Mam­ma Mia: Abba-show in Il­men­au für die Jung­ge­blie­be­nen

Aus Köln kom­men die mu­si­ka­li­schen „Schwe­den“und las­sen in der Fest­hal­le die Pop­grup­pe wie­der auf­er­ste­hen

Thüringer Allgemeine (Ilmenau) - - Ilm-kreis - Von Karl-heinz Veit

Il­men­au. Das war ein rich­tig schö­nes Mu­sik­fest für Jung und Alt am Don­ners­tag­abend in der Fest­hal­le. Nicht aus Schwe­den, son­dern aus Köln kam die Köl­ner Band Abba Re­view mit ih­rer „Wa­ter­loo – The Abba Show hier­her!

Ein hal­bes Jahr­hun­dert muss­te das Il­me­n­au­er Pu­bli­kum ge­dul­dig auf die Grup­pe war­ten, die wie kaum ei­ne an­de­re Mu­sik­ge­schich­te der spe­zi­el­len Art schrieb. Nun end­lich wa­ren sie da – „Ag­ne­tha, Fri­da, Björn und Ben­ny“. Sie wur­den op­tisch, akus­tisch und mit ei­ner, von bei­den Da­men täu­schend ähn­lich ge­stal­te­ten Cho­reo­gra­phie in der Art „ge­ron­ne­ner Zeit­ge­schich­te“nach­emp­fun­den. Als wie­der auf­er­stan­de­ne Grup­pe Abba rock­ten sie in ei­ner zwei­stün­di­gen Show mit dem Pu­bli­kum die Fest­hal­le. Abba ist Le­gen­de. Wirk­lich un­sterb­lich bleibt die schwe­di­sche Pop­song­grup­pe dank ih­rer nach­wach­sen­den jun­gen Nach­fah­ren. Sie be­wah­ren ganz na­he am Ori­gi­nal den Mu­sik­ge­schmack je­ner Ge­ne­ra­ti­on, die nach den Beat­les her­an­wuchs, kei­ne „Tanz­tee-nach­mit­ta­ge“ mehr kann­te, mas­sen­wei­se die Dis­co be­völ­ker­te und dort auf der Tanz­flä­che je­den Ab­ba­song und Schla­ger mit­sin­gen konn­te.

Und so hiel­ten es am Abend die jung ge­blie­be­nen äl­te­ren Abba-zeit­ge­nos­sen. Sie san­gen mit, sie tanz­ten mit, sie lie­ßen die Leucht­stäb­chen, die es da­mals noch nicht gab, im Dun­kel des Saa­les blin­ken.

Manch ein Pär­chen von einst und Ehe­paar von heu­te, das sei­ner gol­de­nen Hoch­zeit wa­cker ent­ge­gen­sieht, fühl­te sich in je­ne Jah­re zu­rück ver­setzt, als die Her­zens­da­me viel, viel schlan­ker und er, der Held ih­rer Träu­me, we­ni­ger ge­wich­tig war. Abba leb­te ih­nen einst „Ro­man­tik“ im Wech­sel mit „Rock“vor. Das Nach­ma­chen und Nach­ah­men des Le­bens­stils der sym­pa­thi­schen Schwe­den hör­te aber an der Stel­le auf, als die Abba-ehen der Mu­si­ker und Sän­ge­rin­nen ge­schie­den wur­den.

Glit­zer, Glanz und Gla­mour, Pla­teau­schu­he, gut sit­zen­de Knie­ho­sen, wie sie die drei Film­mus­ke­tie­re tru­gen, das na­tür­li­che Lä­cheln al­ler vier Ak­teu­re und na­tür­lich zual­ler­erst die Mu­sik dreh­ten über Jah­re hin­weg auf dem Er­den­rund Run­de um Run­de.

Bis heu­te wer­den Ton­trä­ger zu Tau­sen­den ver­kauft, die Mu­sik ge­hört und die Lie­der von der En­kel­ge­ne­ra­ti­on nach­ge­sun­gen.

Abba bleibt für im­mer jung! Den Be­weis lie­fer­te „die wohl bes­te Abba-show seit Abba mit Abba Re­view“den Fans in der Fest­hal­le. „Wa­ter­loo“– der Abba-sie­ger­ti­tel von einst – stand in Il­men­au für ei­ne Schlacht, die, ganz im Ge­gen­satz zum his­to­ri­schen Vor­bild der Nie­der­la­ge Na­po­le­ons, mit dem Pu­bli­kum ge­won­nen wur­de.

Die Tri­bu­te-band be­steht aus sechs Mu­si­kern von Deutsch­land, Schwe­den, Po­len, En­g­land und Ma­lay­sia. Sie ha­be die Ori­gi­nal-ko­s­tü­me und Cho­reo­gra­phi­en zu die­ser Rei­se in die Ver­gan­gen­heit mit im Ge­päck und auf der Büh­ne ge­habt, heißt es von der Agen­tur, die ih­re Auf­trit­te ver­mark­tet.

Uns­terb­li­che Band we­gen nach­wach­sen­der Fans

Fo­to: Karl-heinz Veit

Die Köl­ner Abba-co­ver­band mit ih­rem Pro­gramm „Wa­ter­loo – The Abba Show“in der Il­me­n­au­er Fest­hal­le.

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