Vo­tum über Zu­kunft Gehl­bergs

Wahl­be­rech­tig­te ab 16 Jah­re stim­men ab

Thüringer Allgemeine (Erfurt-Land) - - Aus Der Region - Von Britt Mand­ler

Gehl­berg. An Stra­ßen­schil­dern sind sie an­ge­bracht, an Zäu­nen, ne­ben dem Park­platz ste­hen sie. Gleich mit meh­re­ren Pro­test­pla­ka­ten wur­de ges­tern Vor­mit­tag Land­rä­tin Pe­tra En­ders (Die Lin­ke) in Gehl­berg emp­fan­gen.

Be­für­wor­ter der Ge­mein­de­fu­si­on mit Suhl mach­ten dar­auf ih­rem Är­ger Luft. Sie wol­len, dass die Land­rä­tin auch mit ih­nen spricht. Und sie sol­le neu­tral sein, al­so nicht ge­gen die SuhlBe­für­wor­ter wet­tern.

Al­ler­dings war die Land­rä­tin mit die­sem An­sin­nen auch gar nicht in den Ort ge­kom­men. „Ich füh­re hier kei­ne Bür­ger­ver­samm­lung durch, son­dern die wö­chent­li­che Pres­se­kon­fe­renz des Land­rats­am­tes“, be­tont Pe­tra En­ders. Auf der Ta­ges­ord­nung ste­hen The­men wie der Denk­mal­schutz­preis oder die Be­rufs­bil­dungs­mes­se.

Aber eben auch der Bür­ger­ent­scheid, der am 28. Ok­to­ber in Gehl­berg durch­ge­führt wird. In­ter­es­sier­te, die vor der Tür der Ca­fé-Stu­be ste­hen, lädt die Land­rä­tin zur Teil­nah­me am Pres­se­ge­spräch ein. Ihr ge­he es nicht dar­um, für die Initia­to­ren des Bür­ger­be­geh­rens zu wer­ben. Aber als Land­rä­tin ver­tre­te sie na­tür­lich die Po­si­ti­on, dass die zum Kreis ge­hö­ren­den Ge­mein­den auch im Kreis blei­ben soll­ten. Letzt­lich sei es nun aber an den Gehl­ber­gern, dar­über zu be­fin­den, wo sie die Zu­kunft ih­res Or­tes se­hen – als Stadt­teil von Suhl oder aber wei­ter­hin als Dorf im Ilm-Kreis.

Ei­ne ein­fa­che Mehr­heit reicht am Abend des Bür­ger­ent­scheids kei­ner der bei­den Sei­ten. Zu­nächst muss das Quo­rum er­füllt sein. Sprich: 20 Pro­zent der 447 Stimm­be­rech­tig­ten müs­sen ihr Vo­tum ab­ge­ben. Wird die­se Zahl er­reicht, zählt die Stim­men­mehr­heit. Das In­ter­es­se am Bür­ger­ent­scheid ist al­ler­dings sehr groß. Bis ges­tern nutz­ten be­reits 57 Gehl­ber­ger die Mög­lich­keit der Brief­wahl.

Das Wah­l­er­geb­nis ist recht­lich bin­dend: Ent­we­der wech­selt Gehl­berg dann nach Suhl – oder der Ge­mein­de­rats­be­schluss wird auf­ge­ho­ben.

Of­fen­bar in gro­ßer Ei­le wa­ren die Pro­test­pla­ka­te ge­schrie­ben wor­den. Fo­to: Britt Mand­ler

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