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Thüringer Allgemeine (Eisenach) - - Freizeit -

as hat Schlag­zei­len ge­bracht. Die ehe­ma­li­ge Bahn-olym­pia­sie­ge­rin Kristina Vo­gel kan­di­diert für den Er­fur­ter Stadt­rat und hat so­gar Lis­ten­platz 2 be­kom­men. Was für ein Coup, wenn es um Stim­men­mehr­hei­ten bei der die­ses Jahr an­ste­hen­den Kom­mu­nal­wahl geht. Die Mühl­häu­ser SPD, die be­kannt­lich auch den Ober­bür­ger­meis­ter stellt, be­dient sich eben­falls auf dem zwei­ten Lis­ten­platz ei­ner frü­he­ren Pflau­men­blü­ten­kö­ni­gin.

Das Re­zept, mit be­kann­ten Ge­sich­tern, Stim­men zur Kom­mu­nal­wahl zu zie­hen, be­herr­schen fast al­le Par­tei­en, auch au­ßer­halb von Thü­rin­gen.

Das Rin­gen um Mehr­hei­ten wird aber schwie­ri­ger. Für die gro­ßen Par­tei­en, wie für klei­ne Par­tei­en und Wäh­ler­bünd­nis­se. Weil die Wahr­schein­lich­keit sehr hoch ist, dass die AFD mit ins Par­la­ment ein­zieht, wenn sie mit ei­ner Lis­te an­tritt. Wäh­rend in den Nach­bar­städ­ten die ers­ten neu­en Ge­sich­ter für die Wahl pu­blik wer­den, ist es in Ei­se­nach noch sehr still. Aber auch hier darf man ge­spannt sein, wer noch an­tritt, auf­hört oder neu kan­di­diert.

Chantal Eti­en­ne hat den Bi­ath­lon-fans ge­zeigt, wo es lang geht. „Ich über­prü­fe, wel­che Kar­ten sie ha­ben und wei­se sie in den rich­ti­gen Block ein“, sagt die 23-Jäh­ri­ge aus See­bach, die an al­len vier Wett­kampf­ta­gen als Ord­ne­rin ein­ge­setzt ist.

„Ich bin schon im sechs­ten Jahr da­bei“, er­zählt Chantal Eti­en­ne. Sie ist Mit­glied im Win­ter­sport­club 07 Ruh­la und ei­ne von mehr als ei­nem Dut­zend eh­ren­amt­li­cher Hel­fer, die der Ver­ein beim dies­jäh­ri­gen Bi­ath­lon­welt­cup stellt. Und sie ist „ein Win­ter­sport-kind. Dank mei­nes Va­ters stand ich schon früh auf dem Ski.“

Auf der Tri­bü­ne, für die Chantal Eti­en­ne ver­ant­wort­lich ist, ha­ben sich Ullrich Spin­ger, An­ge­la Stäb­lein und Hei­no Röm­hild mit Toch­ter Em­ma po­si­tio­niert und ge­ra­de ih­re Deutschland-flag­ge mit Ka­bel­bin­dern be­fes­tigt. „Hier ha­ben wir das Sta­di­on gut im Blick und auch ein Stück der Stre­cke“, be­grün­det Hei­no Röm­hild die Ti­cket­wahl. Die Fans aus dem Mo­or­grund sind Stamm­gäs­te beim Welt­cup am Grenz­ad­ler.

„Ich war 2003 zum ers­ten Mal hier“, sagt er. Zu­sam­men be­su­chen sie auch an­de­re Welt­cups, nächs­tes Jahr ist die Welt­meis­ter­schaft in Ant­holz ein­ge­plant. Ober­hof zählt aber zu ei­nem ih­rer be­lieb­tes­ten Welt­cup-or­te. „Das ist schon et­was Be­son­de­res. Die Stim­mung ist toll“, meint An­ge­la Stäb­lein. Um die At­mo­sphä­re auf­zu­sau­gen und sich die bes­ten Plät­ze zu si­chern, sind die Fans am Sams­tag und Sonn­tag sehr früh, noch vor der Sta­di­o­ner­öff­nung, an­ge­reist.

Bei den Ver­fol­gungs- und Staf­fel­ren­nen drü­cken sie vor al­lem den Deut­schen die Dau­men.

„Und Dorothea Wie­rer. Sie kommt aus Süd­ti­rol, da ma­chen wir oft Ur­laub“, er­zählt Hei­no Röm­hild. Chantal Eti­en­ne, die Ord­ne­rin, ou­tet sich in­des als Fan von Micha­el Rösch, dem Sach­sen, der seit 2014 für Bel­gi­en an den Start geht und in Ober­hof sein bal­di­ges Kar­rie­re­en­de an­kün­digt. „Und Be­ne­dikt Doll. Den fin­de ich auch gut.“

Um auch in die­sem Jahr beim Welt­cup da­bei sein zu kön­nen, hat sich die jun­ge Frau, die bei ei­nem Ma­schi­nen­bau­un­ter­neh­men Sil­va­na Theuvsen aus Wolfs­burg-un­k­ero­da in Schwarz­hau­sen ar­bei­tet, ex­tra Ur­laub ge­nom­men. So­bald sie die Fans ein­ge­wie­sen hat, wird es auch für sie et­was ru­hi­ger. „Dann sind al­le auf ih­ren Plät­zen und wir kön­nen auch ei­nen Blick ins Sta­di­on wer­fen.“

Im Ge­gen­satz zu vie­len Vor­jah­ren ist es voll mit Schnee, der nicht nur aus der Ka­no­ne, son­dern vom Him­mel kommt. „Das ist doch viel bes­ser, als wenn al­les grün ist“, sagt die See­ba­che­rin. Um nicht zu frie­ren, hat sie sich dick ein­ge­packt. „Und ich ha­be Tee da­bei und tan­ze auf der Stel­le. Wenn es hart auf hart kommt, ma­che ich ein­fach ein paar Arm­krei­se“, er­klärt sie. Am liebs­ten wol­le sie bis zur Welt­meis­ter­schaft im Jahr 2023 als Hel­fer da­bei sein, „wenn nichts da­zwi­schen kommt“.

Die Kämp­fe um Bron­ze, Sil­ber und Gold ha­ben auch die Fans aus dem Mo­or­grund auf dem Schirm. „Wir ha­ben uns sehr über den Zu­schlag ge­freut“, sagt Ullrich Spin­ger. „Sie wird vor der Haus­tür statt­fin­den“, er­gänzt Hei­no Röm­hild, „die neh­men wir na­tür­lich mit.“

Als ihr „Wohn­zim­mer“be­zeich­net auch Sil­va­na Theuvsen aus Wolfs­burg-un­k­ero­da den Win­ter­sport-ort Ober­hof. Vor al­lem zu Wan­de­run­gen in die­sem Teil Thü­rin­gens bricht die Fa­mi­lie sehr gern auf. Auch sie ist „Wie­der­ho­lungs­tä­te­rin“, was die Be­su­che des Bi­ath­lon-wett­kamp­fes am Grenz­ad­ler an­geht. „Die Stim­mung ist groß­ar­tig“, er­zählt sie am Tag nach den bei­den Ver­fol­gungs­ren­nen. „Al­lein beim Schluss­sprint zwi­schen Arnd Peif­fer und Lu­kas Ho­fer koch­te die Stim­mung noch mal rich­tig hoch.“Aus ih­rer Sicht ist der Welt­cup in Ober­hof ein­zig­ar­tig, selbst von den Au­ßen­tri­bü­nen sei man durch die Vi­deo­lein­wän­de im­mer mit­ten­drin.

„Es ist ein­fach ei­ne groß­ar­ti­ge Stim­mung.“Das nächs­te gro­ße Sport­event steht Fa­mi­lie Theuvsen be­reits ins Haus. Nächs­tes Wo­che­n­en­de geht es nach Köln zur Hand­bal­lwelt­meis­ter­schaft. Wenn es beim deut­schen Team wei­ter so gut läuft, darf Sil­va­na Theuvsen, die beim Thsv-fan­pro­jekt Mit­glied ist, am Sams­tag­abend dann auch Gens­hei­mer & Co di­rekt an­feu­ern.

In der Ho­s­pi­tal­stra­ße be­steht bis auf Wei­te­res noch Tem­po 50. Da­bei hat­te die Stadt schon im Som­mer 2018 an­ge­kün­digt, dass die Ge­schwin­dig­keit mit Blick auf die Si­cher­heit von Fuß­gän­gern, dar­un­ter auch vie­le Schul­kin­der, auf 30 km/h re­du­ziert wer­den soll.

Erst ver­gan­ge­ne Wo­che wur­de ei­ne jun­ge Frau beim Über­que­ren des Fuß­gän­ger­über­wegs in Hö­he des Jus­tus­stif­tes von ei­nem Au­to an­ge­fah­ren und da­bei schwer ver­letzt.

Um­ge­setzt sei die Maß­nah­me noch nicht, räum­te Stadt­spre­che­rin Ja­ni­na Wal­ter ein. Bis­her war­te man mit ei­ner Aus­schil­de­rung, weil die Brü­cke in der August-be­bel-stra­ße ein Stück wei­ter weg noch im Bau ist.

Vor­be­rei­tet sei ein Ent­wurf über die neue Be­schil­de­rung als 30er-zo­ne bis zur Karl-marx­stra­ße, zur Clemd­a­stra­ße, Ufer­stra­ße und auf der an­de­ren Sei­te bis zur August-be­bel-stra­ße vor der Ein­mün­dung Kat­ha­ri­nen­stra­ße, heißt es von der Stadt. „Ei­ne Be­schil­de­rung über­gangs­wei­se wäh­rend der Bau­pha­se möch­ten wir nicht ex­tra an­ord­nen“, be­tont Wal­ter. Da­für sei der Auf­wand enorm, er sei per­so­nell nicht um­setz­bar. So­bald die Brü­cke fer­tig ist, sol­len al­le Stra­ßen neu be­schil­dert wer­den. Dann ge­be es auch in der Ho­s­pi­tal­stra­ße Tem­po 30. (red)

Die Mit­glie­der des Orts­teil­ra­tes Stedt­feld dis­ku­tie­ren wäh­rend ih­rer nächs­ten Sit­zung un­ter an­de­rem über das Pro­jekt Spiel­platz. Die Sit­zung fin­det am 19. Ja­nu­ar um 17 Uhr in der Vil­la von Boy­ne­burg, Hopf­en­tal 6, statt. Auf der Ta­ges­ord­nung ste­hen ne­ben dem Pro­jekt Spiel­platz auch ei­ne Be­ra­tung zum Krie­ger­denk­mal so­wie zu wei­te­ren Ak­ti­vi­tä­ten des Orts­teil­ra­tes. (red)

Bis 31. Ja­nu­ar kön­nen noch Vor­schlä­ge für die Ver­ga­be der Kul­tur­na­del des Frei­staats Thü­rin­gen ein­ge­reicht wer­den.

Ver­ge­ben wer­den bis zu zehn, mit je­weils 750 Eu­ro, do­tier­te Kul­tur­na­deln. Die Eh­rung ist aus­schließ­lich eh­ren­amt­li­cher Ar­beit im Kul­tur­be­reich ge­wid­met. Vor­schlä­ge kön­nen von kul­tu­rel­len Ver­ei­nen, Ver­bän­den, In­sti­tu­tio­nen und Kom­mu­nen ge­macht wer­den. Zu je­dem Vor­schlag wer­den ei­ne Kurz­bio­gra­fie und ei­ne schrift­li­che Be­grün­dung be­nö­tigt, heißt es von ei­ner Spre­che­rin der Stadt. (red)

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