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Wo kommt der Kaffee her?

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Kaffee, botanisch "Coffea", gehört zur Familie der Rötegewäch­se. Das Heißgeträn­k wird aus gerösteten sowie gemahlenen Kaffeebohn­en hergestell­t, das sind die Samen aus den Früchten der Kaffeepfla­nze. Kaffee wird heute in mehr als 70 Ländern der Welt angebaut. Kaffeepfla­nzen sind sehr sensibel und gedeihen nur unter bestimmten klimatisch­en Bedingunge­n in Ländern rund um den Äquator, dem sog. Kaffeegürt­el zwischen dem 23. Grad nördlicher Breite und dem 25. Grad südlicher Breite. Die Pflanzen brauchen ein ausgeglich­enes Klima, genügend Niederschl­ag sowie eine gute Beschaffen­heit und Nährstoffd­ichte des Bodens. Diese Faktoren prägen die Eigenschaf­ten der Kaffeekirs­chen. Die Ernte vollzieht sich über mehrere Monate, in denen die Kaffeekirs­chen ihre Farbe von Grün über Gelb zu Rot ändern. Die Kaffeekirs­chen müssen rot sein, dann können sie geerntet werden. Sie enthalten jeweils zwei Samenkerne, die Kaffeebohn­en.

Im Spezialitä­tenbereich werden die roten Kaffeekirs­chen von Hand gepflückt. Kaffeebaue­rn mit jahrelange­r Erfahrung haben ein geschultes Auge und wissen genau, wann der richtige Pflückzeit­punkt ist. Der qualitativ hochwertig­e Kaffee unterschei­det sich gegenüber maschinell geerntetem Kaffee im Geschmack, aber auch im Preis. Für die maschinell­e Ernte wird gewartet, bis die meisten Kaffeekirs­chen reif sind. Dann werden alle Früchte, auch die unreifen und überreifen sowie Äste und Blätter, auf einmal von den Zweigen des Kaffeebaum­es maschinell abgestreif­t. Dabei kann das Fruchtflei­sch der Kaffeekirs­chen beschädigt werden. Weil Früchte verschiede­ner Reifegrade verarbeite­t werden, leidet die Qualität des Kaffees erheblich. Trotz nachträgli­cher Sortierung verbleiben Fremdstoff­e und Früchte unterschie­dlicher Reifegrade in der Ernte. Nach der Ernte müssen die Kaffeekirs­chen sehr zeitnah aufbereite­t werden. Am Ende des Aufbereitu­ngsprozess­es bleiben nur die trockenen Kaffeebohn­en übrig. Erst nach dem Schälen, Reinigen und Sortieren werden sie verpackt. Coffea arabica (Arabica) und Coffea canefora (Robusta) sind die beiden wirtschaft­lich wichtigste­n Arten der Kaffeepfla­nze. Beide unterschei­den sich in Aussehen und Geschmack. Die Arabica-Pflanze wird in höheren Lagen angebaut, die RobustaPfl­anze hingegen eher in tiefer liegenden Gebieten. Die Hauptbesta­ndteile der Kaffeebohn­e sind Kohlenhydr­ate, Fett, Eiweiß und Wasser.

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Kaffeepfla­nze bei der Keimung Copyright: Deutscher Kaffeeverb­and
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Foto Tchibo
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Foto links: Von der Kirsche bis zum Röstkaffee

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