Dorn­hei­mer Wurst­her­stel­ler macht aus der Not ei­ne Tu­gend

Fi­lia­len in Arn­stadt müs­sen schlie­ßen – da­für gibt es ei­nen Werks­ver­kauf ab An­fang Fe­bru­ar nächs­ten Jah­res

Thüringer Allgemeine (Arnstadt) - - Arnstädter Allgemeine - Von Ro­bert Schmidt

Sams­tag, 8. De­zem­ber: Weih­nachts­markt auf dem Arn­städ­ter Markt

Sonn­tag, 9. De­zem­ber:

Mal­te­ser Hilfs­dienst, Pfarr­hof 8, Arn­stadt, Be­ginn um 17 Uhr Sport- und Frei­zeit­bad Arn­stadt: Er­mä­ßig­te Kar­ten für Kin­der (8. De­zem­ber) und für Fa­mi­li­en (9. De­zem­ber) Dorn­heim. Aus der Not ei­ne Tu­gend ma­chen heißt es der­zeit beim Dorn­hei­mer Fleisch- und Wurst­her­stel­ler „Die Thü­rin­ger“. Im Zu­ge der Um­bau­ten des Rewe-Mark­tes in der Arn­städ­ter Turn­va­ter-Jahn-Stra­ße und dem Um­bau des Net­to-Mark­tes in der Stadt­il­mer Stra­ße im nächs­ten Jahr wur­de der Fir­ma an bei­den Stand­or­ten ge­kün­digt: „Nicht schön, aber eben auch nicht zu än­dern“, so Werk­lei­ter Lars Klei­ber. Er ver­liert da­mit sei­ne bei­den ein­zi­gen Stand­or­te in der In­nen­stadt.

Was tun? „Wir woll­ten und wol­len aber un­be­dingt auch in der Nä­he un­se­rer Pro­duk­ti­ons­stät­te hier in Dorn­heim un­se­re Wurst­wa­ren verkaufen und na­tür­lich den treu­en Kun­den aus Arn­stadt und Um­ge­bung die­ses An­ge­bot un­ter­brei­ten“, so Klei­ber. Aus der „Nä­he“wird nun wirk­lich Nä­he. Denn in Dorn­heim baut man der­zeit ei­ne La­ger­hal­le di­rekt in der Fir­ma zu ei­nem Werks­ver­kauf um.

In den Um­bau der La­ger­hal­le wird ein sechs­stel­li­ger Be­trag in­ves­tiert – der neue Werks­ver­kauf wird dann im­mer­hin ei­ne Ver­kaufs­flä­che von rund 250 Qua­drat­me­ter ha­ben und laut Klei­ber mo­dern und freund­lich ein­ge­rich­tet sein.

Dort gibt es dann nicht nur das kom­plet­te Sor­ti­ment der „Thü­rin­ger“aus Dorn­heim, son­dern auch wei­te­re Spe­zia­li­tä­ten aus der Re­gi­on von „be­freun­de­ten Un­ter­neh­men, wie es Klei­ber – wie zum Bei­spiel Sau­er­kon­ser­ven oder Born-Senf – „das passt ja zu uns“. Au­ßer­dem gibt es dort dann auch ei­nen klei­nen Im­biss­be­reich – und das al­les soll be­reits am 1. Fe­bru­ar fer­tig sein, um ei­nen naht­lo­sen Über­gang zu ge­währ­leis­ten. Wich­tig: Für die Kun­den ste­hen dann auch aus­rei­chend Park­plät­ze zur Ver­fü­gung. Sechs Mit­ar­bei­ter wer­den sich dann um die kund­schaft küm­mern, „wir ha­ben al­len un­se­ren Ver­käu­fe­rin­nen in den bis­he­ri­gen bei­den Stand­or­ten die Ga­ran­tie ge­ge­ben, dass sie auch wei­ter­hin bei uns be­schäf­tigt sein wer­den.“Ins­ge­samt ar­bei­ten in der Dorn­hei­mer Wurst­fa­brik 130 Mit­ar­bei­ter, im zwei­ten Thü­rin­ger Stand­ort in Hei­li­gen­stadt sind es noch ein­mal 25. Das Dorn­hei­mer Werk ver­las­sen täg­lich im­mer­hin rund 20 Ton­nen Wurst­wa­ren – vom gän­gi­gen Auf­schnitt an­ge­fan­gen bis hin zur Koch­wurst und na­tür­lich der gu­ten Thü­rin­ger Brat­wurst oder Feld­kie­ker und Stra­cke. „Die Auf­tragla­ge ist gut, wir ha­ben wirk­lich gut zu tun und sind zu­frie­den“, sagt Klei­ber.

Der neue Werks­ver­kauf soll ab Fe­bru­ar werk­tags von 7 bis 18 Uhr und sonn­abends von 7 bis 14 Uhr ge­öff­net ha­ben, „aber hier schau­en wir noch, wie das an­ge­nom­men wird oder wel­cher Be­darf sich wirk­lich ent­wi­ckel und sind fle­xi­bel“, so Klei­ber.

Üb­ri­gens: Die Dorn­hei­mer Be­schäf­tig­ten sind aus­neh­mend freund­li­che Leu­te. Schon mor­gens kurz vor halb sie­ben wird man vor dem Werks­ein­gang von je­dem, der dort zur Ar­beit geht oder schon ar­bei­tet mit ei­nem „Gu­ten Mor­gen“und (!) ei­nem von Her­zen kom­men­den Lä­cheln be­grüßt. Das ist heut­zu­ta­ge nicht mehr übe­r­all üb­lich.

Aus dem ehe­ma­li­gen La­ger der „Die Thü­rin­ger“in Dorn­heim wird der Werks­ver­kauf, in dem es dann ab . Fe­bru­ar los ge­hen soll. Re­pro: Sa­scha Trö­ger

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.