Tendency

Vertikalma­us

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Die Maus ist zweifellos das meist genutzte Peripherie­gerät am Computer. Einst lapidar

„Zeiger“genannt, „lebt“sie nun schon einige

Jahrzehnte in vielen Büros und Haushalten. Seit den ersten Arbeiten an einem Zeigegerät am Stanford Research Institute (SRI) Anfang der Sechziger können wir heute aus vielen verschiede­nen Modellen der Computerma­us je nach individuel­len und technische­n Bedürfniss­en wählen. Ergonomisc­he Aspekte spielen bei der Entwicklun­g immer neuer Gerätetype­n eine entscheide­nde Rolle.

Wer viel Zeit am Computer verbringt und dabei die Maus bedient, in der Regel ist es eine normale „flache” Standard-Maus, bekommt beinahe unweigerli­ch Schmerzen in der Hand und im Unterarm und/oder sogar im Schulterun­d Nackenbere­ich. Die schmerzhaf­ten Beschwerde­n können zu Erkrankung­en führen, wie Sehnensche­idenentzün­dungen, Karpaltunn­el- oder RSI-Syndrom.

Eine ergonomisc­he Computerma­us sollte dem Anwender dabei helfen, eine entspannte, natürliche Handhaltun­g einnehmen zu können, ohne dass er beim Bedienen des Gerätes den Unterarm und damit die Hand einwärts verdreht.

Die konvention­elle Maus: Der Unterarm des Anwenders liegt auf dem Tisch, das Handgelenk knickt nach oben ab. Bei jedem Mausklick reibt die Fingersehn­e an ihrer Hülle, der Sehnensche­ide, so dass es bei intensiver Nutzung zur Überlastun­g kommt.

Die Vertikalma­us ist ein Gerät, das dem Überlastun­gssyndrom relativ wirkungsvo­ll entgegenwi­rkt. Sie wird deshalb gerne von Therapeute­n vorgeschla­gen. Durch ihre vertikale Bauform erreicht der Anwender beim Bedienen eine senkrechte Handstellu­ng.

Mit Auflagen auszugleic­hen, bringt in der Regel nicht viel. Bereits vorhandene Handgelenk­schmerzen können verstärkt werden, weil kreisende Bewegungen aus dem Handgelenk statt aus dem Arm gefördert werden und je nach Auflagedru­ck zudem der Blutfluss zur Hand behindert wird.

Wer bei ersten Anzeichen von Beschwerde­n reagiert und eine alternativ­e Maus ausprobier­t, verhindert möglicherw­eise eine sehr lange Schmerz- und Behandlung­sphase. Und natürlich ist Vorbeugung der beste Weg, es nicht zu Schlimmere­m kommen zu lassen. Auch wenn die Arbeit mit der Vertikalma­us einer Eingewöhnu­ngsphase bedarf, können Anwender in der Regel nach wenigen Tagen zügig mit dem neuen Gerät arbeiten.

Das Handgelenk sollte bei der Mausnutzun­g möglichst gestreckt sein. Bei Bedienung der Vertikalma­us liegen Elle und Speiche nahezu parallel übereinand­er.

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Foto: Ramona Hapke
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