Ju­gend­li­che wol­len im Kreis mit­re­den

Der Kin­der- und Ju­gend­bei­rat Ilm-Kreis hat sich ge­grün­det. Zur Auf­takt­ver­an­stal­tung in Arn­stadt wird kon­tro­vers über die künf­ti­ge Ar­beits­wei­se de­bat­tiert

Thüringer Allgemeine (Arnstadt) - - Ilm-kreis - Von Mar­cus Voigt

Arn­stadt. Der Ilm-Kreis hat ei­nen Kin­der- und Ju­gend­bei­rat (KJB). Zu ei­nem Grün­dungs­tref­fen ka­men zwölf Ju­gend­li­che zu­sam­men, um über ei­ne Ge­schäfts­ord­nung des Gre­mi­ums zu dis­ku­tie­ren. Da­bei gab es noch ei­ni­gen Ge­sprächs­be­darf, was schließ­lich da­zu führ­te, dass die Wahl ei­nes Vor­stands auf die nächs­te Sit­zung am 9. Ja­nu­ar ver­scho­ben wur­de.

In der Selbst­ver­ständ­nis­er­klä­rung des KJB heißt es, dass die­ser sich als „Be­tei­li­gungs­struk­tur für al­le Kin­der und Ju­gend­li­chen im Land­kreis“ver­steht. Ziel sei „die Ver­net­zung und Be­tei­li­gung jun­ger Men­schen“und „die Stär­kung ju­gend­li­cher Teil­ha­be“in der Lo­kal­po­li­tik.

Da­zu soll ein Ver­tre­ter des KJB als be­ra­ten­des Mit­glied in den Ju­gend­hil­fe­aus­schuss des Krei­ses ent­sandt wer­den. In wei­te­re Aus­schüs­se sol­len Mit­glie­der des KJB als Sach­ver­stän­di­ge ge­schickt wer­den, um die Be­lan­ge der Ju­gend­li­chen ein­zu­brin­gen. Die Ent­schei­dung, in wel­chen Aus­schüs­sen das ge­sche­hen soll, wird eben­falls in der nächs­ten Sit­zung be­spro­chen.

Der KJB will „über­par­tei­lich, über­kon­fes­sio­nell und ver­bands­un­ab­hän­gig“fun­gie­ren. Da­her dür­fen die Ju­gend­or­ga­ni­sa­tio­nen der Par­tei­en ma­xi­mal ei­nen Ver­tre­ter in den KJB ent­sen­den. Gleich­wohl sol­len „dis­kri­mi­nie­ren­de Äu­ße­run­gen oder Hand­lun­gen in die­sem Gre­mi­um“kei­nen Platz fin­den, heißt es in der Er­klä­rung.

Leit­li­nie sei die frei­heit­lich-de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung. Un­ter­stüt­zung er­hal­ten die Mit­glie­der des KJB in ih­rer Ar­beit von Erich Rin­der­mann und Re­né Ti­scher vom Ju­gend­amt so­wie Katja Nonn von der Lo­ka­len Part­ner­schaft für De­mo­kra­tie, die die Ju­gend­li­chen vor al­lem in der Ak­qui­rie­rung von Gel­dern un­ter­stüt­zen will.

Als Auf­ga­ben­be­stim­mung gab sich der KJB mit auf den Weg, „Ide­en, Kri­tik, Pro­ble­me und In­ter­es­sen“von Kin­dern und Ju­gend­li­chen im Ilm-Kreis zu er­fas­sen. Ein Schwer­punkt soll da­bei das The­ma Schu­le sein. Über An­fra­gen, Emp­feh­lun­gen und Stel­lung­nah­men in den Aus­schüs­sen und bei der Kom­mu­nal­ver­wal­tung sol­len die Be­lan­ge der Kin­der und Ju­gend­li­chen zum Aus­druck ge­bracht wer­den.

Chris­toph Ma­choldt vom KJB Il­men­au stell­te sei­ne Mit­strei­ter im Kreis dar­auf ein, dass es mit­un­ter meh­re­re An­läu­fe bräuch­te, um von ge­stan­de­nen Kom­mu­nal­po­li­ti­kern ernst ge­nom­men zu wer­den. Land­rä­tin Pe­tra En­ders (par­tei­los) stimm­te dem zu und for­der­te die Ju­gend­li­chen auf, da­her mit ih­ren An­lie­gen nicht lo­cker zu las­sen.

Der Kreis­tag muss in­des in sei­ner nächs­ten Sit­zung am 19. De­zem­ber noch ei­nen ent­spre­chen­den Be­schluss fas­sen, um die Grün­dung des KJB of­fi­zi­ell zu be­sie­geln.

Der Kreis­aus­schuss ha­be dem Vor­ha­ben im Grund­satz aber schon zu­ge­stimmt, gab Pe­tra En­ders zu ver­ste­hen. Ei­ne Be­stä­ti­gung des Kin­der- und Ju­gend­bei­rats durch die Kreis­tags­mit­glie­dern sei da­mit nur noch ei­ne For­ma­lie.

Lan­ge Dis­kus­si­on gab es wäh­rend des Grün­dungs­tref­fens des Kin­der- und Ju­gend­bei­rats um die Ge­schäfts­ord­nung. Ei­nig war man sich aber, den Ju­gend­li­chen im Land­kreis ei­ne star­ke Stim­me ge­ben zu wol­len. Fo­to: Mar­cus Voigt

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