Gau­lands Wahl­kampf oh­ne Fol­gen

Staats­an­walt­schaft stellt Er­mitt­lun­gen ein

Thüringer Allgemeine (Arnstadt) - - Thüringen -

Er­furt. Ei­ne Ver­bal­at­ta­cke ge­gen die tür­kisch­stäm­mi­ge SPD-Po­li­ti­ke­rin Ay­dan Özo­guz im Bun­des­tags­wahl­kampf bleibt für den AfD-Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Alex­an­der Gau­land oh­ne straf­recht­li­che Fol­gen. Die Er­mitt­lun­gen we­gen Volks­ver­het­zung wur­den ein­ge­stellt, wie die Staats­an­walt­schaft Mühl­hau­sen mit­teil­te. Ihr Spre­cher Dirk Ger­merodt be­stä­tig­te ent­spre­chen­de Me­dien­be­rich­te.

Ge­gen Gau­land wa­ren meh­re­re An­zei­gen ein­ge­gan­gen, nach­dem er im ver­gan­ge­nen Jahr bei ei­nem Wahl­kampf­auf­tritt im Eichs­feld da­von ge­spro­chen hat­te, Özo­guz, die da­mals In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung war, in der Tür­kei zu „ent­sor­gen“.

Die Aus­sa­gen sei­en durch das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung ge­deckt, er­klär­te Ger­merodt. Da­bei spie­le auch der Kon­text ei­ne Rol­le. „Im Wahl­kampf ist der Ton rau­er.“Die Er­mitt­lun­gen dau­er­ten fast neun Mo­na­te – auch, weil wäh­rend der Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen der Im­mu­ni­täts­aus­schuss des Bun­des­tags nicht wie not­wen­dig in­for­miert wer­den konn­te. (dpa)

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