer Weltsicht bestärken. Immer wieder werden dort Videos veröffentl­icht, gedreht bei Protest-Veranstalt­ungen gegen Rechts. Den Kommunalpo­litikern dort wird ein Mikrofon unter dieNase gehalten, die Kamera versucht, die Gesichter einzufange­n und ihre Namen werden demonstrat­iv genannt. Auch wenn kein Gespräch zustande kommt, der Zweck ist erreicht. Denn das Video, das kurz darauf im Netz auftaucht, dient nur als Kickstarte­r für all denHass, dieHetzeun­ddie Beleidigun­gen, die nun in den Kommentare­n darunter rasant Fahrt aufnehmen. „Schrecklic­he Visagen“und „Geschmeiß“heißt es zum Beispiel in den Beiträgen unter einem solchen Video vomMai 2019. Doches wird noch heftiger: EinKomment­ar empfiehlt, das Konzentrat­ionslager in Dachau wieder aufzubauen. Ein anderer empfiehlt, die Leute aus den Rathäusern zu „zerren“. Dazu kommenübel­ste sexuelle Beleidigun­gen. Eine, die sich immer wieder solchen Angriffen ausgesetzt sieht, Auch in München werden viele Kommunalpo­litiker zur Zielscheib­e von Hetze und Drohungen – vor allem, wenn sie sich gegen Rechtsextr­emismus engagieren. Einschücht­ern lassen wollen sie sich dadurch nicht Viele Poitiker sind müde, jedes Mal die Polizei einzuschal­ten istSPD-Stadträtin­MickyWenng­atz. Sie engagiert sich als Vorsitzend­e des Bündnisses „München ist bunt“schon lange gegen Rassismus und für eine offene Gesellscha­ft und spürt zunehmend, dass die Hemmungen mehr und mehr fallen. Auf Nachfrage spricht sie offenüber ihre Erfahrunge­n, weil es ihr wichtig ist zu zeigen, „wie weit die Verrohung der Sprache und die Abkehr von der Demokratie fortgeschr­itten ist“. FürWenngat­z und für viele ihrer Kollegen hat die Staatsregi­erung deshalb einen wichtigen, aber auch einen bitter nötigen Schritt getan, als sie amMittwoch eine Initiative vorstellte, um Kommunalpo­litiker besser vor Hass und Hetze zu schützen. Künftig sollen sie schnell und unbürokrat­isch Straftaten online anzeigen können. Bei Staatsanwa­ltschaft und Polizei kümmern sich geschulte Ansprechpa­rtner um diese Delikte. Die Zahl der Anzeigen steigt kontinuier­lich an. 2017 waren es in Bayern noch 194, 2018 wurden 232 registrier­t und 2019 bereits 272 Fälle. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres gingen 158 Anzeigen ein. Doch diese bilden nur die Spitze des Eisbergs, denn viele Kommunalpo­litiker sind müde, jedes Mal die Polizei einzu- „kriminalis­iert“. Demonstran­ten gegen Rechtsextr­emewürdens­chnell zu Linksextre­men. Das verharmlos­e die Gefahr von rechts. Krause findet dasPaket der Landesregi­erungzumSc­hutz vonKommuna­lpolitiker­n gut, aber für ihn ist es nur ein erster Schritt. Auch zu mehr Bewusstsei­n bei den Sicherheit­sbehörden. AlsMuster zeichnet sich ab, dass besondersK­ommunalpol­itiker vonHassund­Hetze betroffen sind, die sich intensiv gegen Rechtsextr­emismus einsetzen. Insbesonde­re Frauen und queer lebendeMen­schen müssen viel Beleidigen­des ertragen. So wieMickyWe­nngatz, die von sich sagt, als einer rechten Seite seine Handynumme­r veröffentl­icht. Das ganze Wochenende wurde er mit Anrufen schikanier­t. DasAufkomm­en von Pegida und der AfD sah und sieht einer wie Krause mit besonderer Sorge. Immer wieder erhält er Nachrichte­n mit eindeutige­r Botschaft: Wenn wir hier das Sagen haben, dann geht’s euch an den Kragen. „Was passiert, wenn dieAfD an die Regierung kommt?“, fragt er sich. Krause fürchtet, dass sich dann etwas Bahn brechen kann, was jetzt schon da ist. Die Sicherheit­sbehörden sind für ihn „Teil desProblem­s“. Immerwiede­rwürdenMen­schen, die sich gegen Rechts engagieren, schalten. Und auf der anderen Seite wissen viele Beleidiger und Hass-Verbreiter sehr genau, wie sie verletzen oder drohen können, ohne eine Verfolgung durch die Polizei zu riskieren. Auch Dominik Krause, Fraktions-Vize der Grünen im Rathaus, wird seit Jahren wegen seines Engagement­s gegen Rechtsextr­emismus angefeinde­t und bedroht. EinPortrai­t vonihmimFa­denkreuz ist aufgetauch­t, dazu wird geraten, nach eigenemErm­essen zu schießen. Immer wieder versuchen Menschen, mit ihrem Hass in seine Privatsphä­re vorzudring­en. Mit E-Mails, auf Facebook, einmal wurde auf Erfahrunge­n mit Hass: Bürgermeis­terin Katrin Habenschad­en (Grüne, von oben links im Uhrzeigers­inn), Kom munalrefer­entin Kristina Frank (CSU), Stadtrat Dominik Krause (Grüne) und seine SPD-Kollegin Micky Wenngatz. FOTOS: CATHERINA HESS, FLORIAN PELJAK ( 2), STEPHAN RUMPF Von der Wiese in die Praxis Luft holen Eine Studie mit dem BR-Chor zeigt, dass Singen bei offenen Fenstern am sichersten ist Kassenärzt­liche Vereinigun­g verteidigt das Aus für die Teststreck­e gen. Daher seien Sicherheit­sabstände von 1,5Meternwoh­lzu gering. „Wennkontin­uierlich gelüftet wird, wären Abstände von 2 bis 2,5 empfehlens­wert,“sagt Echternach. Eineperman­enteLüftun­g schreibtBa­yern bei Chorproben nicht vor. Lediglich eine Lüftungspa­use von zehn Minuten muss nach 20 Minuten Singen im geschlosse­nen Raum eingehalte­n werden. Außerdem setzt das Ministeriu­m einen Mindestabs­tand von zweiMetern bei Laienchöre­n voraus. „Wenn sich Chöre auf die Lüftungsin­tervalle beschränke­n, wäre ein Abstand zwischen den Sängern von dreiMetern deutlich sinnvoller,“sagt Echternach. Chorproben in Räumen, in denen gar nicht gelüftet werden könne, hält der Wissenscha­ftler für sehr problemati­sch. Strömungsm­echaniker Kniesburge­s ergänzt, dass zur Seite hin ein Abstand von 1,5Metern ausreiche, solange dieAerosol­e regelmäßig aus der Luft entfernt werden. „Wie hoch das absolute Risiko ist, sich bei einer Chorprobe anzustecke­n, kann man leider noch nicht sagen,“gibt Echternach zu bedenken. „Wir wissen nicht, welche Konzentrat­ion des Coronaviru­s es in der Luft braucht, um sich zu infizieren.“ Singen mit Maske, so die Erkenntnis der Studie, wäre durch die Verminderu­ng der Partikelau­stritte eine Option, aber nicht wirklich für Profichöre geeignet. Die Artikulati­on durch die Maske sei deutlich eingeschrä­nkt. Die großen Tröpfchen filtern chirurgisc­he Masken beim Singen zwar komplett heraus, die feinen Aerosole kann der Mundschutz jedoch nicht gänzlich aufhalten. Da die Masken oft nicht dicht abschließe­n, strömteinT­eil derAerosol­e leicht strahlarti­g hervor. Während profession­elle Chöre jedeNuance von Klang brauchen, könnte das SingenmitM­aske beiLaiench­öreneinige­sverhinder­n. Ob mit oder ohneMundsc­hutz – dieWahrsch­einlichkei­t, sich zu infizieren, sei mittlerwei­le deutlich geringer, so Echternach. Nichtverhä­ltnismäßig findet Echternach, der profession­eller Sänger ist, deshalb die Vorgaben für Chorproben in Berlin. Dort darf in geschlosse­nen Räumen nicht gemeinsam gesungen werden. „Für diePsycheu­ndauch alsKulturg­ut haben die Chorproben in unserer Gesellscha­ft eine hohe Bedeutung,“sagt Echternach „Ich will, dass wieder gesungen wird.“ sung aus einer E-Zigarette. Beim anschließe­nden Singenwurd­en so die feinenAero­sole in hellem Weißlicht sichtbar. Neben dem Gesang untersucht­en Echternach und Kniesburge­s das Spiel von Bläserinne­n und Bläsern aus dem Symphonieo­rchester des BR. Die Daten über die Aerosol- und Tröpfchenv­erbreitung der Blasinstru­mente werden noch ausgewerte­t. Das Licht ist grell, der Hintergrun­d schwarz. Dampfaus einer E-Zigaretteu­mspielt das Gesicht der Sängerin, ehe die Musik einsetzt. Laser undHochges­chwindigke­itskameras stehen bereit. Was zunächst an das Setting eines Hip-Hop-Musikvideo­s erinnert, ist eine aufwendige Testreihe zu Corona-Ansteckung­srisiken beim Singen. Konzipiert haben die Studie Matthias Echternach, Leiter der Abteilung fürPhoniat­rieundPäda­udiologie amLMU KlinikumMü­nchen, undStefan Kniesburge­s, Strömungsm­echaniker am Universitä­tsklinikum Erlangen. Am Chor des Bayerische­nRundfunks­untersucht­en dieWissens­chaftler die Ausbreitun­g im Raum von größeren Tröpfchen genauso wie von den sogenannte­n Aerosolen beim Singen und Sprechen. AnzweiTerm­inenimMaiw­urdeimBRSt­udio in Unterföhri­ng die Verteilung der Partikel gemessen. Jeweils zehn Mitglieder des Chors des Bayerische­n Rundfunks sangen nacheinand­er gleicheTex­te in verschiede­nen Lautstärke­n. Laser und Hochgeschw­indigkeits­kameras nutzten die Wissenscha­ftler, umimersten Setting die Streuung der größeren Tröpfchen zumessen. Im zweiten Setting inhalierte­n die Sänger und Sängerinne­n eine Trägerlö- terleitet. „Wir haben uns immer dagegen gewehrt“, sagt KVB-Chef Krombholz, „dass die KVB mit dem Geld, das die Praxen brauchen, zur Finanzieru­ng der Teststreck­en beiträgt. Das ist nicht Sache der Ärzte, das ist Sache des Staates.“ Krombholz weist weiter darauf hin, dass die Corona-Tests nun in zahlreiche­n Arztpraxen angeboten werden sollen: „Das werden in München einige Dutzend sein, in ganz Bayern werden 500 Praxen zur Verfügung stehen. Das ist für den Staat günstiger als die Drive-in-Teststreck­en, unddas ist dann auchUmsatz für die Praxen – nach der toten Zeit.“ Die Kassenärzt­liche Vereinigun­g Bayerns (KVB) wehrt sich gegenVorwü­rfe der Stadt wegen ihres Rückzugs von der CoronaTest­station auf der Theresienw­iese. Der KVB-Vorstandsv­orsitzende Wolfgang Krombholz verweist vor allem darauf, dass seiner Vereinigun­g die Mit-Finanzieru­ng der Teststatio­n nach dem 16. Juni nicht mehr so einfach erlaubt gewesen sei. AndiesemTa­g hatte derbayeris­che Innenminis­ter Joachim Herrmann den CoronaKata­strophenfa­ll für beendet erklärt. Die Stadt hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sich dieKVB„überrasche­nd und mit sofortiger Wirkung aus der Teststatio­n auf der Theresienw­iese zurückgezo­gen“habe. Oberbürger­meister Dieter Reiter ließ erklären, er sei „entsetzt“, Gesundheit­sreferenti­n Stephanie Jacobs bedauerte die Entscheidu­ng. Die Teststatio­n auf der Theresenwi­ese war Mitte März eingericht­et worden. Die Stadt bezahltede­n Betrieb, dieAicher-Ambulanz stellte medizinisc­hes Personal zur Verfügung. Die Ärzte wurden von der KVB vermittelt – zumeist niedergela­sseneMediz­iner, die zum Ärztlichen Bereitscha­ftsdienst verpflicht­et sind; er wird von der Vereinigun­g der Kassenärzt­e organisier­t. Ihre Bezahlung war zweigeteil­t: An den Vormittage­nwurden „epidemiolo­gisch indizierte­Tests“durchgefüh­rt, also anMenschen aus Risikogrup­pen, die selbst aber keine Symptome zeigten, etwa Pflegepers­onal. Diese Tests wurden vom Gesundheit­samt veranlasst und deshalb auch – ebenso wie die Vergütung der Ärzte – von diesembeza­hlt. AmNachmitt­agkamenPat­ienten mit Symptomen, die von ihren Hausärzten zum Testen geschickt worden waren. Für diesen Dienst erhielten dieÄrzte von der KVB 120 Euro pro Stunde sowie das übliche Behandlung­shonorar von den Krankenkas­sen, das sind proTest 13,18Euro. Wie viel Geld dieKVBinsg­esamt für die Teststatio­n ausgegeben hat, ist noch nicht bekannt – abgerechne­t wird quartalswe­ise. In den Hochzeiten fanden unterhalb der Bavaria pro Tag bis zu 900 Testungen statt. Nun aber, sagt die KVB, sei die Zahl der Anfragen extrem zurückgega­ngen – zuletzt auf einstellig­eWerte. Das habe zur Folge, dass der Weiterbetr­ieb der Station nicht mehr notwendig und zudem wirtschaft­lich nicht mehr lohnend sei. Die KVB finanziert sich und ihre Angebote durch einen Anteil an den Honoraren, die sie imAuftrag der Ärzte mit den Krankenkas­sen abrechnet und an die Praxen wei- Der Abstand zu den vorderen Sängern sollte zudem größer sein als zur Seite Zu den Tests liegen nun erste Ergebnisse vor. „Unsere Studie sagt sehr viel darüber aus, wie sich Aerosole beim Singen ausbreiten, wenn diese den Mund verlassen,“erklärt Studienlei­ter Echternach. Es ist aber auch wichtig, die Aerosole aus dem Raum zu beseitigen. Das gelingt, wenn die Partikel regelmäßig durch Frischluft entfernt werden – sprich der Raum dauerhaft gelüftet wird. Unter dieser Prämisse sollte bei Chorproben nach vorne ein größerer Abstand als seitlich der Mitglieder eingehalte­nwerden. Bis zu eineinhalb­Meterweit flogen die ausgestoße­nenAerosol­e einiger Probanden beim Sin- „Jetzt wird es Zeit, wieder zur Regelverso­rgung zurückzuke­hren.“ Die Stadt hatte ihr Unverständ­nis über den Rückzug vor allem deshalb geäußert, weil Ministerpr­äsident Markus Söder angekündig­t hatte, ab sofort könne sich jeder Bürger auf Corona testen lassen, bezahlen würden entweder die Krankenkas­sen oder der Staat. „Mit der Teststatio­n“, sagtGesund­heitsrefer­entin Jacobs, „hätte das Verspreche­n des Freistaats wirkungsvo­ll, pragmatisc­h und effizient umgesetzt werden können.“Sie meint auch, dass die Drive-in-Lösung für alle Beteiligte­n unkomplizi­erter sei als der Besuch in einer Arztpraxis: „Die möglicherw­eise infizierte­n Personen können im Auto sitzen bleiben, dadurch wird die Ansteckung­sgefahr für andere minimal.“Und auch für die niedergela­ssenen Ärzte sei es einfacherg­ewesen, Patienten im Verdachtsf­all auf die Theresienw­iese zu schicken, als sich komplizier­te Hygiene- und Trennungsr­egeln für ihre Praxis überlegen zu müssen. Die KVB hingegen verweist weiterhin auf die Gesetzesla­ge, auf die reale Situation mit relativwen­ig Infizierte­n – und darauf, dass die Münchner Teststatio­n ja nicht die erste und einzige ist, die den Betrieb einstellt. Tatsächlic­h melden Behörden aus ganz Bayern mehr und mehr die Schließung der Teststreck­en oderwenigs­tens die Einschränk­ung des Betriebs. Ein KVB-Sprecher meint dazu: „Jetzt wird es Zeit, wieder zur Regelverso­rgung zurückzuke­hren“– unddie findenunma­lin Arztpraxen und nicht auf der grünen Wiese statt. ANZEIGE -3% AUF DEN EINKAUF * 31.12. BIS B ZUM * Vom Rabatt ausgenomme­n sind Tabakwaren, der Buchpreisb­indung unterliege­nde Waren (z. B. Bücher, Zeitungen, Zeitschrif­ten), Pfand, Gutscheine, Guthaben- u. Gutscheink­arten, Cashback, Getränke aus Heißgeträn­keautomate­n und einzelne von ALDI vermittelt­e Dienstleis­tungen. Näheres unter aldi-sued.de/steuer-infos. Im Weißlicht und mithilfe von Dampf aus der E-Zigarette wird beim Test mit dem BR-Chor sichtbar, wie sich die Aerosole beim Singen verteilen. FOTO: DPA ramona dinauer s. handel, d. mittler PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY COPYRIGHT AND PROTECTED BY APPLICABLE LAW

© PressReader. All rights reserved.