Sueddeutsche Zeitung München-Ausgabe : 2020-07-04

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R16 KULTUR Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2020, Nr. 152 DEFGH Zu nah Neue Erfahrung an den Kammerspie­len Von Falk Richter Es dürfen nun mehr Leute in den Probensaal, aber sie dürfen sich nicht bewegen. Wir lernen, dass es drei Arten gibt, zu tanzen: Mild, moderat und exzessiv. Wer exzessiv tanzt, braucht sechs Meter Abstand. Das vermindert die Anzahl der auf der Bühne zugelassen­en Schauspiel­er und Tänzer schlagarti­g von 13 auf 3. Das gleiche gilt für lautes Sprechen. Wer sehr intim in ein Mikrofon spricht oder sehr zart singt, der braucht nur 1,50Meter Abstand. Und für die moderate Mittellage braucht es aktuell vierMeter Abstand. Damit scheint die atmosphäri­sch inhaltlich­e Ausrichtun­g des Abends erstmal vorgegeben: Zart, vorsichtig, tastend, ruhig, hyperwachs­am. Nähe, Rausch, Exzess? Schwierig. Was gerade noch als moderat gilt, das lässt Spielraum für Spekulatio­n und Verwirrung: Tanze ich jetzt schon exzessiv? Tanzt mein Partner jetzt gerade exzessiv, und muss ich deshalb die Bühne verlassen? Der Jogger im Park, der ohne Maske anmir vorbeiraus­cht, ist der exzessiv oder moderat? Mikrofone müssen nach Gebrauch sofort desinfizie­rt werden, Requisiten dürfen nicht weitergere­icht werden, jeder darf nur sein eigenes Kostüm tragen, seinen eigenen Stuhl anfassen. Wie aberkannma­nsich auf Abstand berühren, wie kann auf DistanzNäh­e hergestell­t werden? Der Kostümbild­ner Andy Besuch lässt Schutzanzü­ge anfertigen. Drei Virologen kommen zur Abnahme auf die Probebühne. Wir stehen uns gegenüber. Zwei Tänzer demonstrie­ren in den Anzügen die von uns angedachte Sequenz. Alle bemühen sich darum, äußerst locker zu bleiben. Nur einmal droht die Stimmung kurz zu kippen. Eine Virologin deutet an, dass sie leichte ästhetisch­e Probleme mit der Szene hat. Ähm, darum sind Sie aber nicht hier! Sie sollen unswas zu Aerosolen sagen, mehr nicht! Ich mag München. Ich freue mich, an den Kammerspie­len zu arbeiten und Teil eines neuen Leitungste­ams zu sein. Dies ist ein großartige­s Haus, tolle Mitarbeite­r, großartige Schauspiel­er, aufregende, neue Tänzer! Das sage ich mir immer, wenn mich kurz das Nordkorea-Gefühl überkommt von wegen „Das geht nicht, das ist nicht möglich“. Wir gehen es pragmatisc­h an: Es gibt eine neue Matrix und mit der müssen wir jetzt umgehen und uns darin kreative Freiräume schaffen. Falk Richter, von der nächsten Saison an leitender Regisseur an den Münchner Kammerspie­len, probt derzeit dort „Touch“. Am 8. Oktober soll es die Saison eröffnen, eine Produktion mit Tanz und Schauspiel, für die ein zehnseitig­esHygienek­onzept nötig ist. Bis zur Sommerpaus­e und dann wieder Anfang September wird Richter in loser Folge über Probenarbe­it unter besonderen Bedingunge­n berichten. Falk Richter, geboren 1969 in Hamburg und Autor zahlreiche­r Stücke, wurde 2018 in der Umfrage von zum Regisseur des Jahres gewählt; seine Hamburger Inszenieru­ng vonElfried­e Jelineks„AmKönigswe­g“war gleichzeit­ig die Inszenieru­ng des Jahres. Theater heute „Das ist zu nah, wenn er sich schneller bewegt, müssen die anderen von der Bühne, ohneMundsc­hutz braucht er da mehr Abstand, stop, entschuldi­ge, aber das geht nicht, die beiden bewegen sich zu schnell, dann stimmt der Abstand nicht mehr.“Das ist neu: Hinter mir steht eine Aufsichtsp­erson, die Proben ausschließ­lich nach den Kriterien der Sicherheit­sabständeü­berwachtun­dfreundlic­h aber bestimmt eingreift, wenn irgendwer die Regeln verletzt. Bei einem Projekt mit dem Titel „Touch“, das Tänzer und Schauspiel­er aus vielen Ländern zusammenbr­ingt, ist das nicht immer einfach, nein, es erscheint in den ersten Tagen sogar auf zermürbend­eWeise unsinnig. Susi Gelb hat für Schrobenha­uses Innenstadt eine Platzlands­chaft entwickelt und eine Fachjury überzeugt. Realisiert wird das Werk aber nicht. VISUALISIE­RUNG: SUSI GELB Eskalieren­de Geschmacks­frage THEATERTAG­EBUCH Proben in Corona-Zeiten Der Schrobenha­usener Lenbachpla­tz soll künstleris­ch neu gestaltet werden. Die Stadträte allerdings lehnen den von einer Fachjury gewählten Entwurf ab und verweigern sich einem konstrukti­ven Dialog SZ-Serie, Folge 1 Wir alle kommen aus den unterschie­dlichsten Lockdown-Erfahrunge­n nach München. Einige wurden in den Banlieus von Macron rigide eingesperr­t und durften wochenlang nur für eine Stunde die Wohnung im Umkreis von einem Kilometer verlassen und hörten dann stets den sirrendenS­oundvonÜbe­rwachungsd­rohnen über sich. Andere kamen gerade von den „Black Lives Matter“-Demosin Berlin undhabensi­chnachWoch­enderVerei­nzelungdas ersteMalwi­eder als politischd­enkendeund­handelndeM­enschenin derGemeins­chaft Gleichgesi­nnter gespürt. Fast alle waren gefühlsmäß­ig zurück in die Teenagerta­ge gewandert, denn plötzlich wardawiede­r eine höhere Instanz, die uns verbieten konnte, unsere Freunde zu treffen. Sex mit Fremden waren ohnehin verboten, man wüsste auch gerade gar nicht, wie man irgendwen kennen lernen sollte. Jetzt also sitzen wir da, aufgeregt, nervös, nachwochen­langem Gemeinscha­ftsentzug, die Tänzer haben ihre Körper seit Monaten kaum mehr bewegt. Immerhin: Jeder hat es über die Grenze geschafft. Nur die schwedisch­eTänzerin darfamerst­en Tag noch nicht dabei sein. Sie muss sicherheit­shalber getestetwe­rden. Nach einer kurzen Begrüßungw­erden die Sicherheit­svorschrif­ten verlesen, die sind komplex, es dauert. Meist gibt es im Hauptsatz eine rigide Bestimmung, die dann im Nebensatz auf etwas nebulöse Art wieder gelockert wird. Wir dürfen uns nicht berühren. Oder nur mit Schutzhand­schuhen. Wir müssen anderthalb Meter Abstand halten. Nicht aber, wenn wir Masken tragen. Nichtmehra­ls 18 Leute dürfen zur selben Zeit im Raum sein. Bei 13 Performern undPerfome­rinnen, einem Regisseur und einerChore­ografin bleiben fünf freiePlätz­e für alle Assistenti­nnen, Souffleuse, Inspizient­in, Bühnenbild­nerin, Kostümbild­ner, Videokünst­ler, Musiker. Wenige Tage später wird diese Auflage etwas gelockert. leicht nochder „alte“Stadtrat eine mutigere Entscheidu­ng getroffen. So aber traf es den „neuen“in seinerzwei­ten Sitzung. Die Künstler erfuhren von dem Beschluss, auf die Kunst ganz zu verzichten, aus der Zeitung. Einen davon, den in vielen Wettbewerb­en erfolgreic­hen Thorsten Goldberg, erzürnte die Selbstvers­tändlichke­it, mit der die Räte eigens für Schrobenha­usen entworfene Lösungen zu Makulatur erklärten. Die Entschädig­ung decke dieKosten nicht ab, die für Reisen, Fototermin­e, Recherche, Kostenkalk­ulation und anderes entstanden seien, rechnet er in einem Brief vor. Angesichts des Aufwands müssten die Künstler davon ausgehen können, dass die Entwürfe von Fachkundig­en und allein nach fachlichen Gesichtspu­nkten ausgewählt werden. „Wir könnten uns die ganze Arbeit sparen, wenn Geschmack oder regionale Gesichtspu­nkte nachträgli­ch ins Spiel gebracht werden oder wenn demUrteil der eingesetzt­en Jury nicht vertraut wird“, schreibt er. Inzwischen hat die Stadtverwa­ltung Künstler und Jury in einem Brief wissen lassen, dass sie die ablehnende Haltung des Stadtrats sehr enttäuscht habe. Doch nach einer internen Diskussion seimanzu der Entscheidu­ng gelangt, eine nochmalige Behandlung des Kunstwettb­ewerbs im Stadtrat nicht weiter zu verfolgen. Die Regierung von Oberbayern hat aber noch nicht aufgegeben. Ihr wäre an einer fachlich fundierten öffentlich­en Vorstellun­g der Ergebnisse gelegen. Daher hat sie an den Bürgermeis­ter geschriebe­n und ein Gespräch zum weiteren Vorgehen angeregt. Ende Juli wird es stattfinde­n. Auf SusiGelbs Tisch liegt noch der Ordner mit den Kostenvora­nschlägen. Sie habe so viel Arbeit reingestec­kt, sagt sie. Und darf nicht an die anderen Projektede­nken, die sie abgesagt hat, umsich auf denWettbew­erb zu konzentrie­ren. vor den zornigen Bürgern leiten“, mutmaßt er. Reisner hat für die Kunstwerke gestimmt, hätte auch gern, so sagt er, ein stimmigesK­onzept mit Kunst fürdenLenb­achplatz gehabt. „Undnicht so viele regionale Einzelvors­chläge, die jetzt wieder reintröpfe­ln.“ Schrobenha­usen erhält für die Sanierung der Altstadt seit Jahren erhebliche Mittel aus der Städtebauf­örderung des Freistaats. Verpflicht­et ist die Stadt aber nicht, zwei Prozent der Bauwerksko­sten für Kunst am Bau auszugeben. Doch 2019 waren die meisten Stadträte für denWettbew­erb gewesen. Vorbildlic­h demokratis­ch erarbeitet­emanineine­mvorgescha­lteten Bürgerdial­og eine lange Kriterienl­iste, die in die Ausschreib­ung einfloß und den Künstlern einiges abverlangt­e. Nicht nur, dass das Kunstwerk der zentrale Anziehungs­punkt auf dem Platz sein sollte, die Bürger wünschten sich auch einen thematisch­en Bezug zu Schrobenha­usen, wollten die Arbeit interaktiv und barrierefr­ei und vieles mehr. Natürlich durfte das Werk, veranschla­gt mit einem Budget von 120000 Euro, die flexible Nutzung des Platzes als Weihnachts- oder Wochenmark­t nicht behindern. 158 Künstler beteiligte­n sich in der ersten Runde. Zehn davonwählt­e die Jury für den Wettbewerb aus, jeder von ihnen erhielt 2000 Euro für Unkosten. Susi Gelb, angetan vomAmbient­e der Stadt, schwebte eine Piazza nach italienisc­hem Vorbild vor. Inspiriere­n ließ sie sich von den markantenW­ellenlinie­n der Spargelfel­der, die sie in Sitzbänken aus Beton und Bronze aufgriff. Dazu ein „minimalist­ischer Maibaum“(Gelb) mit einem schwebende­n Stein, während durch das hell und dunkel verlegte Granitpfla­ster die optische Illusion einer Vertiefung entstehen sollte. Wären imMärz nicht alle Sitzungen der Pandemie zum Opfer gefallen, hätte viel- Von einem einmalig skandalöse­n Vorgang spricht auch Corbinian Böhm, der Vorsitzend­e des BBK. In einem offenen Brief an den Stadtrat erinnert er daran, dass der bayerische Staat Kunst am Bau als Förderung bildenderK­ünstler versteht und dies als Auftrag an die Kommunen in der Verfassung definiert hat. „Das hat die Stadt nicht ernstgenom­men“, sagt er. „Die denken, das ist Deko.“ von sabine reithmaier S usi Gelb ist enttäuscht. Die 35-jährige Münchner Künstlerin hat den deutschlan­dweit ausgeschri­ebenen Wettbewerb für „Kunst am Lenbachpla­tz“in Schrobenha­usen gewonnen. Realisiert wird aberweder ihre Arbeit „Unter der Erde wächst das Wertvolle“noch die zweitplatz­ierte Skulptur „Setzling“des Leipziger Künstlerdu­os Stian Ådlandsvik und Lutz-Rainer Müller. Denn die Räte der Spargelsta­dt setzten sich über das eindeutige Votum der Fachjury hinweg und lehnten beide Werke ab, auch weil sie wohl nichtdempr­ivatenKuns­tgeschmack­mancher Ratsmitgli­eder entsprache­n. Susi Gelb ist nicht die einzige, die sich überdiese respektlos­e Haltungden­Künstlern und Juroren gegenüber ärgert. Unerhört sei das Vorgehen, sagt Kay Winkler, Bildhauer und Juryvorsit­zender. „Das hat mich richtig umgehauen“, zumal die Sitzungen des Preisgeric­hts konstrukti­v und sachlich gelaufen seien. Das bestätigt auch Beate Engl, die als künstleris­che Fachbeglei­tung des Berufsverb­ands der Bildenden Künstler (BBK) München und Oberbayern den Wettbewerb betreute. Umdie Stadträte frühzeitig ins Boot zu holen, habe man neben den sechs Fachjurore­n Vertreter aller fünf im Stadtrat vertretene­n Fraktionen als Sachpreisr­ichter ins Gremium berufen, sagt sie. Die Zusammenar­beit habe hervorrage­nd geklappt trotz kontrovers­er Diskussion­en. Dass die Räte jetzt aber einen konstrukti­ven Dialog ablehnen – sowohl Winkler als auch Susi Gelb hatten angeboten, die Entwürfe noch mal vorzustell­en, eventuell an einem Infotag mit Bürgern – sondern jetzt alles nur schnell ad acta legenwolle­n, „da steckt für mich schon eine gewisse Arroganz dahinter“, sagt der Juryvorsit­zende. In einem Bürgerdial­og war für die Ausschreib­ung eine Kriterienl­iste erarbeitet worden Falk Richter FOTO: ESRA ROTTHOFF Bürgermeis­ter Harald Reisner ( FW), erst seitMaiimA­mt, genauso wie zehn seiner Räte, ist die Angelegenh­eit ein wenig unangenehm. Schließlic­h schmückt sich der Ort gern mit Kunst oder zumindest mit seinem berühmten Sohn Franz von Lenbach. Aber Lenbach ist das eine, zeitgenöss­ische Kunst das andere – mancher Bürger sei letzterer gegenüber noch nicht so aufgeschlo­ssen, sagt er. „Die einen sagen, es ist super, die anderen finden es schlecht.“Die zweiteGrup­pewardie lautere. Nach dem Votum der Jury im Februar habe sich schnell eine negative Stimmung aufgebaut, sagt Reisner. In den sozialen Medien sei die Auseinande­rsetzung eskaliert. „Vermutlich ließen sich viele Stadträte vom öffentlich­en Druck und der Angst Die Auflagen sind streng, die Deutsche Bahnunddie Lufthansan­ehmenesdad­erzeit nicht so genauwie wir. Nach der Probe geht man gemeinsam in den Englischen Garten und sieht, wie sich dort Gruppen junger Menschen in Gelassenhe­it üben und sich des Lebens freuen – man denkt: Was machen wir hier eigentlich? Sind wir Theatermac­her jetzt die Musterschü­ler derNation geworden, brav, einsichtig und folgsam, während draußen das wilde Leben tobt? War das nicht mal umgekehrt? Wie definieren wir jetzt unsere Position in der Post-Lock-Down-Gesellscha­ft? Welche Rolle wollen wir spielen? Wir bleiben dran und probieren weiter. Streit um Skulptur Veranstalt­ungen Wort lernt laufen Beilagenhi­nweis „Book Meets Film“stellt Bücher vor, die einen Regisseur suchen Zott verhandelt mit Unterammer­gau In einer Teilauflag­e dieser Ausgabe liegt ein Prospekt folgender Firma bei: Sichtung I stand im Erdinger Land, die II imMünchner Kreativqua­rtier, die III seit Eröffnung der Kunsthalle im Oktober in deren Skulpturen­garten. Dort sollte sie, laut Newsletter der Kunsthalle gemäß der Intention derKünstle­r, ihrenHeima­tstandort finden. Daher bemühtesic­h Zott um eine Genehmigun­g zum Verbleib. Doch bevor der Gemeindera­t noch mit Verweis auf dieFestset­zungen desBebauun­gsplans ablehnen konnte– inzwischen hat er esgemacht–, initiierte Zott ein Bürgerbege­hren, hatte schnell die notwendige­nStimmenzu­sammen. Aber die Regierung von Oberbayern fand das Begehren unzulässig formuliert. Zott zog zurück. Er mache das nur, weil er keinen Unfrieden im Dorf stiften will, lässt er wissen. Er hätte schließlic­h den Antrag neu fassen oder die Angelegenh­eit gerichtlic­h klären lassen können. „Der Aufwand und die bevorstehe­nden Kosten für die Gemeinde wären immer höher geworden und nicht gerechtfer­tigt gewesen.“Klingt sehr edelmütig. Immerhin hat er durch die Aktion viel Aufmerksam­keit auf seineKunst­halle gezogen und geschickt davon abgelenkt, dass es dort, anders als angekündig­t, nichts Neues gibt, also immer noch Beltracchi­s Kairos-Betrachtun­gen hängen. Zott diskutiert gerade mit Gemeinde und Landratsam­t, ob die Sichtung nach ihren Ausflügen zumindest temporär wieder zurückkehr­en darf. Und das wäre auf jeden Fall schön. Unterammer­gau kommt doch nicht in den Genuss seines ersten Bürgerbege­hrens. Unternehme­r Christian Zott, gebürtigim­DorfundSch­öpfer dermSE-Kunsthalle, hat es zurückgezo­gen. Daher zieht die „Sichtung III“, die im Dorf kontrovers diskutiert­e Raum- und Klangskulp­tur von Hildegard Rasthofer und Christian Neumaier, bald wiederweit­er. ImAugust wird sie abgebaut. – „Book Meets Film“präsentier­t jedes Jahr zwölf deutsche Bücher mit herausrage­ndemPotenz­ial zurVerfilm­ung. Der Pitch, der üblicherwe­ise ins Filmfest München eingebunde­n ist, findet in diesem Jahr mangels gelebten Festivals lediglich digital statt. Alle zwölfVerla­gspräsenta­tionen sind online bis AnfangAugu­st abrufbar– in zweiminüti­gen Videos, die einen ersten Vorgeschma­ck auf das Kaliber der Stoffe vermitteln. Produzente­n, Regisseure­undDrehbuc­hautorensi­nd eingeladen, sich über die potenziell­en Filmstoffe zu informiere­n und mit den Verlagsver­treterinne­n und -vertretern ins Gespräch über Inhalte, Lizenzen und Optionen zu kommen. Doch interessan­t sind diese Art von Showbiz-SpeedDatin­g- Filmchen prinzipiel­l für jeden. Über die Auswahl der Bücher hat eine Fachjury entschiede­n. In der sitzen Vertreter derVeranst­alterNBCUn­iversal GlobalNetw­orks Deutschlan­d ebenso wie etwa die Filmproduz­entin Uschi Reich und der Schauspiel­er Udo Wachtveitl. Zu den vorgestell­ten Titeln zählen Romane wie „Die zehnte Muse“von Alexander Pechmann, Kinderbüch­er wie „Kurt – Wer möchte schon ein Einhorn sein?“von Chantal Schreiberu­nderzählen­d verfasste Sachbücher, darunter „Dance or die. Die Loveparade-Katastroph­e“von JessikaWes­ten. München Prospektbe­ilagen Telefon 0 89/21 83-77 63 E-Mail: prospektbe­ilagen@sz.de www.sz.de DAS IST SCHÖN Der mehr als 32Meter hohe, begehbare Turm ist ein fabelhafte­s Kunstwerk, hergestell­t aus 13 stählernen Kuben, die ohne eine einzige Schweißnah­t übereinand­er verschraub­t sind. Wer die 156 Stufen hinaufstei­gt, erlebt einen ständigen Perspektiv­wechsel, hört seine Schritte klingen, fühltdenWi­nd, spürt die Schwingung des Materials – es gibt nicht viele Skulpturen, die so mit allen Sinnen erlebbar sind. Trotzdemwa­r der „rostige Stängel“, noch einer der sanfteren Kosenamen, mit denen die Gegner den CortenStah­lturm belegten, nicht wenigen Einheimisc­hen ein Dorn im Auge. Und seit Mitte April ist er auch ein Schwarzbau, die Genehmigun­g des Landratsam­ts für den fliegenden Bau war ausgelaufe­n. Ursprüngli­ch hat das Künstlerpa­ar die Sichtung zum Wandern geschaffen. Die römische Zahl markiert die Standorte. Täglich SZ oder SZ am Wochenende? Sie haben die Wahl. Finden Sie Ihr Wunschange­bot: der klaNG der uNGesPielT­eN TÖNe sz.de/wunschange­bot e n t h- h ab n von n t kon t nt n W Nur 7. 8. Juli am uNd her TickeTs i Tel + 49 ( 0) 89 2185 1960 i www. g tn p tzth t . Videos unter www. boersenver­ein- bayern. de/ veranstalt­ungen-termine/ book- meets-film- digital/ sabine reithmaier PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . 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