Re­pa­rier­te Rück­läu­fer statt Neu­wa­re

Vor­sicht bei Tech­nik-schnäpp­chen im Netz

Thüringer Allgemeine (Mühlhausen) - - Ratgeber -

Han­no­ver. Ver­meint­li­che Tech­nik­schnäpp­chen auf On­line­han­dels­platt­for­men kön­nen auch auf­be­rei­te­te Ge­braucht­wa­re sein. Dar­auf weist die Fach­zeit­schrift „c’t“hin.

Statt Neu­wa­re zum klei­nen Preis gibt es dann re­pa­rier­te Rück­läu­fer oder Ga­ran­tie­fäl­le. Die Ex­per­ten ra­ten: Nicht von Fo­tos auf den An­ge­bots­sei­ten blen­den las­sen, son­dern gründ­lich die Pro­dukt­be­schrei­bung durch­le­sen. Häu­fig fin­det sich hier ein dis­kre­ter Hin­weis, dass es sich um auf­be­rei­te­te Wa­re han­delt. Bei Fest­plat­ten taucht häu­fig der Be­griff „re­cer­ti­fied“auf, an­de­re Ge­braucht­wa­re kommt un­ter dem Sie­gel „re­fur­bis­hed“zu­rück in den Han­del.

Stellt man beim Au­s­pa­cken fest, dass es sich nicht um Neu­wa­re han­delt, gibt es zwei Mög­lich­kei­ten: Zum ei­nen gibt es im Ver­sand­han­del 14 Ta­ge ein un­ein­ge­schränk­tes Wi­der­rufs­recht. Kun­den kön­nen dem Händ­ler die Wa­re al­so zu­rück­schi­cken und er­hal­ten ihr Geld zu­rück. Der Wi­der­ruf muss da­bei schrift­lich er­klärt wer­den.

Die an­de­re – aber meist müh­sa­me­re – Va­ri­an­te: Auf Er­fül­lung des Kauf­ver­trags be­ste­hen. Da­zu muss zu­nächst die feh­ler­haf­te Wa­re zu­rück­ge­schickt und dem Händ­ler ei­ne Frist ge­setzt wer­den – in der Re­gel zwei Wo­chen. Lie­fert der Händ­ler kei­nen ad­äqua­ten Er­satz, ha­ben Kun­den nach ent­spre­chen­der Mah­nung und Frist­set­zung An­spruch auf Scha­den­er­satz. In der Pra­xis be­steht die­ser aus der Dif­fe­renz zum Kauf des glei­chen Pro­dukts an an­de­rer Stel­le. Frei­wil­lig zah­len das al­ler­dings die we­nigs­ten Händ­ler, Kun­den müs­sen meist kla­gen. (dpa) Fern­ge­sprä­che im In­land Mon­tag bis Frei­tag Ct / min Fest­netz zu Han­dy Mon­tag bis Sonn­tag Ct / min

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.