Wert­schät­zung und Dank­bar­keit statt Ge­walt und Be­schimp­fun­gen

Kreis­brand­in­spek­tor Mir­ko Li­pin­ski äu­ßert sich zu der For­de­rung der Thü­rin­ger Feu­er­wehr­ge­werk­schaft, dass Ka­me­ra­den im Ein­satz Po­li­zei­schutz brau­chen

Thüringer Allgemeine (Eichsfeld) - - Eichsfelder Allgemeine - Von An­to­nia Pfaff

Eichs­feld.

Die Thü­rin­ger Feu­er­wehr­ge­werk­schaft ver­langt Po­li­zei­schutz für die Ka­me­ra­den. Be­son­ders jetzt vor Weih­nach­ten, Sil­ves­ter und Kar­ne­val. Denn die Feu­er­wehr­leu­te im Frei­staat sei­en oft­mals Be­lei­di­gun­gen und Ge­walt aus­ge­setzt.

„Mir ist ein sol­ches Ver­hal­ten im Eichs­feld nicht be­kannt“, sagt Kreis­brand­in­spek­tor Mir­ko Li­pin­ski. Er be­tont aber, dass er auch erst seit über ei­nem Jahr im hie­si­gen Kreis tä­tig ist. „Aber ak­tu­el­le In­for­ma­tio­nen lie­gen mir da­zu nicht vor.“Na­tür­lich wür­de es im­mer wie­der Schau­lus­ti­ge und neu­gie­ri­ge Men­schen ge­ben, die am Un­fall­ort ste­hen und schau­en, an­statt zu hel­fen. „Aber die Ar­beit der Ka­me­ra­den ist da­durch noch nicht be­hin­dert wor­den.“In den meis­ten Fäl­len sei auch die Po­li­zei mit vor Ort. Po­li­zei­schutz selbst brauch­ten die Eichs­fel­der Ka­me­ra­den bis­her noch nicht, und er hofft, dass es auch so bleibt.

Nichts­des­to­trotz sei­en ihm sol­che Zwi­schen­fäl­le in den Bal­lungs­zen­tren be­kannt. Oft­mals wür­de die Si­tua­ti­on au­ßer Kon­trol­le ge­ra­ten, und die Men­schen wür­den kei­nen Un­ter­schied mehr zwi­schen Po­li­zei und Feu­er­wehr ma­chen. „Und das ist ein sehr schlech­ter Trend, dass Men­schen, so­wohl Po­li­zis­ten als auch Ka­me­ra­den, an­ge­grif­fen wer­den.“Aber im Eichs­feld wür­de

Kreis­brand­in­spek­tor Mir­ko Li­pin­ski

es kei­ne Ag­gres­si­vi­tät ge­gen über den Flo­ri­ans­jün­gern ge­ben. Im Ge­gen­teil. Bei län­ge­ren Ein­sät­zen wür­den die Ret­ter mit Kaf­fee, Tee, Bröt­chen und Ku­chen ver­sorgt. „Ich ha­be es bei ei­nem Ein­satz in Kal­ten­eber selbst er­lebt, da wur­de den Feu­er­wehr­leu­ten Kaf­fee und Ge­bäck zur Stär­kung ge­bracht“, so Mir­ko Li­pin­ski. In sol­chen Si­tua­tio­nen wür­den sich die Dank­bar­keit und Wert­schät­zung zei­gen, die der Ar­beit der Ka­me­ra­den ent­ge­gen­ge­bracht wird. „Das ist kein Ein­zel­fall im hie­si­gen Land­kreis“, ist sich der Kreis­brand­in­spek­tor si­cher. Die­ses Ver­hal­ten sei auch auf die Struk­tu­ren und Le­bens­wei­se hier zu­rück­zu­füh­ren.

In ei­ner eu­ro­pa­wei­ten Stu­die, bei der es um die An­er­ken­nung des Eh­ren­am­tes gin­ge, wür­den die Ka­me­ra­den vor­ne mit da­bei sein. Mir­ko Li­pin­ski wünscht sich, dass es da­bei bleibt und die Über­grif­fe auf­hö­ren.

„Im Eichs­feld ist mir kei­ne Ag­gres­si­vi­tät ge­gen­über Feu­er­wehr­leu­ten be­kannt.“

Bei ei­nem Brand in Ef­fel­der wur­den die Ka­me­ra­den mit Kaf­fee und Tee ver­sorgt – das ist kein Ein­zel­fall, im­mer wie­der wer­den sie im Ein­satz ver­sorgt. Fo­to: Eck­hard Jün­gel

Din­gel­städts Bür­ger­meis­ter Andre­as Fern­korn (CDU) zeigt den Be­reich, wo im kom­men­den Jahr ge­baut wer­den soll. Fo­to: Eck­hard Jün­gel

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