Schief hän­gen­de Kenn­zei­chen

Thüringer Allgemeine (Erfurt-Land) - - Erfurt Land - Hans Roth zum 79. Von Hart­mut Schwarz

Bin ich ver­ab­re­det, ist es mir stets sehr wich­tig auch pünkt­lich zu­sein. Dies bringt der Be­ruf mit sich, ist Ta­ges­ge­schäft.

Ei­nen mei­ner wich­tigs­ten Ter­mi­ne in die­sem Jahr ha­be ich al­ler­dings ver­schwitzt – die Haupt­un­ter­su­chung bei mei­nem Au­to. Und dies trotz schrift­li­cher Er­in­ne­rung von mei­nem Au­to­haus. Pas­siert ist dies, weil ich den flüch­ti­gen Blick auf die Pla­ket­te falsch ge­deu­tet ha­be – die „12“war dick um­ran­det. Bis De­zem­ber ist al­so noch Zeit. Dach­te ich mir. An­de­re wuss­ten es bes­ser, teil­ten es mir mit ei­nem Män­gel­schein un­ter dem Schei­ben­wi­scher mit. Und setz­ten mir ei­ne Frist. Da erst er­in­ner­te ich mich, dass es im­mer die Zahl ist, die auf der Pla­ket­te ganz oben steht, die den Prü­fungs­ter­min mar­kiert. Schlag­ar­tig wur­de mir klar, war­um in Er­furt so vie­le Au­tos mit schief hän­gen­dem Num­mern­schild her­um­fah­ren – die wol­len nur Zeit schin­den. Aus äs­the­ti­schen Grün­den kei­ne Lö­sung für mich.

Da ich in die­sem Jahr be­son­ders vor­bild­lich sein woll­te, den falsch ver­stan­de­nen De­zem­ber nicht ab­war­ten woll­te und be­reits im Ok­to­ber mit dem Rei­fen­wech­sel die HU hin­ter mich brin­gen woll­te, lie­ge ich noch re­la­tiv im Rah­men. Der gu­te Wil­le al­lein reicht manch­mal eben nicht... Die Thü­rin­ger All­ge­mei­ne gra­tu­liert am Sonn­tag in:

An­dis­le­ben

Haß­le­ben

An­ne­ro­se Mild­ner zum 75. Rieth­nord­hau­sen

Jo­han­na Son­ne­kalb zum 80. Ge­burts­tag recht herz­lich!

Wenn auch Sie je­man­dem zum Ge­burts­tag gra­tu­lie­ren möch­ten, dann ru­fen Sie an un­ter (0361) 555 05 11 oder schi­cken Sie ei­ne E-Mail an: er­furt­land@thue­rin­ger-all­ge­mei­ne.de Udestedt. Auf An­hieb kann sie drei, vier Udested­ter nen­nen, die es ih­rer An­sicht nach mehr ver­dient ha­ben – aber der Ge­mein­de­rat von Udestedt hat sich für Christiane Eckert ent­schie­den. Die Pfar­re­rin der Kirch­ge­mein­de soll am 22. Ok­to­ber den erst­mals ver­ge­be­nen Eh­ren­amts­preis der Ge­mein­de er­hal­ten, Dank und An­er­ken­nung, Blu­men und 100 Eu­ro. Die Geehr­te meint al­ler­dings, dass oh­ne den Frau­en­ver­ein, den Kir­mes­ver­ein und oh­ne die Feu­er­wehr nicht das mög­lich ge­we­sen wä­re, das jetzt mit ih­rem Na­men ver­bun­den wird. 90 Pro­zent der Ar­beit hät­ten an­de­re ge­macht. Eckert: „Die be­loh­nen mich für ei­ne Sa­che, die ich nicht ge­macht ha­be!“

„Sie ist im­mer für al­le da, die ein Pro­blem ha­ben“

Bür­ger­meis­ter Gun­nar Die­ling fällt es da­ge­gen leicht zu be­grün­den, war­um es die zu­ge­zo­ge­ne Pfar­re­rin ist, die als Ers­te den Preis er­hal­ten soll. „Sie ist im­mer für al­le da, die ein Pro­blem ha­ben und kämpft für sie. Sie macht mehr, als sie ei­gent­lich müss­te und setzt sich seit Jah­ren für die Ju­gend ein. Auch mei­ne Kin­der ge­hen gern zu ihr, kön­nen es kaum er­war­ten, wenn die Pro­ben für das Krip­pen­spiel be­gin­nen.“

Für Christiane Eckert bleibt es trotz­dem ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit,

Hart­mut Schwarz über ei­nen ver­patz­ten Ter­min

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