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Thüringer Allgemeine (Eisenach) - - Freizeit -

as wa­ren noch Zei­ten, als Edel­tech­ni­ker wie Mau­ri­zio Gau­di­no oder Tor­jä­ger wie Wyn­ton Ru­fer mit ih­ren Ka­bi­nett­stück­chen wah­ren „Bu­den­zau­ber“in die Wohn­zim­mer brach­ten. Bis En­de der 1990er Jah­re war der Hal­len­fuß­ball auch bei Pro­fi­klubs noch ein zen­tra­ler Baustein des „Sport-win­ters“. Die Bun­des­li­ga-klubs nutz­ten die Dfb-tur­nier­se­rie für die Vor­be­rei­tung und im DSF (heu­te Sport1) lief der Hal­len-kick im Ja­nu­ar in ge­fühl­ter End­los-schlei­fe. Längst ist das Ge­schich­te. Die Ver­mark­tungs­ma­schi­ne­rie und die ver­kürz­te Win­ter­pau­se mach­ten den Hal­len­mas­ters den Gar­aus.

Auch der Hal­len­fuß­ball in un­se­rem Sport­kreis hat schon we­sent­lich bes­se­re Zei­ten ge­se­hen. Zu­min­dest, was den Män­ner­be­reich be­trifft. Si­cher, der Mos­ba­cher SV stellt seit mitt­ler­wei­le 20 Jah­ren sei­nen MSVCUP auf die Bei­ne und auch Grün-weiß Stock­hau­sen lädt heu­te zum Tur­nier. Aber ech­te Zug­kraft ha­ben die dort ki­cken­den Teams nur für die di­rekt Be­tei­lig­ten. Da­her ist es echt scha­de für die Fuß­ball­fans der Re­gi­on, dass bei­spiels­wei­se der vom FSV Wu­tha-farn­ro­da or­ga­ni­sier­te Hör­sel­berg­cup eben­so von der Bild­flä­che ver­schwun­den ist wie der Ei­se­nach­er Neu­jahrs­cup, bei dem bis vor ei­ni­gen Jah­ren noch hes­si­sche Ver­bands­li­ga-spit­zen­teams und di­ver­se Thü­rin­ger Ober­li­gis­ten mit Tem­po , To­ren und Tricks be­geis­ter­ten. Sol­che Tur­nie­re zu or­ga­ni­sie­ren, er­for­dern na­tür­lich viel Auf­wand und zu­ver­läs­si­ge Hel­fer. Aber wenn man es rich­tig an­packt, kann es für die Zu­schau­er ein Spek­ta­kel und für den Aus­rich­ter ei­ne lu­kra­ti­ve Sa­che wer­den. Der FSV Preu­ßen Bad Lan­gen­sal­za macht es mit sei­nem seit Jah­ren stets aus­ver­kauf­ten „Sal­za-cup“zwi­schen den Jah­ren vor.

Die Hand­ball-thü­rin­gen­li­ga der Män­ner be­strei­tet am Wo­che­n­en­de ih­ren letz­ten Spiel­tag der Hin­run­de. Die Ti­tel­fra­ge ist wohl schon ge­klärt. Zu sou­ve­rän zieht der HSV Bad Blan­ken­burg an der Spit­ze sei­ne Krei­se. In der Vor­wo­che de­klas­sier­te der Ta­bel­len­füh­rer die SG Mo­tor Arn­stadt/plaue mit 42:16. Der HSV Bad Blan­ken­burg thront mit blü­ten­wei­ßer Punk­te­wes­te (24:0 Zäh­ler) an der Spit­ze. Die „Ver­fol­ger“Son­ne­berg und Mühlhausen ha­ben be­reits sechs und sie­ben Mi­nus­punk­te auf dem Kon­to.

Im Ta­bel­len-mit­tel­feld tum­meln sich der SV Blau-weiß Gold­bach/hoch­heim (12:10 Punk­te, Platz 7) und der THSV Ei­se­nach II (10:12 Punk­te, Platz 9). Der THSV Ei­se­nach II ver­ab­schie­de­te sich mit ei­ner 22:40Heim­klat­sche ge­gen den SV Herms­dorf aus dem Ka­len­der­jahr 2018. Der SV Blau-weiß Gold­bach/hoch­heim, ei­nen Spiel­tag zu­vor glanz­vol­ler 28:22-Sie­ger über den SV Herms­dorf, be­kle­cker­te sich mit ei­nem 22:22 bei Ta­bel­len-kel­ler­kind SG Auf­bau Al­ten­burg auch nicht mit Ruhm. Es war erst der drit­te Plus­zäh­ler für die Skat­städ­ter.

Am Sonn­tag tref­fen um 16 Uhr in der Gold­ba­cher Nes­se­tal­hal­le der SV Blau-weiß Gold­bach/hoch­heim und der THSV Ei­se­nach II auf­ein­an­der. Ein Mit­tel­feld­du­ell. Die Span­nung dürf­te vom Pres­ti­ge­cha­rak­ter her­rüh­ren. Oft­mals wa­ren es in der Ver­gan­gen­heit, ins­be­son­de­re in Gold­bach vor stim­mungs­vol­ler Ku­lis­se, hit­zi­ge Du­el­le. Die Wo­gen ha­ben sich zu­letzt ge­glät­tet. Bei­de Ver­ei­ne sind ein­an­der nä­her ge­rückt. Wäh­rend der Fest­wo­che zum Ver­eins­ju­bi­lä­um im Vor­jahr gas­tier­te das (da­ma­li­ge) Zweit­bun­des­li­ga­team des THSV Ei­se­nach in der Nes­se­tal­hal­le.

„Al­le Spie­ler aus dem Ka­der der zwei­ten Mann­schaft dürf­ten da­bei sein“, er­klärt Mat­thi­as Meinl, der Coach des THSV Ei­se­nach II, mit Blick auf den Sonn­tag­nach­mit­tag. Ma­ri­us Noack und John Mar­tin wer­den das Tor­hü­ter­ge­spann bil­den. Rou­ti­nier Phil­ipp Em­mel­mann und Qen­d­rim Alaj wer­den sich die Auf­ga­ben des Spiel­ge­stal­ters tei­len. Ka­pi­tän Sa­scha Kleint wird wohl an der Kreis­mit­te be­gin­nen. Ei­ne zu­sätz­li­che Her­aus­for­de­rung für den THSV Ei­se­nach II, in der Nes­se­tal­hal­le Gold­bach ist ab­so­lu­tes Harz­ver­bot. Die dün­ne Trai­nings­be­tei­li­gung be­rei­tet Mat­thi­as Meinl wei­ter­hin Sor­gen, lässt ei­ne ge­ziel­te Spiel­vor­be­rei­tung nicht zu. „Wir wer­den ver­su­chen, das Bes­te aus der Si­tua­ti­on zu ma­chen“, so der Coach, der erst­mals auf das Team aus dem Land­krei­ses Go­tha trifft.

„Wir wol­len un­se­ren An­hän­gern im ers­ten Spiel des neu­en Jah­res gu­ten und er­folg­rei­chen Hand­ball bie­ten“, er­klärt Sieg­fried Juhn­ke, Ab­tei­lungs­lei­ter und zu­gleich die gu­te See­le des Hand­balls in Gold­bach. Als Trai­ner des SV Blau-weiß Gold­bach/hoch­heim fun­giert in­zwi­schen Oli­ver Tau­bert. Die­ser hat am Sonn­tag­nach­mit­tag wahr­schein­lich na­he­zu sein stärks­tes Auf­ge­bot zur Stel­le. Feh­len wird nach sei­ner Dis­qua­li­fi­ka­ti­on mit Be­richt im Aus­wärts­spiel beim SV Auf­bau Al­ten­burg Eric Sta­del­mann. Mit Tor­hü­ter Flo­ri­an Schnee­gaß so­wie den tor­ge­fähr­li­chen Da­ni­el Fe­ke­te und Mar­ko Oluic sind die drei Top-protaga­nis­ten da­bei. Zum Auf­ge­bot ge­hört auch der Ex-ei­se­nach­er Da­ni­el Bohrt, vie­le Jah­re im Nach­wuchs­pro­jekt des THSV Ei­se­nach, hier auch in der Ju­gend­bun­des­li­ga und im Vor­jahr im Thü­rin­gen­li­ga­team Män­ner am Ball. Wäh­rend sei­ner Ei­se­nach­er Zeit spiel­te der knapp 20-Jäh­ri­ge über­wie­gend an der Kreis­mit­te. Jetzt sind sei­ne All­roun­der­qua­li­tä­ten ge­fragt, viel­fach auf Au­ßen. „Im De­ckungs­in­nen­block wur­de mir ei­ne wich­ti­ge Auf­ga­be über­tra­gen“, er­klärt Da­ni­el Bohrt. Er stu­diert seit dem Som­mer des Vor­jah­res Sport­wis­sen­schaf­ten in Je­na, hat ei­ne ei­ge­ne Woh­nung in der Zeiss-stadt be­zo­gen. „Vor­le­sun­gen sind von Mon­tag bis Don­ners­tag, so­dass ich auch am Don­ners­tag­abend beim Trai­ning da­bei bin“, be­rich­tet Da­ni­el Bohrt. Er freut sich auf das Wie­der­se­hen mit ehe­ma­li­gen Tea­m­und In­ter­nats­ge­fähr­ten. „Ich wer­de na­tür­lich al­les da­für tun, dass bei­de Zäh­ler bei mei­nem Hei­mat­ver­ein Gold­bach blei­ben“, fügt er hin­zu.

Der SV Beh­rin­gen/son­ne­born ist spiel­frei.

In der Jah­res­bes­ten­lis­te des Deut­schen Leicht­ath­le­tik­ver­ban­des (DLV) er­reich­te die LG Oh­ra-ener­gie 2018 ge­nau 18 Nen­nun­gen von der Al­ters­klas­se 14 bis zu den Er­wach­se­nen. Ein Jahr zu­vor wa­ren es noch 30 Leis­tun­gen von Lg­sport­lern, in im Dlv-ran­king auf­tauch­ten. Der Rück­gang zum Vor­jahr ist er­heb­lich und be­son­ders auf De­fi­zi­te in der männ­li­chen Ju­gend zu­rück­zu­füh­ren. Den­noch darf sich die LG wei­ter­hin zu den Top-100-ver­ei­nen Deutsch­lands zäh­len.

Die meis­ten Nen­nun­gen schaff­ten Lau­ra Kauf­mann (6 mal) und La­ra Ge­bel (4 mal). Mit ih­rer Zeit von 53,79 Se­kun­den über 400 Me­ter nimmt Ju­nio­renwm-teil­neh­me­rin Kauf­mann in der weib­li­chen Ju­gend A/U20 den vier­ten Platz ein. Bei den Ju­nio­rin­nen (20 bis 22) reicht die­se Zeit für Rang fünf, bei den Frau­en für Platz elf.

Zwei­mal in die Top Ten des DLV schaff­te es Ge­her Jo­na­than Hil­bert bei den Män­nern. Über 20 Ki­lo­me­ter wird er mit sei­ner Zeit von 1:31:22 h auf Platz neun ge­führt, über 50 km ist er in 1:51:22 h her­vor­ra­gen­der Zwei­ter. (nh)

Ei­nen schwe­ren Stand hat­ten die C-ju­nio­ren­fuß­bal­ler des FC Ei­se­nach beim Arn­strom­po­kal­tur­nier des SV 09 Arn­stadt. Die Ei­se­nach­er ver­lo­ren al­le sechs Spie­le und muss­ten oh­ne Punkt die Heim­fahrt an­tre­ten. Den Tur­nier­sieg hol­te sich der Nach­wuchs von Born­tal Er­furt. Platz zwei ging an die U17-ju­nio­rin­nen des FF USV Je­na, die nur Born­tal un­ter­la­gen und Ei­se­nach klar mit 6:1 be­zwan­gen. (lan)

Das Vor­run­den­tur­nier der West­thü­rin­ger Fut­sal-kreis­meis­ter­schaft der Män­ner be­ginnt am Sonn­tag in Tref­furt nicht wie ver­se­hent­lich ges­tern ge­schrie­ben 13 Uhr, son­dern erst um Fünf Kreis­li­gis­ten kämp­fen um den Ein­zug in die Zwi­schen­run­de. (lan)

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