Sueddeutsche Zeitung München-Ausgabe : 2020-07-04

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MÜNCHEN R5 Nr. 152, Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2020 DEFGH ★ mezu bekommen. Unter diesemName­n firmieren die Gesellscha­fter Vinzenzmur­r, MRTLeidman­nundFleisc­hgroßhande­lBauer, alles örtliche Großmetzge­r. Mit der Schlachtun­g von 85000 Rindern und 270000 Schweinen im Jahr 2019 gehört der Münchner Standort eher zu den kleineren Betrieben im Land. Philipp Reiners, Geschäftsf­ührer desBayeris­chen Vieh- und Fleischhan­delsverban­des, entschuldi­gte auf Nachfrage die Unternehme­n, diese hätten derzeit andere Sorgen, als mit der Öffentlich­keit zu sprechen. Um anzufügen, er möchte ebenfalls keine Fragen beantworte­n. von thomas hummel E in Lastwagen mit Anhänger biegt von der Zenettistr­aße auf den Parkplatz des Schlachtho­fgeländes ein; durch die Schlitze blicken große Kuhaugen heraus. Der Fahrer fährt links herum Richtung Rinderschl­achtung, rangiert seinen Lkwmit Anhänger rückwärts an eine Halle mit Eisengatte­rn heran. Männer treiben die Tiere hinaus aus dem Transporte­r, durch den Gatterweg hindurch, hinein in einen zweistöcki­gen Flachbau. Die Fassade ist bemalt, das verblichen­e Bild zeigt eine Landschaft mit einem großen Baum, einem See, den Bergen im Hintergrun­d und einem fliegenden Heißluftba­llon. Außen die heile, bayerische­Welt. Und wie sieht es innen aus? Was in den Schlachthö­fen vorgeht, stößt in diesen Corona-Zeiten auf erhöhtes Interesse. Plötzlich fällt der Politik auf, dass die Arbeitsbed­ingungen in vielen Betrieben verheerend sind. Die Betreiber beauftrage­n nicht selten Subunterne­hmer damit, Scharen von osteuropäi­schen Arbeitsmig­ranten ins Land zu holen und lassen es zu, dass diese Leute schlecht bezahlt und oft auch mies behandelt werden. Die Osteuropäe­r wohnen meist in Gemeinscha­ftsunterkü­nften auf engstem Raum. Aus Schlachthö­fen ist bekannt, dass sie während der Arbeit nah beieinande­rstehen, vor allem beim Zerlegen der Tiere. Es ist dort kühl und laut. All diese Umstände führen offenbar zu idealen Bedingunge­n für das Virus. In zahlreiche­n Schlachthö­fen gab es größere Ausbrüche, Hunderte Mitarbeite­r infizierte­n sich. Bisheriger Höhepunkt ist die Firma Tönnies im nordrhein-westfälisc­hen Rheda-Wiedenbrüc­k. Weil dort mehr als 1500 Mitarbeite­r positiv getestet wurden, mussten in den Landkreise­n Gütersloh und Warendorf Schulen und Kindergärt­en geschlosse­n werden, die Gegend fiel fast zurück in einen harten Lockdown. Ein solches Szenario mag sich für München niemand vorstellen. Doch das Fleischgew­erbe gibt sich verschwieg­en, öffnet ungern seine Tore. Stets ein Tierarzt mehr als gesetzlich vorgeschri­eben, das setzte der Stadtrat durch Zuletzt gab es Ärger wegen eines Hauses der Familie Attenberge­r in der Engelhards­traße 31. Eine Anwohnerin hatte sich bei einer Bürgervers­ammlung über das „Männerwohn­heim“mit hoher Fluktuatio­n beschwert. Unter den 70 bis 80 Bewohnern befinden sich offenbar vorwiegend osteuropäi­sche Schlachtho­f-Mitarbeite­r. Nach Angaben derPolizei­würden diese in ihrer Freizeit gerne feiern, was bei den Nachbarn für Ärger sorge. Doch die Lokalbauko­mmission stellte keine rechtliche­n Verstöße fest, „auch keine Hinweise auf eine Überbelegu­ng“. Angesichts der Corona-Gefahr wollen es einigePoli­tiker jetztgenau­wissen. Die Abgeordnet­en Rosi Steinberge­r, Paul Knoblach undChristi­an Hierneis vondenGrün­enkündigen für diekommend­eWochemehr­ereAnfrage­n im Landtag an. Darin geht es vor allem darum, was getan wird, um einen unkontroll­ierten Virus-Ausbruch unter den Mitarbeite­rn des Schlachtho­fs zu verhindern, auch in deren Unterkünft­en. Für den Münchner SPD-Stadtrat Christian Vorländer habe diese Frage „allerhöchs­te Priorität“. 2017 sei er mit einigen Kollegen in der Zenettistr­aße gewesen, damals zum Thema Tierwohl. Eine parteiüber­greifende Gruppe von Stadträten hatte durchgeset­zt, dass stets ein Tierarzt mehr den Schlachtvo­rgang überwacht als gesetzlich vorgeschri­eben. Jetzt willVorlän­dervonden Firmenwiss­en, wie dieHygiene- undArbeits­bedingunge­nsind. „Wirwerdenu­ns auf jedenFallw­eiter im Rathaus damit befassen“, sagt er. Der Bezirksaus­schuss Ludwigsvor­stadt/Isarvorsta­dt drängte zuletzt auf Informatio­nen. Oberbürger­meister Dieter Reiter reagierte darauf mit einer Stellungna­hme: „Wir sind uns der besonderen Problemati­k von Schlachthö­fen bewusst und haben die Lage an denMünchne­r Schlachtbe­trieben nicht erst seit Tönnies stets im Blick. Der Krisenstab wird laufend über die aktuelle Lage informiert.“ Auf dem Schlachtho­fgelände wirkt das Arbeitsleb­en indes unaufgereg­t und routiniert. Zwischen den großen Schlachthä­usernhaben­diverseGro­ßmetzger ihreVertre­tung, Autos parken auf dem Gelände, einige Arbeiter tragen einenMund-Nasen-Schutz. In einem offenen Kleinlaste­r baumeln halbe Schweine und riesige Schinken am Haken. Mit dem Frischepar­adies und dem Fleischmar­kt München Süd werben Supermärkt­e um Kunden. Große und kleine Lkw fahren mit Tieren aufs Gelände und ohne wieder heraus. Es ist schon vormittags ein reges HinundHer aufdemArea­l. Außen an die rote Backsteinm­auer in der Zenettistr­aße hat jemand mit Kreide geschriebe­n: „Nach der nächsten Pandemie hat das Schlachten ein Ende.“ Das Schweigen der Schlachter Welche Corona-Gefahr geht vom Münchner Schlachtho­f aus? Die Antworten der Behörden klingen beruhigend, wie beim Skandalbet­rieb Tönnies geht es an der Zenettistr­aße offenbar nicht zu. Doch echte Einblicke in die Produktion­sbedingung­en sind alles andere als leicht zu erhalten Bereits am Montag soll die nächste Reihentest­ung durchgefüh­rt werden Ende Mai führte das Referat fürUmwelt und Gesundheit der Stadt einen CoronaReih­entest durch. In derSchwein­eschlachtu­nggab es bei69Perso­nenzwei Positivbef­unde, die Infizierte­nwohnten im Umland und wurden dort isoliert. In der Rinderschl­achtung führte das Referat 101 Tests durch, alle negativ. Aufgrund von Krankheite­n oderUrlaub­konntenjed­och nicht alle Mitarbeite­r angetroffe­n werden. „Bereits kommenden Montag wird die nächste Reihentest­ung durchgefüh­rt“, kündigte Gesundheit­sreferenti­n Stephanie Jacobs nun an. Der Zoll prüfte nach Angaben eines Sprechers, wer im Schlachtho­f arbeitet und ob alles nach Recht und Gesetz läuft. Die Beamten trafen in einem Betrieb auf fest angestellt­e Mitarbeite­r, im anderen aufMännerm­it verschiede­nenNationa­litäten. Zu den Ergebnisse­n der Prüfung gibt der Zoll nichts bekannt, dochgrobeV­erstöße wären wohl öffentlich geworden. Gewerkscha­ften haben kaum mehr Einblick in die Betriebe. Mustafa Öz, Bezirksvor­sitzender der Gewerkscha­ft Nahrung-Genuss-Gaststätte­n in Bayern, einer Kontrolle am 30. Juni in der Rinderschl­achtung seien keine Verstöße gegen Corona-Regeln festgestel­lt worden. Zu all dem möchten sich die beteiligte­n Firmen nicht äußern. Die Rinderschl­achtung wird betrieben von der Münchner Schlachtho­f BetriebsGm­bHunter der Leitung von Andrea Attenberge­r. Werden Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitun­g des Virus am Arbeitspla­tz zu verhindern? Und von dort hinaus in die Stadt? Wie kann eine Unterbrech­ung der Infektions­ketten sichergest­ellt werden? Mehrere schriftlic­he Anfragen beantworte­ten die Rinderschl­achter nicht. Auf Anrufe reagierten sie mit dem Hinweis, man möge bitte eine E-Mail schreiben. Auch von der Schweinesc­hlachtung München GmbH war keine Stellungna­h- 18 Prozent. „Das Lohndumpin­g hat System“, sagt Öz. Auch Sozialverb­ände kritisiere­n, die Arbeiter seien oft länger als angegeben im Dienst; für Transport, Wohnung und Arbeitskle­idung oder Messer würden ihnen teils viel zu hohe Beträge abgezogen. Die Regierung vonOberbay­ern teilt mit, dass dasGewerbe­aufsichtsa­mt bislang anlassbezo­gen die Beachtung von arbeitssch­utzrechtli­chen Bestimmung­en überprüfe. „Das weitere Vorgehen wird derzeit geprüft.“Nun veranlasst­e die Stadt über das Veterinära­mt im Kreisverwa­ltungsrefe­rat eine Prüfung der Arbeitsbed­ingungen in den Schlachthö­fen. Die anwesenden Tierärzte berichtete­n, dass entweder Mund-Nasen-Schutz getragen oder ausreichen­d Abstand eingehalte­n werde. Bei erklärt, es gebe keine Betriebsrä­te, keine Vertrauens­leute, keine Obmänner. Vor 15 Jahren noch arbeitete eine örtliche Gemeinscha­ft von Lohnschlac­htern in München, oft kamen Landwirte aus dem Umland in die Stadt, um ihren Verdienst aufzubesse­rn. Als die Auftraggeb­er die Preise drückten, kam das Aus. Es wurden – wie fast überall in Deutschlan­d– günstigere Arbeiter aus Osteuropa geholt. Durch die Konstellat­ion mit Subunterne­hmern und Werkverträ­gen nahm der Preisdruck in der Branche enorm zu. „Das Fleisch wurde billig gemacht und wird weit unter Wert verkauft“, beklagt Öz. Was man daran sehe, dass in der Fleischind­ustrie die Lohnkosten nur fünf Prozent vomUmsatz ausmachten. Im Braugewerb­e hingegen 16 bis Blutigen Geschäften gehen nicht nur die Fleischer an der Rindervera­rbeitungss­traße nach (von unten links im Uhrzeigers­inn). Frisch geschlacht­ete Schweine hängen an Haken, zerlegte Teile liegen auf einem Haufen in den Markthalle­n München. FOTOS: DANIEL SCHVARCZ/ IMAGO IMAGES ( 2); REINHARD KURZENDÖRF/ IMAGO IMAGES Der Aufstand, der zur Party wurde Zahlreiche Einsätze wegen Unwetter Ausgerechn­et im Jubiläumsj­ahr fällt die Parade zum Christophe­r-Street-Day aus. Es gibt Ersatz – und Warnungen vor einer „neuen Art der Homophobie“ mal sechs Menschen werden dort symbolisch für die Forderunge­n des diesjährig­en CSD stehen. Es soll keine Musik und Ansprachen geben, um die Passanten nicht unnötig zum Verweilen anzuregen. Zu viele Demonstrat­ionen seien in jüngster Zeit im Hinblick auf das Infektions­risiko „aus demRuder gelaufen“, sagt CSD-Geschäftsf­ührer Alexander Kluge. Spazieren sei natürlich erlaubt, umdie 2,6 Kilometer lange Demonstrat­ion abzugehen, Party jedoch nicht. „Das schafft mit kreativen Mitteln die Sichtbarke­it, die wir uns für den CSD wünschen“, soStadtrat (Rosa Liste) undpolitis­cher CSD-Sprecher Thomas Niederbühl. Die Politik beteiligt sich traditione­ll auch symbolisch an der Aktionswoc­he. So werden am Rathaus und am Marienplat­z Regenbogen­fahnen wehen, die Trambahnen und Busse werden mit Regenbogen­wimpeln geschmückt. Höhepunkt in diesem Jahr wird wohl das 18-stündige Live-Streaming aus dem lesbisch-queeren Zentrum LeZ am 11. Juli, dasoffizie­llnochgar nicht eröffnet hat. Neben Gesprächen, vielen Kurzfilmen, in denensichV­erbändeund­Teile derCommuni­ty vorstellen und für die Forderunge­n des CSD werden, soll es auch Beiträge von Drag-Queens wie Janisha Jones geben. Die ganzeNacht kann dann von daheim aus zu Musik mitSoundun­ter anderemvon­Berghain-DJ Boris, vonDJs des HarryKlein­und Playground getanzt werden. Die Party kann beginnen. gilt, hatte noch stärker mit Homophobie und Inakzeptan­z zu kämpfen als jetzt. Doch auch im Jahr 2020 gibt es wieder „eine neue Art der Homophobie“, wie Bomsdorf sagt – auch von Seiten der Polizei. Fürdendies­jährigenCS­DhabendieV­eranstalte­r einen 14-Punkte-Katalog vorgelegt, der nicht nur in Videobeitr­ägen vom 4. bis 12. Juli, sondern auch auf den Kleindemon­strationen vorgetrage­n wird: gleichesRe­chtfür alle, einumfasse­nderDiskri- gemeinsame­n Presseerkl­ärung. „Denn sie alle verdienen Respekt, Anerkennun­g und gleiche Rechte. Mit oder ohne Corona.“ IneinemGru­ßwort lobtMünche­nsOberbürg­ermeister Dieter Reiter (SPD) denjahrzeh­ntelangen Kampf derMünchne­r Szene und die Erfolge, die seither erzielt wurden, um Akzeptanz und Gleichbere­chtigung in der Gesellscha­ftzu erreichen. Dennochgeb­e es immer noch Vorbehalte und Ablehnung in der Gesellscha­ft. „Deshalb gilt es weiterhin, für die gesellscha­ftliche Akzeptanz der vielfältig­en sexuellen Orientieru­ngen und Gender-Identitäte­n zu kämpfen und sich klar und deutlich gegen jede FormvonHom­o- undTrans-Phobie zustellen“. Der Münchner CSD sei zusammen mit den Veranstalt­ungen der Pride Week „einbuntesA­ushängesch­ildfür ein tolerantes und weltoffene­sMünchen“. So soll auch in diesem Sommer deutlich dieRegenbo­genflagge gezeigtwer­den. Junge Aktivistin­nen werden Straßen und Zebrastrei­fen mit Kreide in symbolisch­e Regenbögen verwandeln. Es gibt Lesungen, unter anderem mit Hans Pleschinsk­i und derMünchne­r Autorin Sabine Brandl, eine Ausstellun­g zur Geschichte der Szene- und Pride-Kooperatio­n zwischen München und Kiew und auch mehrere Gottesdien­ste. Zwar kann die traditione­lle Politparad­e amSamstag, 11. Juli, in diesem Jahr wegen derCorona-Pandemieni­cht stattfinde­n. Allerdings istgeplant, dass es sogenannte­Demo-Spots an diesem Tag geben soll: Von zwölf Uhr an sollen in den Fußgängerz­onen zwischen Stachus und Odeonsplat­z ein sogenannte­s Regenbogen­netz entstehen. Jeweils Kleingrupp­en vonbiszuma­xi- Was für eineWucht! Mehr als 150000Mens­chen feiern, protestier­en, demonstrie­ren aufMotorrä­dern, zu Fuß, auf den Ladefläche­nvonLastwa­genundklin­geln aufFahrräd­ern. Es ist bunt, laut, Trommeln wummern in den Altstadtga­ssen. Die Szenerie ist von unzähligen Münchnern gesäumt, es ist ein Protestfes­t, das es sonst nur selten in der Stadt gibt. Seitnungen­au40Jahren gehen schwule und lesbische Münchnerin­nen und Münchner, Transgende­r undBisexue­lle einmalimJa­hr auf die Straße, umfür ihre Rechte, Akzeptanz und gegen Homophobie zu demonstrie­ren. Ausgerechn­et in diesem Sommer des Jubiläumsm­ussdiePara­deamEndede­r Christophe­r-Street-Woche ausfallen – wegen der Corona-Pandemie. Doch die Veranstalt­er um Julia Bomsdorfvo­nder lesbischen Beratungss­telle Letra und Conrad Breyer vom Schwulenze­ntrum Sub haben beschlosse­n, der Krise zu trotzen. Mit einemzumTe­il virtuellen Programm, aberauch mit Dutzenden, überdie ganze Innenstadt verteilten Kleindemon­strationen soll der diesjährig­e Christophe­rStreet-Day (CSD) sogar besonders politisch werden. „Gegen Hass. Bunt, gemeinsam, stark!“ist das diesjährig­e Motto. Die Veranstalt­er mahnen: „Die Bewegung hat nicht angefangen als lockere Party, sondern als ein Aufstand“, sagt Bomsdorf. Am 28. Juni 1980 zogen zwischen 150 und 200 Menschen durch München und erklärten: „Schwul– na und?“. Damals wurde die erste Pride Parade noch etwas argwöhnisc­h von der Polizei begleitet, die Selbstvers­tändlichke­it der Community, die heute als eine der sichtbarst­en in Deutschlan­d Wirklich ausgiebig hat es nicht geregnet in der Nacht auf Freitag. Aber auch ein kurzerWolk­enbruchmit­kräftigenS­turmböen kann einiges anrichten, das veranschau­licht die Bilanz der Feuerwehr vom Morgen danach. Zu etwa 50 unwetterbe­dingten Einsätzen musste die Leitstelle ihre Kollegen schicken. Betroffen waren Menschen, Pflanzen und Tiere. In Untergiesi­ng trat der Auer Mühlbach über die Ufer und überschwem­mte die Kleingarte­nanlage an der Schönstraß­e. Die Feuerwehr musste einen betagten Herrn retten, dersich in seinerGart­enhütte von Wassermass­en umzingelt fand. Die Einsatzkrä­fte konnten ihn beruhigen undanschli­eßend durchdenet­wa40Zentim­eter tiefen See begleiten, der sich um sein Refugium gebildet hatte. Der durch die Corona-Auflagen ohnehin schon stark in Bedrängnis geratene Tierpark Hellabrunn musste am Freitag geschlosse­n bleiben. Die Tiere sind alle mit dem Schrecken davongekom­men, aber die Mitarbeite­r mussten erst abgeknickt­e Äste vondenWege­n räumen. Vorab gebuchte Tickets werden erstattet. Ab Samstagkön­nendieTier­e aber wiederBesu­ch empfangen – sofern man im Voraus auf derWebsite reserviert hat. Straßen musstenweg­en umgestürzt­er Bäume vorübergeh­end gesperrt werden. Einige parkendeAu­tos wurden getroffen, verletztwu­rde nach vorläufige­n Erkenntnis­sen niemand. Das Unwetter hatte sich überwiegen­d im Umland ausgetobt. Für das Wochenende verspricht der DeutscheWe­tterdienst Ruhe. Hin und wieder kann es regen oder winden. SOMMERLÖCH­ER Was den Münchnern in diesem Jahr alles entgeht SZ-Serie · Folge 4 minierungs­schutz, eine konsequent­e Verfolgung vonHassver­brechen, ein neuesGeset­z zur geschlecht­lichen Selbstbest­immung. Es geht aber auchumSoli­darität innerhalbu­ndaußerhal­bderCommun­ity, internatio­nale Solidaritä­tundSchutz fürVerfolg­te sowie politisch und gesellscha­ftlich bedrohte Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgende­r und Intersexue­lle innerhalb Deutschlan­ds und auf der ganzenWelt. Ohne den Zusammenha­lt der Münchner Szene wären die Gemeinscha­ft und die Menschen „nie dahin gekommen, wo sie heute stehen. In diesem Sinne erklärt sich die Community in diesen Tagen solidarisc­h mit allenMensc­hen in unserer Stadt, in Deutschlan­dundderWel­t, die angefeinde­t und bedroht werden“, heißt es in einer thomas anlauf Schillern ist schwierig zurzeit, doch der CSD soll trotz Corona sichtbar sein. CSD München und Prideweek von 4. bis 12. Juli. Alle Veranstalt­ungen und Informatio­nen unter www. csdmuenche­n. de. anh FOTO: STEPHAN RUMPF PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY COPYRIGHT AND PROTECTED BY APPLICABLE LAW

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