CSU-CHEF See­ho­fer geht auf die AFD los

Der un­ter Druck ste­hen­de Bun­des­in­nen­mi­nis­ter sagt: „Die stel­len sich ge­gen die­sen Staat“

Thüringer Allgemeine (Mühlhausen) - - Politik -

dem zu. Mehr­heit­lich sind das An­hän­ger der AFD (77 Pro­zent) und der FDP (42 Pro­zent).

Da­zu droht der CSU bei der Land­tags­wahl in Bay­ern ei­ne kra­chen­de Nie­der­la­ge mit dem Verlust der ab­so­lu­ten Mehr­heit, in Ber­lin ver­langt die SPD den Ab­gang von Ver­fas­sungs­schutz­chef Hans-ge­org Maa­ßen. Ihm hat­te See­ho­fer gleich zwei Mal das Ver­trau­en aus­ge­spro­chen. Nun ver­sucht der an­ge­schla­ge­ne In­nen­mi­nis­ter, den Spieß um­zu­dre­hen. Deut­lich wie nie grenzt er sich von der AFD ab. „Die stel­len sich ge­gen die­sen Staat. Da kön­nen sie 1000 Mal sa­gen, sie sind De­mo­kra­ten“, sag­te See­ho­fer der Nach­rich­ten­agen­tur dpa über die AFD. Die­se sei über­mü­tig ge­wor­den und las­se die Mas­ke fal­len.

Den Ver­such der AFD, den Auf­ruf von Bun­des­prä­si­dent Frank-walter St­ein­mei­er für ein Ge­gen-rechts-kon­zert in Chem­nitz, bei dem auch lin­ke Ge­walt­auf­ru­fe zu hö­ren wa­ren, im Bun­des­tag zum The­ma zu ma­chen, be­zeich­ne­te See­ho­fer als „staats­zer­set­zend“und „hoch­ge­fähr­lich“. Müss­te die AFD dann nicht durch den Ver­fas­sungs­schutz be­ob­ach­tet wer­den? Da­für sieht der In­nen­mi­nis­ter der­zeit kei­ne Grund­la­ge.

Afd-chef Alex­an­der Gau­land wies die Vor­wür­fe zu­rück. Das sei der Ver­such, mit „Ddr-rhe­to­rik“den ei­ge­nen Macht­ver­lust zu ka­schie­ren. Sein Ver­hält­nis zu Kanz­le­rin Angela Mer­kel, das nach An­sicht vie­ler Be­ob­ach­ter durch den tie­fen Kon­flikt in der Asyl­fra­ge nach­hal­tig ge­stört ist, be­schrieb See­ho­fer als in­takt. „Da ist trotz­dem im­mer noch ein gro­ßes Ver­trau­en zwi­schen uns.“Auf den Fall Maa­ßen ging er nicht ein.

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