D

Thüringer Allgemeine (Bad Langensalza) - - Erste Seite -

Die Thü­rin­ger Lan­des­re­gie­rung stellt 100 Mil­lio­nen Eu­ro für die neue Schlös­ser-Stif­tung mit Sach­sen-An­halt und dem Bund zur Ver­fü­gung. Ent­spre­chen­de Ver­pflich­tungs­er­mäch­ti­gun­gen sei­en Be­stand­teil des Haus­halts­plans für das Jahr 2020, der am Di­ens­tag im Ka­bi­nett be­ra­ten wird, sag­te Kul­tur­mi­nis­ter Ben­ja­min Hoff (Linke) der TA. Ins­ge­samt soll die Stif­tung mit 400 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­stat­tet wer­den. Die Hälf­te will der Bund bei­steu­ern, je­weils ein Vier­tel der Sum­me soll aus Thü­rin­gen und Sach­sen-An­halt kom­men. Thü­rin­gen, Sei­te 2

Für ei­ne Ener­gie­be­ra­tung durch die Thü­rin­ger Ver­brau­cher­zen­tra­le ist künf­tig nichts mehr zu zah­len. Mit die­sem An­ge­bot sol­len vor al­lem die Ei­gen­tü­mer von Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern im länd­li­chen Raum er­reicht wer­den, sag­te Um­welt­mi­nis­te­rin Anja Sie­ges­mund (Grü­ne) am Frei­tag in Er­furt. Das Land über­neh­me nun qua­si den Ei­gen­an­teil, den Haus­ei­gen­tü­mer bei der Ener­gie­be­ra­tung durch die Ver­brau­cher­zen­tra­le zah­len müs­sen.

(dpa) Wirt­schaft, Sei­te 5

Die Thü­rin­ger AfD hat be­tont ge­las­sen auf die zu­neh­men­de Kon­kur­renz im rech­ten Par­tei­spek­trum re­agiert. „Ich ma­che mir da für un­se­ren Lan­des­ver­band gar kei­ne Sor­gen“, sag­te AfD-Lan­des­chef Ste­fan Möl­ler der TA zur ge­plan­ten Grün­dung ei­ner neu­en Par­tei in Mit­tel­deutsch­land. „Ich bin mir sehr si­cher, wie der Ver­gleich zwi­schen An­dré Pog­gen­burg und un­se­rem Spit­zen­kan­di­da­ten Björn Hö­cke aus­geht.“

Zu­vor hat­te Pog­gen­burg, der bis zum ver­gan­ge­nen Jahr als Lan­des- und Frak­ti­ons­chef der AfD in Sach­sen-An­halt am­tier­te, die Bil­dung ei­ner Par­tei na­mens „Auf­bruch deut­scher Pa­trio­ten“(AdP) an­ge­kün­digt. Mit ihr wol­le er be­reits in die­sem Jahr bei den Land­tags­wah­len in Thü­rin­gen, Sach­sen und Bran­den­burg an­tre­ten, sag­te er.

Ne­ben die­ser neu­en Or­ga­ni­sa­ti­on will auch die Par­tei „Die Blau­en“un­ter der frü­he­ren AfDVor­sit­zen­den Frau­ke Pe­try bei der Thü­rin­ger Wahl am 27. Ok­to­ber um Wäh­ler wer­ben. Ihr wich­tigs­ter Ver­tre­ter im Frei­staat ist der frü­he­re CDU-Lan­des­schatz­meis­ter Jens Kraut­wurst. Die Par­tei will am Sams­tag ih­ren Bun­des­par­tei­tag in Ei­se­nach durch­füh­ren.

Pog­gen­burg ge­hör­te ge­mein­sam mit Hö­cke zu den Grün­dern des rechts­na­tio­na­lis­ti­schen Netz­werks „Der Flü­gel“in der AfD. Die bei­den tra­ten re­gel­mä­ßig ge­mein­sam auf und un­ter­stütz­ten sich ge­gen­sei­tig bei in­ner­par­tei­li­chen An­grif­fen.

Den­noch hat sich Hö­cke, der ge­mein­sam mit Möl­ler die Thü­rin­ger AfD führt, bis­lang nicht öf­fent­lich zu Pog­gen­burg ge­äu­ßert. Auch ges­tern war er nicht für Nach­fra­gen zu er­rei­chen.

Bis­her ist noch nicht ab­seh­bar, auf wel­chen Wi­der­hall Pog­gen­burgs Pro­jekt bei der Ba­sis in Thü­rin­gen stößt. Bis­her sind nur ver­ein­zel­te Über­trit­te aus der AfD in Sach­sen und Sach­senAn­halt be­kannt.

Pog­gen­burg be­grün­de­te sein Vor­ge­hen mit ei­nem „Links­ruck“der AfD-Bun­des­par­tei­spit­ze, mit der sie der Be­ob­ach­tung durch den Ver­fas­sungs­schutz ent­ge­hen wol­le. Es ge­be im Os­ten vie­le un­zu­frie­de­ne AfD-Mit­glie­der, die sich ge­gän­gelt fühl­ten, sag­te er der Deut­schen Pres­se­agen­tur.

An die­ser Stel­le stimm­te der Thü­rin­ger Lan­des­chef Möl­ler Pog­gen­burg zu. „Es wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr zu we­nig Rück­sicht auf die Be­find­lich­kei­ten in Ost­deutsch­land ge­nom­men“, sag­te er. Die Ab­gren­zung zu „bür­ger­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen“wie der Dresd­ner Pe­gi­daBe­we­gung sei falsch.

Der Mei­nungs­for­scher Man­fred Güll­ner sieht Chan­cen für die neue Par­tei, bei den Land­tags­wah­len die Fünf-Pro­zen­tHür­de zu über­sprin­gen. Pog­gen­burg ge­hö­re im Un­ter­schied et­wa zu Pe­try „zur ex­tre­men Rech­ten in der AfD und könn­te vie­le Wäh­ler mit­neh­men“, sag­te der Chef des For­sa-In­sti­tuts die­ser Zei­tung.

Der Jena­er Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler Tors­ten Op­pel­land zeig­te sich hin­ge­gen skep­tisch. „Ich glau­be nicht an ei­nen Er­folg“, sag­te er der TA. Al­ler­dings sei das Wahl­ver­hal­ten gera­de der Pegida-An­hän­ger schwer zu be­rech­nen. Po­li­tik, Sei­te 8 as pri­va­te Wett­rüs­ten nimmt im­mer dra­ma­ti­sche­re For­men an. Wur­de die Hack­ord­nung un­ter den Men­schen jahr­zehn­te­lang da­von be­stimmt, wer das dicks­te Au­to fährt, ist heu­te ent­schei­dend, wer den dünns­ten Fern­se­her hat. Gab es 2008 in gera­de mal 16 Pro­zent der Haus­hal­te in Deutsch­land ei­nen Flach­bild­fern­se­her, sind es in­zwi­schen schon 85 Pro­zent. Bald wer­den es 100 Pro­zent sein, wes­halb es höchs­te Zeit ist, die nächste Stu­fe der Evo­lu­ti­on zu star­ten. Das ist dem süd­ko­rea­ni­schen Her­stel­ler LG auf der am Frei­tag zu En­de ge­gan­ge­nen Tech­nik­mes­se CES in Las Ve­gas ge­lun­gen: Er hat ein TV-Ge­rät vor­ge­stellt, das sich wie ei­ne Lein­wand zu­sam­men­rol­len lässt. Die­ser Ent­wick­lung müs­sen sich auch die Fern­seh­sen­der stel­len. Sie wer­den künf­tig nur noch ganz fla­che In­hal­te pro­du­zie­ren.

. . . was uns das Fern­se­hen der Zu­kunft brin­gen wird.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.