Zi­tro­nen­ku­chen aus dem Kühl­schrank

Sweet Paul - - Grosse Pause -

Ich ver­ra­te Dir drei gu­te Grün­de, war­um ich die­sen Ku­chen im­mer wie­der ma­che. Ich lie­be Le­mon Curd. Ich lie­be Va­nil­le­kek­se. Und ich lie­be es, dass er so ein­fach geht. Wir es­sen den Ku­chen ger­ne im Som­mer, wenn es drau­ßen heiß ist und man kei­ne Lust hat, den Back­ofen an­zu­wer­fen. So­bald al­le Zu­ta­ten ver­mischt sind, muss der Ku­chen nur noch in den Kühl­schrank. Au­ßer­dem mag ich den fri­schen Ge­schmack des Le­mon Curds und des Frisch­kä­ses. Wenn Du magst, kannst Du ei­ge­nen Le­mon Curd zu­be­rei­ten. Aber ei­ner aus dem Su­per­markt tut es auch. Au­ßer­dem spart es Zeit und macht die Zu­be­rei­tung noch un­kom­pli­zier­ter. Du kannst den Ku­chen so­gar ein bis zwei Ta­ge im Vor­aus zu­be­rei­ten. Nimm ihn mit zu ei­nem Pick­nick, zu ei­nem Gar­ten­fest oder ver­wöh­ne Dich selbst da­mit.

FÜR 10 PER­SO­NEN

120 g Frisch­kä­se

35 g Pu­der­zu­cker

600 g Sah­ne

2 Bio-Zi­tro­nen (ab­ge­rie­be­ne Scha­le)

1/2 TL Va­nil­leex­trakt ca. 300 g Va­nil­le­kek­se (al­ter­na­tiv But­ter­kek­se)

300 g Le­mon Curd

1. Frisch­kä­se und Zu­cker mit dem Hand­rühr­ge­rät cre­mig rüh­ren. Sah­ne, Zi­tro­nen­scha­le und Va­nil­leex­trakt da­zu­ge­ben und al­les gründ­lich ver­rüh­ren.

2. Die Hälf­te der Kek­se auf dem Bo­den ei­ner Auf­lauf­form (ca. 30 x 20 cm) aus­le­gen. Der gan­ze Bo­den muss mit Kek­sen be­deckt sein.

3. Die Hälf­te der Frisch­kä­se­creme dar­auf ver­strei­chen. Die Hälf­te des Le­mon Curd in brei­ten, ca. 1 cm aus­ein­an­der­lie­gen­den Strei­fen auf die Cre­me strei­chen.

4. Mit ei­nem Mes­ser klei­ne Stru­del­mus­ter im Curd for­men. Die rest­li­chen Kek­se dar­auf­le­gen und noch ein­mal Cre­me und Curd dar­auf ver­strei­chen.

5. Den Ku­chen ab­ge­deckt ca. 3 St­un­den kalt stel­len, bis die Kek­se weich sind. Ich lie­be Mu­scheln, seit ich als klei­nes Kind wäh­rend un­se­rer Fa­mi­li­en­aus­flü­ge vom Rück­sitz un­se­rer Au­tos nach drau­ßen starr­te und mei­ne Na­se da­bei ganz fest an die Schei­be press­te. Wir leb­ten zu die­ser Zeit in De­la­ware. Ir­gend­wo ent­lang der Gren­ze Penn­syl­va­ni­as gab es ein Re­stau­rant, an dem wir im­mer an­hiel­ten. Und je­des Mal be­stell­te ich die­ses Ge­richt. Ein sehr un­ty­pi­scher Es­sens­wunsch für ei­ne 7- oder 8-Jäh­ri­ge. Aber ich freu­te mich stets das gan­ze Jahr dar­auf, vor al­lem dar­auf, das knusp­ri­ge Brot in den wür­zi­gen Sud zu stip­pen. Kürz­lich wur­de die­se Er­in­ne­rung von mei­nem Freund, dem be­kann­ten Koch Lu­do Lef­eb­v­re, in sei­nem klei­nen Bis­tro „Pe­tit Trois“in Hol­ly­wood wach­ge­ru­fen. Er ser­viert die Mu­scheln mit ei­ner sah­ni­ge­ren So­ße, die mit je­dem Bis­sen cre­mi­ger wird. Für die­ses Buch setz­te ich es mir zum Ziel, mei­ne ganz ei­ge­ne Ver­si­on da­von zu ent­wi­ckeln. Ich tüf­tel­te ein paar Ta­ge in der Kü­che und no­tier­te mir je­des De­tail, bis es ge­nau­so schmeck­te, wie ich es mir vor­stell­te.

FÜR 4 PER­SO­NEN

Für das Knob­lauch­brot

1 Ba­guette (ca. 350 g)

60 g wei­che But­ter 3 Knob­lauch­ze­hen

2 ro­te Pfef­fer­bee­ren, im Mör­ser grob zer­sto­ßen

1 Pri­se Salz

Für die Mu­scheln

4 EL Oli­ven­öl

450 g Cho­ri­zo, in Stü­cken 2 Scha­lot­ten, fein ge­wür­felt 4 Knob­lauch­ze­hen, ge­hackt 3 ro­te Pfef­fer­bee­ren, im Mör­ser grob zer­sto­ßen

500 ml tro­cke­ner Weiß­wein

Für das Knob­lauch­brot den Back­ofen auf 180 °C Ober-/Un­ter­hit­ze vor­hei­zen. Ba­guette im Ab­stand von 2,5 cm ein­schnei­den, aber nicht durch­schnei­den!

2. But­ter, Knob­lauch, Pfef­fer­bee­ren und Salz kurz pü­rie­ren und die Mi­schung in den Ein­schnit­ten ver­tei­len. Das Ba­guette in 5–7 Mi­nu­ten im vor­ge­heiz­ten Ofen gold­braun und knusp­rig ba­cken.

3. Öl in ei­nem gro­ßen Topf er­hit­zen und die Cho­ri­zo da­rin 5 Mi­nu­ten gold­braun an­bra­ten. Die Cho­ri­zo dann auf Kü­chen­pa­pier ab­trop­fen las­sen. Das Fett im Topf las­sen. Die Cho­ri­zo nach dem Ab­trop­fen in ei­ne gro­ße Ser­vier­schüs­sel le­gen.

4. Scha­lot­ten bei mitt­le­rer Hit­ze im Brat­fett gla­sig düns­ten. Knob­lauch und Pfef­fer­bee­ren kurz mit­düns­ten.

5. Die Mi­schung mit Wein ab­lö­schen und mit dem Koch­löf­fel al­les An­ge­bra­te­ne vom Pfan­nen­bo­den lö­sen. Ko­kos­milch, But­ter, Kur­ku­ma und Ing­wer da­zu­ge­ben und al­les mit Salz und Pfef­fer wür­zen.

6. Die ge­säu­ber­ten, gründ­lich ge­wa­sche­nen Mu­scheln in den Topf ge­ben. So­fort den De­ckel auf­le­gen und die Mu­scheln bei gro­ßer Hit­ze ca. 7 Mi­nu­ten ga­ren, bis sich die Scha­len ge­öff­net ha­ben. Noch ge­schlos­se­ne Mu­scheln aus­sor­tie­ren.

7. Die Mu­scheln aus dem Sud he­ben und in die Scha­le mit der ge­bra­te­nen Cho­ri­zo ge­ben. Li­met­ten­saft in den Sud rüh­ren und al­les über die Mu­scheln gie­ßen.

8. Thy­mi­an wa­schen und tro­cken schüt­teln. Die Blätter von den Stie­len zup­fen und auf die Mu­scheln streu­en. So­fort mit dem Knob­lauch­brot ser­vie­ren.

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