Die De­mo­kra­tie und der So­li

Thüringer Allgemeine (Eisenach) - - Freizeit -

hät­ten Nach­hol­be­darf in Sa­chen De­mo­kra­tie. Schon ver­ges­sen, dass Tau­sen­de Ost­deut­sche in der DDR von ih­rem de­mo­kra­ti­schen Recht Ge­brauch ge­macht ha­ben, nicht zur Wahl zu ge­hen. Und schon ver­ges­sen, dass die 97 Pro­zent die an­geb­lich Hone­cker und Kon­sor­ten ge­wählt ha­ben sol­len, durch Wahl­be­trug ent­stan­den sind. Und schon ver­ges­sen, wer von sei­nem de­mo­kra­ti­schen Recht Ge­brauch ge­macht hat, zu den Mon­tags­de­mos zu ge­hen und so zur Wie­der­ver­ei­ni­gung bei­ge­tra­gen hat. De­mo­kra­tie lebt von der Ve­rän­de­rung und nicht vom Still­stand. Die­sen er­le­ben wir je­de Wahl­pe­ri­ode. Po­li­ti­ker, die nicht re­gie­ren, son­dern nur um ih­re Macht strei­ten.

Ger­hard Kropp, Er­furt

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