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Thüringer Allgemeine (Erfurt-Land) - - Erste Seite -

lass und blut­leer er­fro­ren se­hen sie aus, die Knö­chel, die ver­meint­lich mo­disch aus den Halb­schu­hen schau­en. Die Ho­se hat „Hoch­was­ser“und be­deckt sie eben­so we­nig, wie ei­ne wär­men­de, wol­le­ne So­cke. Als ich mei­nen Ju­ni­or auf die Mäd­chen hin­wei­se, de­nen es doch ganz schön kalt sein muss, lä­chelt der nur. Mo­de sei dies, mach­te mir mein Ju­ni­or un­miss­ver­ständ­lich klar. Ich weiß in­zwi­schen: Der Rat zu län­ge­ren So­cken, Ho­sen oder hö­he­rem Schuh­werk greift ab ei­nem be­stimm­ten Al­ter wohl nicht mehr. Auch nicht, ob­wohl die Mo­de durch­aus nach­tei­li­ge Fol­gen hat: Schließ­lich schlappt sich der Schnee schön feucht hin­ein, wird der Fuß gern nass im Snea­ker. „Wer schön sein will, muss lei­den“, hieß es ja schon frü­her. Und Te­enager, dar­an hat sich an­schei­nend nichts ge­än­dert, tra­gen ei­ne ganz be­son­de­re Hit­ze mit sich her­um beim Spa­zie­ren, brau­chen we­der Win­ter­stie­fel noch die Win­ter­ja­cke über­haupt zu schlie­ßen, um Er­frie­run­gen vor­zu­beu­gen.

Was mein Groß­va­ter mir im­mer wohl­mei­nend und -wis­send ge­sagt hat, schlägt die Ju­gend auch heu­te ger­ne in den kal­ten Wind: „Den Kopf halt‘ kühl, die Fü­ße warm, das macht den bes­ten Dok­tor arm.“ Ani­ta Rüm­pler zum 90.

Bri­git­te Frö­be zum 71. Ge­burts­tag recht herz­lich!

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Gi­na Hes­se hat we­nig Hoff­nung, dass der Win­ter noch rich­tig Schnee und Frost brin­gen wird. „Es ist ein­fach zu warm. Die Hus­kys schmei­ßen schon das Fell ab.“Für die Schloß­vip­pa­che­rin ist das ein un­trüg­li­ches Zei­chen da­für, dass ein rich­ti­ger Win­ter aus­bleibt und da­mit auch die „Trans-Thü­rin­gia 2019“, das längs­te Schlit­ten­hun­de­ren­nen für rein­ras­si­ge Schlit­ten­hun­de, aus­fal­len wird.

We­gen Schnee­man­gels war das schon im Vor­jahr der Fall. Die Er­in­ne­run­gen an 2017 sind da­für noch nicht ver­blasst. Die Schloß­vip­pa­che­rin ge­hör­te zu den zwei Teil­neh­me­rin­nen, die in der Tou­ren­klas­se al­le Ki­lo­me­ter zu­rück­ge­legt hat­ten. Den Sieg muss­te sich Gi­na Hes­se mit der Nie­der­län­de­rin Ni­colet­ta Ba­zu­in-Herrewi­jn tei­len. Ins­ge­samt wa­ren 19 Teams in die­ser Klas­se an den Start ge­gan­gen. „Wir wa­ren bis­lang drei­mal am Start und ha­ben je­des Mal die vol­len Ki­lo­me­ter ab­sol­viert. Dar­auf bin ich mäch­tig stolz“, er­zählt sie.

An­be­raumt ist die „Trans-Thü­rin­gia 2019“in Neu­stadt am Renn­steig vom 9. bis 15. Fe­bru­ar. Erst kurz zu­vor fal­le die Ent­schei­dung, er­klärt die Mus­he­rin.

Der Aus­fall wä­re in dop­pel­ter Hin­sicht tra­gisch. Nicht nur, dass die Aus­rich­tung der „Trans Thü­rin­gia 2020“nach zwei­ma­li­ger Absage in Fol­ge frag­lich wä­re, für die Fa­mi­lie Hes­se und ih­re Hun­de gä­be es dann in die­sem Jahr gar kei­nen Wett­kampf. „Die Trans Thü­rin­gia ist das ein­zi­ge Mit­tel­stre­cken­ren­nen in Deutsch­land“, sagt die Schloß­vip­pa­che­rin und er­klärt, dass die Zeit der Sprint­ren­nen für sie und ih­re Vier­bei­ner vor­bei ist. Da­für sei­en die Hun­de zu alt. Au­ßer­dem be­an­spru­che das Sprin­ten zu stark die Ge­len­ke der Tie­re. Ein wei­te­rer Grund sei­en die Dis­tan­zen. „Bei Sprint­ren­nen wer­den um die vier Ki­lo­me­ter zu­rück­ge­legt. Die Hun­de aber wol­len Aus­dau­er.“

Trotz ih­rer Zwei­fel am Schnee hält sie ei­sern am Trai­nings­pro­gramm für die Tour fest. „Oh­ne Vor­be­rei­tung geht so ein Ren­nen nicht. Die Hun­de müs­sen zur Trans-Thü­rin­gia 200 Ki­lo­me­ter lau­fen. Sie brau­chen Mus­keln, die erst auf­ge­baut wer­den müs­sen“, sagt sie. Gi­na Hes­se

Kon­di­ti­on er­langt ha­ben die Hus­kys be­reits in Trai­nings­la­gern un­ter an­de­ren in Frau­en­wald, Schal­kau und Ro­the­schirm­bach. Dort wur­den die Hun­de täg­lich ein­ge­spannt. Da kein Schnee lag, kam ein Trai­nings­wa­gen zum Ein­satz. Plant Gi­na Hes­se Aus­fahr­ten auf ei­ge­ne Faust un­ter­nimmt sie an zwei Ta­gen Tou­ren und gönnt den Tie­ren am drit­ten Tag ei­ne Ver­schnauf­pau­se. Für die Stre­cken muss sie sich im­mer et­was Neu­es ein­fal­len las­sen. „Die Tie­re wol­len Ab­wechs­lung. Sonst wird ih­nen lang­wei­lig. Hier mal ei­nen Schlen­ker ein­bau­en oder die Stre­cke ent­ge­gen­ge­setzt lau­fen“, gibt sie ein paar Ge­heim­nis­se preis, um ih­re Vier­bei­ner bei Lau­ne zu hal­ten.

Zu­frie­den ist sie, dass mit 600 Ki­lo­me­tern schon mehr als die Hälf­te des Pen­sums der Sai­son ab­sol­viert ist. Vor­ge­nom­men hat sie sich bis April ins­ge­samt 1000 Ki­lo­me­ter.

Dass sie über­haupt wie­der im Trai­nings­wa­gen steht und die Zü­gel in der Hand hält, ist ih­rem gro­ßen Ehr­geiz und ih­rer gro­ßen Liebe zu den Hun­den zu ver­dan­ken. En­de Ju­li war die Schloß­vip­pa­che­rin in ih­rem Haus ei­ne Trep­pe hin­ab ge­fal­len und hat­te sich so sehr ver­letzt, dass sie 13 Wo­chen au­ßer Ge­fecht ge­setzt war. „Lan­ge Zeit konn­te ich nur mit Krü­cken lau­fen“, sagt sie und zeigt ih­re rech­te Hand. Durch zwei Brü­che fal­le es ihr noch im­mer schwer, die Fin­ger zu ei­ner Faust zu bal­len. Durch den Un­fall sind die Tie­re nun mehr ge­for­dert. Hel­fen, den Wa­gen mit an­zu­schie­ben, kön­ne sie nicht.

Dass Gi­na Hes­se mal auf den Hund kom­men wird, war ihr klar. „Ich woll­te schon im­mer ei­nen Hund ha­ben“, sagt die ge­lern­te Ve­te­ri­nä­rin­ge­nieu­rin.

Be­gon­nen hat al­les mit Hün­din De­na. Die hat­ten Gi­na und Gun­ter Hes­se, nach­dem ihr Dal­ma­ti­ner-Hus­ky-Mix über­fah­ren wor­den war, vor 13 Jah­ren aus dem Tier­heim ge­holt. Bei ei­nem Hund ist es nicht ge­blie­ben. Heu­te ver­sorgt sie zu­sam­men mit ih­rem Mann zehn Hus­kys. Mehr las­sen die Bo­xen zum Trans­port der Tie­re nicht zu. Auch wenn sechs Hus­kys trai­nie­ren, ge­hen doch im­mer al­le auf Rei­sen. Nächs­tes Wo­chen­en­de steht die Re­gi­on um Groß­mon­ra auf dem Stre­cken­plan, ver­rät die Mus­he­rin.

Un­ter dem Mot­to „Mach doch, was Du willst“öff­nen 152 Un­ter­neh­men ih­re Tü­ren und ge­wäh­ren ex­klu­si­ve Ein­bli­cke in die Be­rufs­welt beim 12. Tag der Be­ru­fe in Mit­tel­thü­rin­gen am 6. März. Ab so­fort sind An­mel­dun­gen on­line mög­lich.

Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab der 7. Klas­se kön­nen sich für ei­nen Aus­bil­dungs­be­ruf oder ein Un­ter­neh­men an­mel­den. Auf der On­line-An­mel­de­platt­form kön­nen Ju­gend­li­che und El­tern so­fort se­hen, wel­che Ter­mi­ne frei sind und sich di­rekt in ih­re Wunsch­ver­an­stal­tung ein­bu­chen.

Im Land­kreis Söm­mer­da stel­len 16 Un­ter­neh­men 35 Be­rufs­bil­der vor. Jun­ge Men­schen kön­nen aus über 200 Ter­mi­nen wäh­len. Die Be­rufs­pa­let­te reicht von Al­ten­pfle­ger/in, Bä­cker/in, Elek­tro­ni­ker/in, Fach­in­for­ma­ti­ker/in über Fach­kraft für La­ger­lo­gis­tik, Ge­sund­heits- und Kran­ken­pfle­ger/in, Kauf­leu­te in ver­schie­de­nen Fach­rich­tun­gen, Mecha­tro­ni­ker/in, Ver­fah­rens­me­cha­ni­ker/in bis hin zu Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker/in.

„Wir la­den Ju­gend­li­che ab der sieb­ten Klas­se ein, denn die früh­zei­ti­ge Be­rufs­ori­en­tie­rung ist wich­tig, um den pas­sen­den Be­ruf für sich zu ent­de­cken. Da ge­hört es da­zu, dass jun­ge Men­schen im Un­ter­neh­men All­tag er­le­ben und sich viel­leicht auch schon aus­pro­bie­ren kön­nen“, sagt Beatrice Ströhl, Vor­sit­zen­de der Ge­schäfts­füh­rung der Agen­tur für Ar­beit Er­furt.

Der Tag der Be­ru­fe bie­tet das größ­te Be­rufs­ori­en­tie­rungs­an­ge­bot di­rekt im Un­ter­neh­men. 152 Fir­men in Mit­tel­thü­rin­gen bie­ten über 3500 freie Plät­ze. Ei­ni­ge Un­ter­neh­men ha­ben nur ei­ne be­grenz­te Platz­an­zahl. Hier soll­te man sich schnell an­mel­den. (red)

Erich Wim­mer, der Ver­si­cher­ten­äl­tes­te für die Stadt Er­furt und Ge­bie­te des Krei­ses Söm­mer­da, führt mo­nat­lich ein­mal ei­ne öf­fent­li­che Sprech­stun­de im Rat­haus der Stadt Ge­be­see durch. Nächs­ter Ter­min ist Diens­tag, der 22. Ja­nu­ar in der Zeit von 14 bis 16 Uhr. Al­le Ver­si­cher­ten und Rent­ner kön­nen sich zu al­len Fra­gen der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung be­ra­ten las­sen. (red)

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